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Muller siegt in Lauf zwei - Tarquini räumt Müller ab!

Yvan Muller hat das zweite Rennen in Mexiko für sich entschieden - Jörg Müller der tragische Held in Puebla - Alessandro Zanardi wird Sechster

(Motorsport-Total.com) - Weniger spektakulär, dafür umso aufregender präsentierten sich die Protagonisten der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) im zweiten WM-Lauf des Tages. Erneut bewegten sich BMW und SEAT auf einem Niveau, was für einen engen Rennverlauf und jede Menge spannende Szenen sorgte. Weltmeister Yvan Muller (SEAT) behielt nach 16 Runden knapp die Oberhand vor Andy Priaulx (BMW) und Rickard Rydell (SEAT). Jörg Müller (BMW) wurde von Gabriele Tarquini (SEAT) ins Aus befördert.

Yvan Muller, Miguel E. Abed, Autódromo Miguel E. Abed

Weltmeister Yvan Muller holte sich in Mexiko seinen zweiten Saisonsieg für SEAT Zoom

Es war der Aufreger schlechthin - und wieder einmal war Gabriele Tarquini daran nicht ganz unbeteiligt. Der Italiener legte sich im zweiten Rennen in Mexiko mit BMW Team Germany Pilot Jörg Müller an und räumte den Deutschen kurzerhand von der Bahn. Besonders bitter für Müller, der in der Anfangsphase auf Rang zwei gelegen und beste Chancen auf den Sieg im zweiten Lauf gehabt hatte. Nach einem heftigen Rempler war aber Schluss - Müller rodelte ins Aus und reihte sich an P20 wieder ein.#w1#

Müller kann seinen Rennspeed nicht umsetzen

Dadurch wurde Müller zweifelsohne zum tragischen Held dieses Rennwochenendes - der 39-Jährige unterstrich mit dem schnellsten Umlauf im Rennen, was für ihn in Puebla möglich gewesen wäre: der Rennsieg im zweiten Lauf lag durchaus in Reichweite. Somit wurde Müller - wie schon durch einen frühen Crash in Curitiba - in der Frühphase des Rennens um die Früchte seiner Arbeit gebracht. Dass er wieder einmal zu den schnellsten Fahrern des Wochenendes zählte, dürfte Müller nur bedingt aufheitern.

Augusto Farfus, Jörg Müller, Miguel E. Abed, Autódromo Miguel E. Abed

Jörg Müller wurde von Gabriele Tarquini um wichtige WM-Punkte für BMW gebracht Zoom

Wenig Freude hatte auch Pole-Sitter Nicola Larini (Chevrolet). Der Cruze-Fahrer erwischte einen denkbar schlechten stehenden Start und kam quasi kaum vom Fleck, weshalb sein Rennwagen schon vor der ersten Kurve weit zurückgereicht wurde. Jordi Gené (SEAT), Tarquini, Müller und Muller ergriffen diese Gelegenheit sofort beim Schopfe und schossen am Italiener vorbei, der im zweiten Lauf schlichtweg ohne Chance war und die Konkurrenz ohne Gegenwehr ziehen lassen musste.

Vor allem BMW Pilot Müller machte in den ersten Runden ordentlich Druck, ging an Tarquini vorbei und eröffnete die Hatz auf Leader Gené, der dem Druck des Deutschen wahrscheinlich früher oder später nicht mehr standgehalten hätte. Während Weltmeister Muller und Vizechampion Tarquini ihre eigene kleine Schlacht austrugen, rückte Müller seinem spanischen Rivalen immer deutlicher auf die Pelle und legte sich den SEAT-Fahrer in Runde vier zurecht, kam aber noch nicht vorbei.

Tarquini erst mit Rempler, dann mit Abflug

Tarquini, der das teaminterne Duell gegen Muller zwischenzeitlich für sich entschieden hatte, machte dem BMW Team Germany Piloten einen gewaltigen Strich durch die Rechnung und trat in bester Rambomanier auf den Plan. Bei einem leichten Anklopfen wollte es der Italiener nicht belassen und so fand sich Müller nur Sekundenbruchteile später auf der grünen Wiese wieder. Erst an 20. Position und damit fast am Ende des Feldes reihte sich Müller wieder ein - der Sieg war futsch.

Gabriele Tarquini, Miguel E. Abed, Autódromo Miguel E. Abed

Übeltäter: Gabriele Tarquini machte mit rüden Aktionen auf sich aufmerksam... Zoom

Doch auch Übeltäter Tarquini sollte seine Fahrt nicht lange ungestört fortsetzen können. Der ehemalige Formel-1-Fahrer feuerte seinen SEAT in Runde sieben ins Grüne und konnte den Rennwagen nur mit viel Mühe wieder unter Kontrolle und zurück auf Kurs bringen. Auch für ihn war das Podium in Puebla nun in weite Ferne gerückt. Dafür hatten nun andere die Aufgabe übernommen, an der Spitze für ordentlich Action zu sorgen: Muller war schon unterwegs...

