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Müller: "Ich hätte das Rennen gewonnen!"

BMW Pilot Jörg Müller war nach dem zweiten Sprintrennen logischerweise nicht besonders gut auf SEAT-Fahrer Gabriele Tarquini zu sprechen...

(Motorsport-Total.com) - Es hätte das Wochenende des Jörg Müller werden können. Wie schon beim Saisonauftakt in Curitiba, so legte der BMW Team Germany Pilot auch in Puebla einen beeindruckenden Rennspeed an den Tag, der ihn sehr wahrscheinlich im zweiten Lauf zu einem triumphalen Sieg geführt hätte. Doch statt Siegerschampus gab's nur Frust: SEAT-Fahrer Gabriele Tarquini hatte wieder einmal die Brechstange ausgepackt und Müllers BMW 320si fachgerecht von der Strecke bugsiert - der Sieg war plötzlich futsch.

Jörg Müller

Jörg Müller war nach dem zweiten Lauf stinksauer auf Rivale Gabriele Tarquini

Freilich weiß niemand wirklich zu sagen, ob Müller das zweite Rennen auf dem "Autódromo Miguel E. Abed" tatsächlich für sich entschieden hätte, wäre Tarquini dem Deutschen nicht ins Auto gebrettert. Doch die weiteren Rennentwicklungen sprechen eine deutliche Sprache: Leader Jordi Gené konnte sich nicht lange an der Spitze halten und gab dem Druck seiner Verfolger nach - Müller hätte den Spanier wohl rasch kassiert.#w1#

Um das zu dokumentieren drehte der 39-Jährige prompt die schnellste Rennrunde - nachdem er von Tarquini ins Aus befördert worden war und seinen lädierten Rennwagen auf Position 20 wieder in das eng umkämpfte WTCC-Starterfeld eingefädelt hatte. Was wäre also drin gewesen, hätte Tarquini seine Emotionen im Zaum und sein Dienstfahrzeug auf Kurs halten können? Man weiß es nicht...

"Ich hätte das Rennen gewonnen", sagte Müller nach dem zweiten Lauf gegenüber 'Speedweek'. "Ich war erheblich schneller als Gené, es war nur eine Frage der Zeit, bis ich ihn hätte überholen können", meinte der Deutsche. Und tatsächlich: Unter Druck beging der SEAT-Fahrer nach Müllers unfreiwilligem Ausflug einen folgenschweren Fehler und fiel in der Folge immer weiter zurück.


Fotos: Rennwochenende in Puebla


Die Fahrweise von Tarquini ist Müller logischerweise ein Dorn im Auge und auch die Stewards schauen sich die entscheidenden Szenen noch einmal genau an - nachträgliche Bestrafung nicht ausgeschlossen. Zumal der Italiener diesbezüglich kein Unbekannter ist: Tarquini hat in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft durchaus den Ruf, seinen Gegnern zuweilen durch's Auto zu fahren.

"Die Aktion von Tarquini war wirklich unter aller Granate", wetterte Müller nach dem Rennwochenende in Mexiko. "Zuvor war er mir schon einmal ins Auto gefahren. Das ging aber noch, da Gené vor mir sehr langsam wurde und ich ausweichen musste. Beim zweiten Mal fuhr er mir aber voll rein, das war echt eine saublöde Aktion." So wurde Müller einmal mehr um wichtige WM-Punkte gebracht...

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