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"Endlich!" - Larini in Marokko mit erstem WTCC-Sieg!

Nicola Larini beschert Chevrolet Sieg Nummer zwei in Marrakesch - Jörg Müller einmal mehr im Pech - Privatier Franz Engstler wird starker Achter

(Motorsport-Total.com) - Wehe wenn sie losgelassen: Der zweite Lauf der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) war an Spannung und turbulenten Manövern kaum mehr zu überbieten. Chevrolet-Pilot Nicola Larini landete in Marokko seinen längst überfälligen ersten Rennsieg und verschaffte dem Cruze den zweiten Tageserfolg. BMW Team Germany Pilot Jörg Müller verpasste den "Zehner" und wurde Vierter, Franz Engstler (BMW) holte sich P8 und den Sieg bei den Privatfahrern vor Mehdi Bennani auf Platz zehn.

Nicola Larini

"Endlich!" - Nicola Larini landete erstmals einen Volltreffer in der Tourenwagen-WM Zoom

Es hätte das Happyend für BMW werden können, doch den Münchenern war in Marrakesch das Glück einfach nicht hold: Müller jagte zunächst vorneweg, konnte die Meute allerdings nicht allzu lange auf Distanz halten und musste sich den immer stärker werdenden Angriffen von Larini widersetzen. So kam es am Ende von Runde acht zum Unvermeidlichen: Müller rutschte in die Bande - und die Verfolger schlugen gnadenlos zu.#w1#

Müller mächtig unter Druck...

Doch auch schon zuvor hatte es auf dem Circuit de Marrakech ein munteres Hauen und Stechen gegeben. Vorbei war die Zurückhaltung aus dem ersten WM-Lauf in Afrika, denn nun ging es ordentlich zur Sache. Wie durch ein Wunder fädelte sich das komplette Feld einwandfrei in die erste Kurve ein - Rickard Rydell (SEAT) und Alessandro Zanardi (BMW) schauten dabei allerdings schon zu: Ihre Rennwagen waren nach Lauf eins nicht mehr zu reparieren.

Jörg Müller

Jörg Müller: Wieder schnell, wieder nicht dafür belohnt - es hat nicht sollen sein... Zoom

Während an der Spitze der Kampf um die Positionen tobte, schalteten sich die Piloten im Hinterfeld gleich gegenseitig aus. Jordi Gené (SEAT) war am Start stehengeblieben, Kristian Poulsen (BMW), George Tanev (BMW) und Sergio Hernández (BMW) strandeten allesamt schon in Runde eins. Für die umfangreichen Aufräumarbeiten schickte die Rennleitung wieder das Safety-Car auf die Strecke, das zwei Runden lang für Ruhe im Feld sorgte.

Für den Führenden eine sehr willkommene Atempause, machte sich Larini im Rückspiegel des BMW doch immer deutlicher bemerkbar. In der Reihenfolge Müller, Larini, Alain Menu (Chevrolet), Yvan Muller (SEAT), Gabriele Tarquini (SEAT), Rob Huff (Chevrolet), Augusto Farfus (BMW) und Andy Priaulx (BMW) wurde das Feld in Runde vier wieder auf die Reihe geschickt - und in Umlauf acht zwängte sich Larini endlich am Deutschen vorbei in Front.


Fotos: Rennwochenende in Marrakesch


Larini mit Premierenerfolg

Müller geriet eingangs von Start und Ziel gar derart aus dem Rhythmus, dass auch noch Muller und Huff - inzwischen an Tarquini vorbei - in die Lücke stießen und den BMW Piloten auf P4 verweisen. In der Folge gab es noch einige enge Scharmützel, große Positionsverschiebungen waren allerdings Mangelware. So brachte Larini nach einem auf 13 Runden verlängerten Rennen den zweiten Chevrolet-Sieg des Tages über die Ziellinie.

Franz Engstler

Franz Engstler holte sich in Marrakesch seinen zweiten Privatfahrer-Rennsieg Zoom

Muller (+ 1,399) folgte auf P2, Huff (+ 1,778) holte sich nach dem Erfolg im ersten WM-Lauf noch ein weiteres Podium und belegte Rang drei. Dahinter erst der wieder einmal unglücklich agierende Müller (+ 2,728), der immerhin noch Tarquini (+ 3,068), Farfus (+ 3,991) und Tiago Monteiro (SEAT; + 4,907) hinter sich lassen konnte, welche die Top 7 in Marrakesch komplettierten. Dahinter - wie schon in der Qualifikation - eine faustdicke Überraschung.

Der deutsche Privatier Franz Engstler (BMW) nutzte die Patzer der Favoriten und brachte einen hervorragenden achten Platz ins Ziel. Der Allgäuer krönte mit seinem zweiten WTCC-Erfolg ein fast perfektes Rennwochenende, ließ er der Privatfahrer-Pole doch damit auch einen Klassensieg folgen. Unmittelbar hinter dem BMW Fahrer reihten sich Tom Coronel (SEAT) und Lokalmatador Mehdi Bennani (SEAT) ein, der wieder ein starkes Rennen gefahren war.

WM-Stand: Muller setzt sich ab

In der Gesamtwertung konnte Weltmeister Yvan Muller (SEAT) seine Führung ausbauen und liegt nun mit 43 Punkten auf P1. Neuer Zweiter ist Gabriele Tarquini (SEAT) mit 31 Zählern, Pechvogel Rickard Rydell (SEAT) bleibt bei 30 Punkten stehen. Jordi Gené (SEAT/24 Punkte) folgt auf Rang vier, dahinter Augusto Farfus (BMW/23), Rob Huff (Chevrolet/16), Andy Priaulx (BMW/16) und Nicola Larini (Chevrolet/14), der punktgleich mit Jörg Müller (BMW) P8 belegt.

Bei den Privatfahrern hat Franz Engstler (BMW/48) einen großen Sprung nach vorne gemacht und ist nun erster Verfolger von Félix Porteiro (BMW/64), der erstmals 2009 ohne Sieg geblieben ist. Tom Coronel (SEAT/39) folgt auf P3 vor Stefano D'Aste (BMW/25), Mehdi Bennani (SEAT/17), Tom Boardman (SEAT/17), Marin Colak (SEAT/13) und George Tanev (BMW/12).

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