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Premiere: Hernández siegt in Brünn!

BMW Team Italy-Spain Pilot Sergio Hernández raste in Tschechien zu seinem ersten WTCC-Erfolg und bescherte seinem Rennstall den zweiten Sieg

(Motorsport-Total.com) - In einem kampfbetonten zweiten Sprintrennen behielt in Brünn erneut ein BMW Pilot die Oberhand. Nachdem im ersten Lauf Alessandro Zanardi für das BMW Team Italy-Spain siegreich war, legte Teamkollege Sergio Hernández im zweiten Rennen des Tages nach und schnappte sich seinerseits den ersten WTCC-Erfolg seiner Karriere. Hinter dem spanischen Youngster kreuzte WM-Leader Yvan Muller (SEAT) die Ziellinie als Zweiter und festigte damit seine Spitzenposition in der Gesamtwertung.

Sergio Hernandez

So sehen Sieger aus: Sergio Hernández feierte in Brünn seinen ersten WTCC-Sieg

Schon das erste Rennen in Tschechien hatte es mächtig in sich, doch auch im zweiten WM-Lauf des Tages hielten die Protagonisten der Tourenwagen-WM mit ihrer Einsatzbereitschaft nicht hinter dem Berg und bescherten den Fans vor Ort und an den TV-Bildschirmen einmal mehr ein ereignisreiches Sprintrennen mit vielen engen Duellen. Schon beim Start war reichlich Action geboten - doch an die aufregenden Szenen vom ersten Rennen kam Lauf zwei freilich nicht heran.#w1#

Hernández holt sich P1 und den ersten Sieg

Pole-Sitter Yvan Muller (SEAT) erwischte einen guten Start und konnte sich zunächst erfolgreich gegen Félix Porteiro (BMW) durchsetzen, musste den spanischen Privatier aber dann doch passieren lassen. Auch Sergio Hernández (BMW) nutzte seine Chance und schob sich noch in der Startrunde von P4 auf P2 nach vorne, während für zwei ansonsten starke Piloten erneut frühzeitig Feierabend war: Alain Menu (Chevrolet) und Augusto Farfus (BMW) rollten in Runde eins langsam aus.

Felix Porteiro

Porteiro machte mit 44 Punkten einen großen Schritt in Richtung Trophy-Titel Zoom

An der Spitze wurde indes eine erste Reihenfolge hergestellt, die so aber nur bis zum vierten Umlauf Bestand haben sollte. Hernández setzte Porteiro geschickt unter Druck und zog noch auf der langen Zielgeraden neben seinen spanischen Landsmann. Das spektakuläre Manöver schien zunächst nicht zu gelingen, weil Porteiro heftige Gegenwehr leistete, doch nach Kurve eins hatte Hernández seinen Konkurrenten geknackt - Porteiro rutschte in der Folge gar bis auf Rang vier nach hinten durch.

Muller und sein SEAT-Teamkollege Tiago Monteiro hatten die Geschehnisse an der Spitze sehr genau verfolgt und waren genau zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle, als Porteiro seine Position und etwas Schwung verlor. Das nutzten die Dieselroutiniers gandenlos aus, stachen in die Lücke und verdrängten den BMW Piloten auch noch von P2. Damit war die Reihenfolge an der Spitze geklärt, auch wenn sich Porteiro in der Schlussphase noch einmal anschickte, einen Angriff zu lancieren.


Fotos: Rennwochenende in Brünn


Müller und Priaulx blasen zur Attacke

Nur wenige Sekunden dahinter erging es anderen BMW Piloten etwas besser. Jörg Müller, von Startplatz sieben ins Rennen gegangen, musste sich ohnehin mit einer ganzen Reihe von Rivalen auseinander setzen, Andy Priaulx hatte nach dem Anfangscrash im ersten Lauf einiges gutzumachen. Die beiden erfahrenen WTCC-Racer tauchten prompt schon nach wenigen Runden im Doppelpack hinter ihren Konkurrenten auf und sorgten für jede Menge packender Szenen und Manöver.

Andy Priaulx, Jörg Müller

Jörg Müller und Andy Priaulx sorgten in Lauf zwei für viel Action und Spannung Zoom

So gab es mit Gabriele Tarquini und Rickard Rydell (beide SEAT) ein munteres Hauen und Stechen, bei dem zunächst auch noch Laufsieger Alessandro Zanardi (BMW) mitmischte. Der Italiener landete aber schon nach kurzer Zeit in den Reifenstapeln, nachdem Tarquini beim Zurückkommen auf die Rennstrecke dem 320si seines Landsmannes einen nicht beabsichtigten Schlag versetzt hatte - so konnte Zanardi seine hervorragende Pace aus dem ersten Rennen nicht mehr fortsetzen.

Müller und Priaulx übernahmen die Position ihres Markenkollegen und attackierten ihrerseits die SEAT-Bastion, fanden aber nur kurzzeitig einen Weg vorbei an den schnellen Iberern. So blieb es bei zahlreichen Versuchen, die allesamt äußerst fair und spektakulär vorgetragen wurden. Auch an der Spitze tat sich in der Schlussphase des zehn Runden umfassenden Rennens nichts mehr und Hernández fuhr letztlich ungefährdet als Erster über die Ziellinie auf dem Automotodrom Brno.

SEAT mit Doppelführung in der Fahrer-WM

So konnte das BMW Team Italy-Spain zum zweiten Mal binnen weniger Stunden in frenetischen Jubel ausbrechen - und Zanardi ließ es sich nicht nehmen, seinem Teamkollegen Hernández höchstpersönlich die Boxentafel mit dem "P1"-Schildchen vor die Nase zu halten. Champion Muller fegte als Zweiter über die Linie, in seinem Windschatten raste Monteiro zu P3. Dahinter reihten sich Porteiro, Tarquini, Rydell, Müller und Priaulx ein, um die verbliebenen Punkte in Brünn abzustauben.

Yvan Muller

Yvan Muller hat die WTCC im Griff und konnte seinen Vorsprung sogar vergrößern Zoom

Durch seinen Podiumsplatz konnte Muller auch seine Führung in der Gesamtwertung ausbauen. Der französische SEAT-Pilot hat zur Hälfte der Saison 66 Punkte auf seinem Konto und liegt nun vor Teamkollege Tarquini (56 Punkte). Farfus (54) ist auf P3 zurückgefallen, Müller (41) ist neuer Vierter. Hernández (29) macht dank seiner 14 Zähler aus Tschechien einen großen Sprung und rangiert nun auf P8. Bei den Herstellern führt SEAT (161) noch immer vor BMW (153), Chevrolet (103) und Lada (45).

In der Privatierwertung hat Porteiro wieder die Spitze übernommen und liegt nun souverän in Führung. Dank der Pole-Position, den zwei schnellsten Rennrunden und insgesamt 21 Bonuspunkten hat der Spanier jetzt 124 Zähler auf der Habenseite. Tom Coronel (98) ist Zweiter, Franz Engstler (90) liegt auf Rang drei. Wiechers-Pilot Stefano D'Aste kommt zur Saisonhälfte auf insgesamt 50 Punkte. Gleichstand hingegen bei den Teams: Proteam und Sunred haben bislang jeweils 117 Punkte geholt.

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