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Hyundai-Wechsel von Michelisz: Tarquini gab den Ausschlag

Ein Interview zur richtigen Zeit und der Ratschlag eines guten Bekannten: Wie es zum Wechsel von Norbert Michelisz von Honda zu Hyundai kam

(Motorsport-Total.com) - Für Norbert Michelisz beginnt 2018 im Tourenwagen-Weltcup (WTCR) ein neues Kapitel seiner Karriere - was nicht nur an der Umbenennung der früheren Tourenwagen-WM liegt. Nachdem der Ungar dort seit 2013 für Honda gefahren war, in der vergangenen beiden Jahren sogar als Werksfahrer, wird er im WTCR für das italienische Team BRC mit einem Hyundai i30 N TCR an den Start gehen.

Gabriele Tarquini, Norbert Michelisz

Gabriele Tarquini überzeugte Norbert Michelisz von den Stärken des Hyundai Zoom

"Ich brauchte eine Veränderung, einen Wechsel, damit ich weiter das Niveau halten kann, dass ich in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison gezeigt habe", begründet Michelisz seine Entscheidung. "Ich brauchte den Wechsel, um weiterhin so motiviert wie vorher zu sein."

Diese Erkenntnis reifte in Michelisz aber erst in den letzten Wochen des Jahres 2017, nachdem offiziell feststand, dass die WTCC in ihrer bisherigen Form nicht weitergeführt wird. Der Auslöser war laut Michelisz letztlich ein Interview, das er im Nachhinein als "glücklich" bezeichnet. "Ein Kollege von Autosport hat mich über meine Vertragssituation für 2018 befragt, und ich habe ehrlich geantwortet, dass ich für 2018 keinen Vertrag mit Honda habe", so der Ungar.

Das brachte andere Teams auf den Plan. "Nachdem der Artikel veröffentlicht wurde, bekam ich Anfragen per SMS und E-Mail, aber zu dieser Zeit habe ich noch nicht erwartet, dass sie tatsächlich zu einem Wechsel führen würden", so Michelisz.

Allerdings hatte er vorher schon ein Auge auf den neuen Hyundai i30 N TCR geworfen. Bei dessen Debüt in der internationalen TCR-Serie, in der Michelisz im vergangenen Jahr ein eigenes Team mit Hondas eingesetzt hatte, konnte sich der Ungar ein Bild vom Auto machen. "Ich hatte vom ersten Moment an den Eindruck, dass dies das schnellste Auto ist. Die Performance war einfach überzeugend."

Und dann spielte auch der Zufall eine Rolle. Für die WTCC-Rennen in China verpflichtete Honda Gabriele Tarquini als Ersatzmann für den verletzten Tiago Monteiro. Der langjährige Honda-Werksfahrer hatte im vergangenen Jahr als Testfahrer die Entwicklung des TCR-Autos von Hyundai maßgeblich vorangetrieben. Dementsprechend neugierig war Michelisz auf die Eindrücke seines alten Kollegen.

"Ich habe ihn viel über Hyundai gefragt, über die Strukturen und was er 2018 vom Auto erwartet. Er hat offen gesagt, dass er erwartet, dass es ein Siegerauto ist", so Michelisz. "Ich habe lange genug mit ihm zusammengearbeitet, um ihm zu glauben." Und nach mehreren Besuchen in der Motorsportzentrale von Hyundai im deutschen Alzenau, wo neben dem TCR-Auto auch die Fahrzeuge für die Rallye-WM entwickelt und gebaut werden, stand die Entscheidung zum Wechsel für Michelisz fest.

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