Aktuelle Bildergalerien
ANZEIGE 
Motorsport-Total.com bei Twitter

Zwitschern mit viel PS!

Die wichtigsten Top-News als Vorab-Schlagzeile und die heißesten Gerüchte finden Sie ab sofort in unserem neuen Twitter-Kanal MST_Hot! Alle weiteren News aus unseren Rubriken finden Sie natürlich ebenfalls in unseren diversen Twitter-Feeds. Wann dürfen wir Ihnen etwas zwitschern?
Mehr zu Twitter & Twitter-Feed-Übersicht
good to know you
Formel 1-Videos
Sortieren nach:
Die Reifenbelastung beim Monaco-GP
Datum: 23.05.2012
(2)
Weitere Formel 1-Videos
Die aktuelle Umfrage

Finden Sie, genau wie Michael Schumacher, dass die aktuellen Pirelli-Reifen Formel-1-unwürdig sind, weil man mit ihnen nicht mehr permanent ans Limit gehen kann?

Ja
Nein
Folgen Sie uns!
Motorsport-Total.com bei Facebook Motorsport-Total.com bei Google+ Motorsport-Total.com bei Twitter RSS-Feeds von Motorsport-Total.com
Sie sind hier: Home > Formel 1 > Newsübersicht > News

Renault und die Krux mit dem Windkanal

14. Februar 2008 - 16:28 Uhr

Falsche Werte aus dem Windkanal waren ein Grund für die Renault-Misere im Vorjahr - Pat Symonds erklärt die Hintergründe

Williams-Windkanal
Der Windkanal von Renault in Enstone spuckte lange Zeit falsche Daten aus
© Williams

(Motorsport-Total.com) - Der schwere Absturz des Renault-Teams 2007 wurde schon in fast allen Facetten analysiert. Die Krise hatte zwei Gründe: Erstens funktionierten die Bridgestone-Reifen ganz anders als die davor verwendeten Pneus von Michelin, zweitens spuckte der Windkanal falsche Daten aus. Aber wie konnte es dazu überhaupt kommen?

Die Anlage in Enstone gilt immer noch als eine der moderneren in der Formel 1, auch wenn der Windkanal gerade mit einem brandneuen CFD-Zentrum ergänzt wird, um die Simulationstechnik weiter auszufeilen. Außerdem hatte der Windkanal in den Weltmeisterjahren 2005 und 2006 auch keine falschen Daten ausgespuckt - und genau darin lag das Problem begraben, weil sich die Ingenieure blind auf die Simulationswerte verließen.

Windkanalkontrollen wurden vernachlässigt

"Vor ein paar Jahren haben wir noch alles mit 1:1-Modellen gegengecheckt."
Pat Symonds

"Ein Teil des Problems war, dass die Resultate, die wir aus dem Windkanal erhielten, immer besser und besser wurden", erklärte Chefingenieur Pat Symonds. "Vor ein paar Jahren haben wir noch alles mit 1:1-Modellen gegengecheckt, aber irgendwann erreichten wir den Punkt, an dem wir gesagt haben: 'Es passt sowieso alles, wir müssen es nicht mehr prüfen.'" Aber Windkanäle sind eben nicht nur in der Kalibrierungsphase komplexe Werkzeuge...

So verließen sich die Renault-Ingenieure in der Entwicklungsphase des R27 auf Windkanaldaten, die immer stärker von der Realität abwichen, ohne dass es irgendjemand bemerkte. Das böse Erwachen kam dann bei den ersten Tests, als die Fahrer rapportierten: "Das Auto ist unfahrbar!" Laut Symonds habe es "länger als erwartet" gedauert, das in den Griff zu bekommen: "Als wir der Sache Mitte bis Ende Februar auf die Schliche kamen, wurde uns das massive Ausmaß erst bewusst."

Ein paar Wochen später sorgte der Brite damals mit der Aussage für Aufregung, die Umstellung von Bridgestone- auf Michelin-Reifen habe die Aerodynamik ebenfalls komplett durcheinandergebracht, was vielen ein Rätsel war, schließlich hatte sich an den Abmessungen der Pneus nichts geändert. Tatsächlich ging es auch nicht um die auf der Strecke eingesetzten Reifen, sondern vielmehr um jene, die bei Windkanaltests verwendet wurden.

Detailarbeit im Windkanal

"Das Modell verformte sich anders als das Original."
Pat Symonds

Was viele nicht wissen: Die Teams montieren im Windkanal keine aktuellen Rennreifen, sondern vielmehr nur ein Modell des Reifens, das anhand der vom Reifenhersteller zur Verfügung gestellten Daten angefertigt wird. Dabei waren die Dimensionen zwar völlig gleich wie in den Jahren davor, aber das Verhalten des Modellreifens unter Belastung wich stark ab. So spuckte der Windkanal auch diesbezüglich komplett falsche Daten aus.

Symonds schüttelt über dieses Phänomen heute noch den Kopf: "Das Bridgestone-Modell, auf das wir gewechselt haben, sobald es verfügbar war, lieferte hinsichtlich der Replikation des Originalzustandes auf der Rennstrecke unter Belastung gewisse Formabweichungen. Das Modell verformte sich anders als das Original - und das ist ein unglaublich kritischer Bereich", gab der 54-jährige Renault-Chefingenieur zu Protokoll.

Artikeloptionen
Artikel bewerten
Diese News / Newsübersicht hinzufügen zu...
TwitterFacebookstudiVZ / meinVZ / schülerVZMister Wongdel.icio.usYiGGWebnewsLinkarenaGoogleYahoo! MyWebBlinklistdiggFurlFolkdtoneviewHilfe
RSS XML-FeedGoogle ReaderMy Yahoo!Windows liveMy AOL

 

 
Nach oben