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Hunde auf der Rennstrecke: FIA schaltet sich ein

11. Mai 2008 - 15:05 Uhr

Nachdem im GP2-Rennen in Istanbul Hunde auf der Piste waren und sogar einen Unfall verursachten, nimmt die FIA die Sicherheit unter die Lupe

Charlie Whiting (Technischer Delegierte der FIA)
Charlie Whiting schaut sich die Vorfälle in Istanbul nochmals genau an
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Schockmomente im Sprintrennen: Während des GP2-Rennens sind plötzlich Hunde auf der Rennstrecke bei Istanbul unterwegs und stifteten reichlich Verwirrung. Bruno Senna rammte gar eines der Tiere, das mitten auf der Hochgeschwindigkeitspassage umherlief. Mit einem abgerissenen Frontflügel und einer gebrochenen Radaufhängung kam der Brasilianer glimpflich davon - weitaus schlimmere Folgen wären denkbar.

Formel-1-Renndirektor Charlie Whiting hat diese Situation ebenfalls verfolgt und kurz vor dem Start zum Grand Prix verlauten lassen, dass die FIA eine offizielle Untersuchung gegen die türkischen Streckenbetreiber einleiten wird: "Der Artikel 30.16 der sportlichen Regularien der GP2 wurde verletzt, weswegen ich die rechtlichen Vertreter und Verantwortlichen auf ihre Verbindlichkeiten hingewiesen habe", wird Whiting von 'autosport.com' zitiert.

Damit habe er auch klar gemacht, wie ernst die FIA diesen Vorfall nehme. "Deshalb habe ich angeordnet, dass alle externen Tore zur Strecke kontrolliert und überwacht werden müssen." Außerdem sollten vor dem Formel-1-Rennen alle Streckenteile genau auf weitere Tiere untersucht werden.

"Alle internen Zugänge zum Kurs werden geschlossen und während dem Rennen unter Beobachtung stehen. Abschließend", so Whiting weiter, "wird der FIA aufgrund des Ausmaßes dieser Vorfälle ein offizieller Bericht vorgelegt werden.

Der Artikel 30.16 aus dem GP2-Reglement sieht vor, dass Tiere auf der Strecke, in der Boxengasse, im Paddockbereich oder in den Zuschauerrängen streng verboten sind. Ausgenommen davon sind freilich die Tiere, die den Sicherheitsdienst unterstützen und dafür eine Sondergenehmigung der FIA erhalten haben.

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