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Wer sitzt in Indianapolis im zweiten BMW?

10. Juni 2007 - 23:29 Uhr

Robert Kubica wird in Indianapolis wohl nicht dabei sein, daher dürfte entweder Sebastian Vettel oder Timo Glock eine Grand-Prix-Chance erhalten

Timo Glock
Unverhofft kommt oft: Darf Timo Glock den Grand Prix der USA fahren?
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/Premiere) - Bei seinem schweren Unfall in Montréal hat sich Robert Kubica zwar nicht wie zunächst angenommen einen Oberschenkelbruch zugezogen, aber doch zahlreiche leichte Verletzungen, womit anzunehmen ist, dass er eine kurze Zwangspause einlegen muss - zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, denn schon in einer Woche steigt in Indianapolis der Grand Prix der USA.

Natürlich hat man beim BMW Sauber F1 Team derzeit andere Sorgen, als schon einen Ersatzfahrer zu nominieren, doch andererseits muss diese Frage recht früh behandelt werden, schließlich geht es schon am Donnerstag mit diversen Medieninterviews am "Brickyard" los. Doch wer wird für den verletzten Polen einspringen: Sebastian Vettel oder Timo Glock?

Vettel ist an und für sich Ersatzfahrer

Erste Wahl wäre wohl Vettel, der Anfang des Jahres ja auch die Freitagstestfahrten bestreiten durfte und nominell dritter Fahrer des Teams ist. Außerdem hat der Deutsche keinen Terminstress, denn in der Renault-World-Series geht es erst Mitte Juli in Magny-Cours weiter. Glock wiederum hat ebenfalls GP2-Pause - und befindet sich schon in Nordamerika.

An und für sich hatte der vierte Mann des BMW Sauber F1 Teams seinen Rückflug nach Europa schon gebucht, doch während der heutigen TV-Übertragung bekam er am Handy einen Anruf von Teammanager Beat Zehnder - weil er doch bleiben soll? Ziemlich sicher: Selbst wenn Vettel fahren sollte, würde er nämlich als Ersatzmann nach Indianapolis kommen.

Glock steht derzeit auf Standby

"Ich bin sicher, ich werde noch die eine oder andere Info bekommen", meinte Glock dazu. Es sei rein die Entscheidung des Teams: "Wenn jemand durch Unfall schwer verletzt ist, dann ist das kein Wunschszenario, aber wenn das Team entscheidet, ich soll fahren, dann ist es mein Job, das zu machen - und dann würde ich 100 Prozent für das Team geben."

Den Crash von Kubica erlebte der GP2-Gesamtführende übrigens mit einem gewaltigen Schrecken - so sehr, dass er in seiner Rolle als TV-Experte bei unserem Partnersender 'Premiere' gar nicht die Wiederholung anschauen konnte: "Als ich den Unfall gesehen habe, war ich ziemlich geschockt und habe nur gehofft, dass Robert okay ist."

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