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Teixeira wollte ein A1GP-Formel-1-Team

30. April 2008 - 16:09 Uhr

A1GP-Boss Tony Teixeira bestätigt, dass er eigentlich ein Formel-1-Team für die Champions seiner eigenen Serie kaufen wollte

Tony Teixeira
Tony Teixeiras Interesse an der Formel 1 wurde aus der Bahn geworfen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Immer wieder hat es in der Vergangenheit Gerüchte gegeben, wonach A1GP-Boss Tony Teixeira ein Formel-1-Team übernehmen könnte. Zuerst war von Spyker die Rede, dann von Toro Rosso, zustande gekommen ist aber keiner der beiden Deals. Nun hat der Südafrikaner erstmals die Hintergründe seiner Pläne enthüllt.

"Wir wollten ein A1-Team in der Formel 1, in dem die Champions unserer A1GP-Serie gefahren wären", erklärte Teixeira gegenüber 'Reuters'. Das erste Team, das ihm in den Sinn kam, war Spyker: "Ich hatte schon einen Deal mit Ferrari, sie auch. Das hätte gepasst. Aber ich machte dann Platz für Vijay (Mallya), denn Bernie (Ecclestone; Anm. d. Red.) brauchte Indien. Also habe ich mir Toro Rosso angeschaut, die einen ähnlichen Deal mit Ferrari hatten", so der Geschäftsmann.

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Ohne Kundenautos kein A1GP-Team

Die Ferrari-Connection ist Teixeira deshalb so wichtig, weil seine A1GP-Serie ab der Saison 2008/09 mit Chassis und Motoren aus Maranello antreten wird - da wäre es nahe liegend gewesen, ein A1GP-Formel-1-Team ebenfalls mit Ferrari-Power an den Start zu schicken. Aber dann kam alles anders: "Wir wollten an der Spitze fahren, und damit meine ich die Top 10. Die einzige Chance, das zu erreichen, wären Kundenautos gewesen", argumentierte Teixeira.

Diese wurden aber für 2010 verboten, sodass seine Pläne hinfällig waren. Auch eine Übernahme von Super Aguri kommt für ihn aus den gleichen Gründen nicht in Frage. Somit liegen die Formel-1-Pläne von Teixeira erst einmal auf Eis: "Sollten sich die Regeln ändern, dann würde ich mich nach einem Platz in der Formel 1 umsehen, aber wenn nicht, dann liegt da für uns nichts drin", erklärte der A1GP-Boss.

Teixeira übt Kritik an Mallya

Gleichzeitig kritisierte Teixeira das Force-India-Projekt, das ihm im Fall von Spyker zuvorgekommen ist. Mallya sende nämlich eine komplett falsche Botschaft nach Indien, weil das Team noch lange keine Rennen gewinnen wird. Daher sei die A1GP-Serie für Indien als Motorsportplattform viel glaubwürdiger, schließlich hat Narain Karthikeyan dieses Jahr in China ein Rennen gewonnen. Davon kann Indien in der Formel 1 nur träumen.

"Die A1 bringt Indien die richtige Botschaft, indem wir ihnen sagen, dass Indien auch den Weltcup gewinnen kann, obwohl sie keine Motorsportnation sind. Force India trägt diese Botschaft nicht an die indischen Kids heran, sondern eher das Gegenteil. Force India hat noch einen langen Weg vor sich, bevor sie ein Podium sehen werden", meinte Teixeira, der schon in der nächsten Saison einen A1GP-Lauf in Indien austragen möchte.