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Die kleinen Bullen dürfen schon Champagner schlürfen

07. Oktober 2007 - 13:31 Uhr

Nach dem tollen Plätzen vier und sechs in Shanghai für Sebastian Vettel und Vitantonio Liuzzi knallten bei der Scuderia Toro Rosso die Champagner-Korken

Sebastian Vettel
Hoch soll er leben, hoch soll er leben, fünf Mal hoch...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Was für ein Rennen für die Scuderia Toro Rosso! Nach dem Rennen in Fuji stand Toro Rosso wie schon die ganze Saison mit null WM-Punkten auf dem Konto da, weil Sebastian Vettel auf dem dritten Rang liegend crashte und Vitantonio Liuzzi der achte Rang nachträglich aberkannt wurde - und dann fuhr das Team in Shanghai eine Woche später gleich 8 WM-Zähler ein - durch Sebastian Vettel auf dem vierten Rang und Vitantonio Liuzzi auf dem sechsten Platz. Dadurch schoss man in der Konstrukteurswertung vom zehnten auf den siebten Rang nach vorn - noch vor Honda.

"P4!", freute sich Vettel. "Ein phantastisches Rennen. Anfangs war es recht schwierig, weil ich beim Start im Mittelfeld stand. Auf den ersten paar Metern waren die Sichtverhältnisse okay, dann hüllte die Gischt alles ein. Nach dem Start nutzte ich den Schwung, um einige Autos auf der Außenseite zu überholen. Ich ging dieses Risiko ein, obwohl es sehr rutschig war. Und ich machte weiterhin soviel Druck, wie ich konnte."

"Unmittelbar nachdem ich mir Trockenreifen geholt hatte, setzte Regen ein, der glücklicherweise schnell wieder verschwand. Ich kämpfte gegen Jenson, aber als uns klar wurde, dass er einer der Zwei-Stopper ist, bereitete er mir keinerlei weitere Sorgen mehr. Die letzten 20 Runden waren unglaublich. Obwohl ich die Situation im Griff hatte und mein Tempo reduzierte, war es hart."

"Das ist ein phantastischer Tag für das ganze Team, speziell auch deshalb, weil Tonio auf Platz 6 ins Ziel kam. Gestern war ich wegen der Strafe alles andere als happy, doch heute gelang mir auf der Piste die Rache. Vierter zu werden, ist phantastisch."

"Als ich mich in Italien im Werk verabschiedete, sagten mir die Jungs - 'Sebastian, du musst einige WM-Punkte mitbringen' - und ich antwortete, ich würde mich darum bemühen. In Fuji waren wir nahe dran, und der heutige Tag brachte dieses tolle Resultat. Jetzt werde ich mit dem Team, das bei den Boxenstopps und bezüglich der Strategie einen großartigen Job machte, feiern."

"Das war vom Start bis ins Ziel ein großartiges Rennen - alles lief perfekt", freute sich auch Liuzzi. "Meiner Meinung nach war Sebastians Ein-Stopp-Strategie die bessere, aber das spielt jetzt keine Rolle mehr. Für das Team ist es phantastisch, dass wir beide Punkte geholt haben."

"Mir unterliefen keinerlei Fehler, und ich hatte einige tolle Fights mit den Williams, Renaults und BMWs. Ich glaube nicht, dass mehr herauszuholen war. Ich freue mich aufrichtig für das Team, das diese Punkte verdient hat. Im Verlauf des Jahres konnten wir einige Male zeigen, dass wir in der Lage sind zu punkten, aber irgendwie hat es nie geklappt. Jetzt können alle happy sein."

"Es wird deutlich, wie sehr das Team wächst und dass die Jungs einen großartigen Job machen. Jetzt können wir unter richtig positiven Rahmenbedingungen nach Brasilien reisen, weil wir in Fuji und hier zeigen konnten, was wir leisten können. Wir haben dieses Resultat verdient."

Auch Teamanteilseigner Gerhard Berger war voll des Lobes: "Dank phantastischer Anstrengungen des Teams und der Fahrer erzielten wir ein sehr gutes Ergebnis. Wir haben sehr, sehr hart gearbeitet, und im Verlauf des Jahres hatten wir manchmal ein wenig Pech. Heute passte alles."

"Das Team arbeitet so hart. Es ist konkurrenzfähig und kämpft trotz limitierter Ressourcen hart. Was die unmittelbare Zukunft betrifft? Wir reisen nach Sao Paulo und versuchen, dort weitere Punkte zu holen."

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