Nur einen Umlauf später ging bei Gené auf P1 einiges in die Hose, denn der Spanier ließ die Tür nicht nur für Weltmeister Muller einen Tick zu weit auf, sondern auch für Verfolger Priaulx. Der BMW Team UK Pilot lachte sich angesichts dieser missglückten Teamtaktik nur ins Fäustchen und drückte sich unmittelbar nach Muller ebenfalls an einem verdatterten Gené vorbei, der in der Folge noch weiter zurückfallen sollte. Wenig später ging auch Teamkollege Rydell am 38-Jährigen vorbei.


Fotos: Rennwochenende in Puebla


Muller und Priaulx streiten sich um den Sieg

Somit kam es ab der zweiten Rennhälfte zum großen Showdown zwischen Muller auf P1 und Priaulx auf P2. Die beiden Champions boten einmal mehr Rennsport vom Feinsten und belauerten sich auf den letzten Rennkilometern gegenseitig. Während Muller auf den Geraden stets etwas davonziehen konnte, war Priaulx auf der Bremse und im kurvigen Infield immer etwas besser unterwegs - trotz des geringen Abstands konnte der Brite allerdings kein Angriffsmanöver platzieren.

Nicola Larini, Miguel E. Abed, Autódromo Miguel E. Abed

Diese Perspektive bot Nicola Larini der Konkurrenz nur in der Einführungsrunde... Zoom

Hinter dem Führungsduo kam es aber sehr wohl zu größeren Positionsverschiebungen. Larini und sein Chevrolet konnten zu keiner Zeit Schritt halten und wurden folgerichtig immer weiter durchgereicht. Nachdem sich Tiago Monteiro (SEAT) schon zu Beginn verabschiedet hatte und Müller nun auch nicht mehr an der Spitze unterwegs war, hatten sich Sergio Hernández (BMW) und Alessandro Zanardi (BMW) heimlich, still und leise ebenfalls nach vorne gemogelt.

Das BMW Team Italy-Spain Duo schnappte sich den glücklosen Gené und schnupfte auch Tarquini auf, der nach seinem Ausrutscher nicht mehr in den alten Trott zurückfand und das Rennen auf dem achten Platz beenden musste. Trotz einer couragierten Fahrt von Priaulx war auch das Ergebnis an der Spitze bereits vor der Zieldurchfahrt in Stein gemeißelt und Muller siegte in Mexiko vor Priaulx und Teamkollege Rydell. Farfus erreichte für BMW Rang vier, Hernandez und Zanardi folgten auf P5 und P6.

Porteiro mit Saisonerfolg Nummer vier

Während Gené und Tarquini auf den Rängen sieben und acht die Punkteränge beschlossen, entschied Félix Porteiro (BMW) in Puebla auch das vierte Rennen in der Independents' Trophy für sich. Der Proteam-Fahrer hatte die Konkurrenz wieder einmal deutlich düpiert und seinen schärfsten Verfolger Franz Engstler (BMW) um einige Sekunden distanziert. Tom Coronel (SEAT) sicherte sich den dritten Rang bei den Privatfahrern vor Wiechers-Pilot Stefano D'Aste (BMW).

Kirill Ladygin, Miguel E. Abed, Autódromo Miguel E. Abed

Die drei Lada-Piloten waren auch in Mexiko das erwartete Schlusslicht im WTCC-Feld Zoom

Jaap van Lagen (Lada) bescherte seiner Mannschaft einen 17. Rang, die drei Chevrolet-Piloten Larini, Alain Menu und Rob Huff kamen abschließend nicht über die Plätze zehn, zwölf und 14 hinaus. Viktor Shapovalov und Kirill Ladygin (beide Lada) bildeten wenig überraschend die Schlusslichter des Klassements, das im Ziel nach 50 Rennkilometern 20 Rennwagen umfasste. Ausgefallen waren unter anderem Marin Colak (SEAT), Kristian Poulsen (BMW) und Monteiro.

Die Gesamtwertung ist auch nach den beiden mexikanischen Rennen fest in SEAT-Hand. Yvan Muller und Rickard Rydell teilen sich mit jeweils 30 Punkten die Führung in der Meisterschaft, bester BMW Pilot ist nun Augusto Farfus mit 20 Zählern. Satte 31 Punkte gab's für SEAT in der Teamwertung, wo die Spanier ebenfalls deutlich vorne liegen. Die Privatfahrerwertung wird dagegen deutlich von Félix Porteiro dominiert, der sich in diesem Jahr anschickt, die routinierten Privatiers im Feld in die Schranken zu verweisen...

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