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Ferrari: Ab sofort immer Barcode?

16. April 2008 - 12:39 Uhr

Da Zigarettenwerbung auch im Rahmen der Formel 1 fast überall verboten ist, will Ferrari nur noch mit dem Marlboro-Strichcode ausrücken

Felipe Massa
Werbung macht schlank: Strichmännchen Felipe Massa von Ferrari
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Vorbei sind die Zeiten, da fast alle Formel-1-Fahrzeuge Raucher waren. Das einzige, was zurzeit noch qualmt sind die V8-Motoren der Königsklasse. Die neuen EU-Werberichtlinien haben die Tabakkonzerne weitestgehend aus dem Motorsport verscheucht, viele Rennstelle kommen auch ohne Glimmstängel-Werbung über die Runden. Nur bei Ferrari steht Philip Morris mit der Marke Marlboro weiterhin auf der prominenten Sponsorenliste.

Der Vertrag der Italiener mit dem Tabakriesen läuft noch bis 2011 und soll dem Rennstall angeblich insgesamt bis zu einer Milliarde Dollar in die Rennsport-Kriegskassen spülen. Bislang hatte Ferrari jede Chance genutzt, den Markennamen auf Heckflügel, Motorabdeckung und Teamkleidung zu präsentieren. In Monaco und China zum Beispiel ist Tabakwerbung bislang ohne weiteres erlaubt, auch in Bahrain wäre der Schriftzug normalerweise auf dem Siegerauto gewesen.

Ferrari
Auch beim F2008 wird ab sofort nur noch auf die schlanke Linie geachtet
© xpb.cc

Man verzichtete allerdings überraschend auf die Umlackierung und rückte erneut mit dem optisch eindeutigen Barcode-Symbol aus. Nach Informationen des Magazins 'Autoweek' soll dies auch in Zukunft so bleiben. So soll Philip Morris selbst festgelegt haben, dass man ab sofort komplett auf die Marken-Schriftzüge verzichtet und stattdessen dauerhaft bei dem Strichcode bleibt.

Marlboro tauchte 1972 erstmals auf den Autos von BRM in der Formel 1 auf. Seit dieser Zeit ist die Marke ohne Unterbrechung in der Königsklasse vertreten gewesen. Zunächst verbrachte man viele erfolgreiche Jahre an der Seite von McLaren, nun fokussiert sich das Engagement auf die amtierenden Weltmeister von Ferrari.

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