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SS15-16: Hirvonen erhöht Druck auf Sordo

Während Sebastien Ogier (Citroen) zu Beginn der letzten Etappe seinen Vorsprung verwaltet, übt Mikko Hirvonen (Ford) Druck auf den drittplatzierten Dani Sordo (MINI) aus

(Motorsport-Total.com) - Zu Beginn des abschließenden Tages der Rallye Deutschland hing ein Gewitter in der Luft. Auf den Prüfungen 15 und 16 blieb es aber trocken. Weltmeister Sebastien Loeb konnte seinen Rückstand auf Citroen-Teamkollege Sebastien Ogier etwas reduzieren, doch die Lücke blieb bei einer Minute. Spannend war es noch im Duell um Platz drei. Ford-Werksfahrer Mikko Hirvonen war schneller als MINI-Pilot Dani Sordo. Dennoch konnte er den Rückstand nicht dramatisch reduzieren.

Mikko Hirvonen

Ford-Pilot Mikko Hirvonen hat seine Jagd auf Platz drei noch nicht aufgegeben Zoom

Die 15. Sonderprüfung war noch trocken, aber die meisten Fahrer waren bereits mit weichen Reifen unterwegs. Am schnellsten absolvierte das Ford-Duo die 20,85 Kilometer lange Dhrontal-Strecke. Hirvonen nahm bei seiner Aufholjagd Sordo sieben Sekunden ab und verkürzte Gesamt den Rückstand auf 27 Sekunden. "Es war ein guter Start. Zwar nicht genug, aber ich versuche Druck auf ihn auszuüben", sagt der Finne.

"Er war schon oft in dieser Situation. Man weiß aber nie." Sordo macht sich aber keine Sorgen. "Es ist okay. Ich bin mit dem Auto zufrieden und das Gefühl ist gut. Ich kann etwas mehr pushen, aber im Auto sehe ich keine Zwischenzeiten. Ich habe auf meine Reifen aufgepasst. Wir werden sehen."

Der zweite MINI mit Kris Meeke am Steuer kam mit einem Reifenschaden rechts hinten ins Ziel. "Es ist eine Lotterie. Ich habe keine Ahnung was da passiert ist." Trotzdem konnte der Brite seinen fünften Platz gegen Petter Solberg (Citroen) verteidigen, der in der 15. Prüfung um 1,1 Sekunden schneller als Meeke war. Jari-Matti Latvala im zweiten Werks-Ford konnte nach seinem Unfall am Vortag weiterfahren und war Zweitschnellster. In der Gesamtwertung ist der Finne aber weit zurück.


Fotos: WRC: Rallye Deutschland, Sonntag


An der Spitze ließ es Ogier ruhig angehen und büßte fünf Sekunden auf Loeb ein. Der Vorsprung war mit 1:06,6 Minuten weiterhin groß. "Einige Stellen waren feucht. Wir sind mit weichen Reifen gefahren, damit wir kein Risiko eingehen", so der Franzose. "Ich bin in der Straßenmitte gefahren." Teamkollege Loeb hat sich vom Sieg bereits verabschiedet. "Wir müssen aufpassen, aber die Lücke ist groß. Ich kann nichts tun." Er bestätigte auch, dass es Teamintern keine Diskussionen gab.

Ogier kontrolliert die Spitze

Anschließend standen 15,12 Kilometer im Moselland auf dem Programm. Das Wetter war das große Fragezeichen, denn dunkle Wolken hingen in der Luft. Es blieb aber trocken. Loeb nahm Ogier weitere fünf Sekunden ab. "Es gibt nichts Spezielles zu tun. Ich fahre einfach", so der 37-Jährige. "Jetzt fehlt noch eine Minute. Ich weiß nicht, wie das Wetter am Nachmittag wird. Im Service treffen wir die Reifenentscheidung."

Ogier kontrollierte weiter und ging keine Risiken ein. "Es gab kein Problem. Ich fahre auf Sicherheit und schneide nicht die Kurven, damit ich mir keinen Reifenschaden einhandle." Während an der Spitze alles klar war, ging das Duell um Rang drei weiter. Hirvonen war aber nur um 0,8 Sekunden schneller als Sordo.

Sebastien Ogier

Citroen-Pilot Sebastien Ogier ging kein unnötiges Risiko ein Zoom

"Dani hat reagiert. Ich wäre fast abgeflogen. Ich habe alles gegeben, aber ich kann ihn eigentlich nicht einholen", sagt der Finne zu seinem Rückstand von 25,9 Sekunden. " Sordo will aber noch nicht feiern. "Wir müssen noch bis zum Ende abwarten. Wir sind mit diesem Auto noch nicht viel auf diesen Reifen gefahren."

Während es bei Sordo gut lief, hatte Meeke Probleme. Ein Fehler im Aufschrieb sorgte für einen Zeitverlust von 15 Sekunden. Damit fiel der IRC-Meister von 2009 hinter Petter Solberg auf Platz sechs zurück. "Es ist noch ein langer Weg und ich muss weiter angreifen", so der Weltmeister von 2003.

Hinter diesem Duo herrschte ein weiterer Zweikampf. Räikkönen konzentrierte sich auf Henning Solberg (Ford) und hielt den siebten Platz. Sein Vorsprung auf den Norweger beträgt nun 44 Sekunden, weil sich Solberg gedreht hatte. "Die Handbremse funktioniert nicht richtig", lautet die Erklärung.

Die Bestzeit der 16. Prüfung markierte Latvala. "Es war eine gute Prüfung. Ich habe angegriffen. Ich weiß nicht, ob die anderen angegriffen haben, aber ich habe es getan. Das Auto war in Ordnung." In der Gesamtwertung liegt der Finne nach seinen zahlreichen Problemen an den vorangegangenen Tagen bereits 16 Minuten zurück. Armindo Araujo (MINI) und Peter van Merksteijn jun. (Citroen) komplettierten die Top 10.

Die Fahrer kehrten nach diesen beiden Prüfungen in den Servicepark zurück. Anschließend werden diese beiden Strecken noch einmal befahren, bevor zum Abschluss die Power Stage in Trier auf dem Programm steht.

Gesamtwertung nach 16 von 19 Prüfungen (Top 10):

01. Sebastien Ogier (Citroen) 3:06:33,5 Stunden
02. Sebastien Loeb (Citroen) +1:01,3 Minuten
03. Dani Sordo (MINI) +2:03,9
04. Mikko Hirvonen (Ford) +2:29,8
05. Petter Solberg (Citroen) +3:34,4
06. Kris Meeke (MINI) +3:39,6
07. Kimi Räikkönen (Citroen) +6:07,0
08. Henning Solberg (Ford) +6:51,0
09. Armindo Araujo (MINI) +8:32,3
10. Peter van Merksteijn (Citroen) +9:11,7

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