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SS7-8: Citroen alleine auf weiter Flur

Weltmeister Sebastien Loeb führt weiterhin knapp vor seinem Citroen-Teamkollegen Sebastien Ogier die Deutschland-Rallye an - Stallorder bei Citroen?

(Motorsport-Total.com) - Der zweite Tag der Deutschland-Rallye startete bei guten Wetterbedingungen. An der Spitze gab es in den ersten beiden Wertungsprüfungen nichts Neues. Weltmeister Sebastien Loeb strahlte von der Spitze, dicht gefolgt von seinem Citroen-Teamkollegen Sebastien Ogier. Der jüngere der beiden Franzosen war jeweils nach der Zieldurchfahrt sehr sauer. Loeb reagierte auf die Frage nach einer Stallorder ausweichend. Citroen kann sich nur noch selbst schlagen, denn Mikko Hirvonen liegt als Dritter bereits eineinhalb Minuten zurück. MINI-Pilot Dani Sordo behauptete den vierten Rang.

Sebastien Loeb

Weltmeister Sebastien Loeb führt vor der berühmten Panzerplatte die Rallye an Zoom

Bereits um 08:18 Uhr in der Früh startete die erste Prüfung des Tages. 11,37 Kilometer mussten die Rallye-Asse zurücklegen. Die Bestzeit fuhr Jari-Matti Latvala (Ford), der schon am Vortag in der ersten Wertungsprüfung der Schnellste war. Da der Finne durch zwei Reifenschäden und Motorprobleme bereits über sechs Minuten zurücklag, war die Zeit für die Gesamtwertung unbedeutend. "Das Auto arbeitet sehr gut, aber ich war über Nacht krank und fühle mich nicht wohl", sagt Latvala. "Mir hat der Schotter-Abschnitt am Ende Spaß gemacht."

Weltmeister Loeb war als Zweiter eine halbe Sekunde langsamer und behauptete damit die Führung. "Es gab viel losen Schotter, aber ich hatte einen guten Lauf." Bei den Reifen gab es im Gegensatz zu Freitag keine großen Überraschungen. "Ich bin auf harten Pneus unterwegs", bestätigt der siebenfache Weltmeister.


Fotos: WRC: Rallye Deutschland, Samstag


Drei Zehntelsekunden langsamer war Ogier, dessen Rückstand in der Gesamtwertung nach sieben Prüfungen auf 7,7 Sekunden angewachsen ist. Der Franzose verweigerte im Ziel jeden Kommentar und machte überhaupt keinen glücklichen Eindruck. Sofort wurde über Stallorder bei Citroen spekuliert. Fords Technikdirektor Christian Loriaux mutmaßte vor der Prüfung: "Ogier wird Teamorder erhalten, aber er wird sie ignorieren und beide werden miteinander kämpfen."

Hirvonen startete mit der siebtbesten Zeit in die Etappe, doch es reichte, um den dritten Platz zu behalten. "Die Zeit zeigt gar nichts. Es war okay und alles arbeitet gut", lautet der Kommentar des Finnen. MINI-Pilot Sordo war knapp schneller als der Ford-Werkspilot. Auf Hirvonen und einen Podestplatz fehlen ihm 20,9 Sekunden. "Ich bin zufrieden, aber zu Beginn der Prüfung sind mir zwei Fehler passiert."

Platzverschiebungen im Verfolgerfeld

Eine Platzverschiebung gab es auf Position fünf. Petter Solberg (Citroen) überholte Kris Meeke (MINI). Solberg war im Gegensatz zu Freitag sofort konkurrenzfähig, denn er verlor nur 0,6 Sekunden auf Loeb. "Ich weiß nicht warum das so ist. Ich habe nichts anders als gestern gemacht." Meeke war über den Rückfall auf Platz sechs sauer. "Ich habe eine Abzweigung überschossen. Ich war einfach zu schnell. Auf diesem Level darf man sich keine Fehler erlauben."

Auch im engen Dreikampf um Platz sieben gab es eine Verschiebung. Dennis Kuipers (Ford) fuhr die achtschnellste Zeit und verbesserte sich von neun auf sieben. Henning Solberg (Ford), der nach der siebten Prüfung Achter war, klagte über heftige Vibrationen. "Irgendetwas ist gebrochen." Ex-Formel-1-Star Kimi Räikkönen (Citroen) rutschte auf Rang neun zurück. Das Trio lag weiterhin innerhalb von drei Sekunden.

SS8: Ogier schneller als Loeb

Weiter ging es mit der achten Sonderprüfung über 15,23 Kilometer. Die Bestzeit fuhr Ogier, gefolgt von Latvala und Loeb. Ogier nahm seinem Teamkollegen 3,9 Sekunden ab und verkürzte den Rückstand in der Gesamtwertung auf 3,8 Sekunden. Gibt es Stallorder bei Citroen? "Vielleicht. Da musst du ihn fragen", sagt Loeb dazu. "Ich glaube, das wäre das Beste in unserer Situation, weil wir weit vor der Konkurrenz liegen."

"Wir werden sehen was er machen wird. Für mich war die Prüfung okay. Ich bin keine großen Risiken eingegangen, weil es mit den Schotter-Abschnitten recht knifflig war." Von Ogier war keine Stellungnahme zu bekommen. Im Ziel blickte er die versammelten Journalisten an, schüttelte heftig mit dem Kopf und fuhr davon.

Sebastien Ogier

Citroen-Pilot Sebastien Ogier verweigerte im Ziel jeglichen Kommentar Zoom

Hirvonen fuhr die viertschnellste Zeit und liegt weiterhin auf dem dritten Rang. Sein Rückstand auf die Citroen-Spitze ist mittlerweile auf 1:23 Minuten angewachsen. "Es lief ganz gut. Ich habe beim Dämpfer eine kleine Veränderung vorgenommen. Jetzt schauen wir, wie lange die beiden Citroen noch miteinander kämpfen werden."

Bester MINI ist weiterhin Sordo als Vierter. "Es wird immer besser und besser. In einer Haarnadel habe ich zu spät gebremst und zwei Sekunden verloren", schildert der Spanier. "Ich bin glücklich, weil das Auto sehr gut läuft. Die Panzerplatte wird für die Reifen schwierig." Weiterhin spannend ist das Duell um Platz fünf.

Petter Solberg war in der achten Sonderprüfung um acht Zehntelsekunden langsamer als Meeke, doch in der Gesamtwertung verteidigte der Weltmeister von 2003 die fünfte Position. Meeke folgt mit 3,7 Sekunden Rückstand. Im Dreikampf um Rang sieben behielt Kuipers die Oberhand, gefolgt von Henning Solberg und Räikkönen.

Pech hatte Aaron Burkart. Bereits am Vortag verlor der Deutsche mit seinem Ford Fiesta RS WRC in der sechsten Prüfung viel Zeit. Auch diesmal gab es Probleme. "Wir wissen es nicht. Wir sind einmal stehen geblieben, weil ich dachte, dass wir einen Reifenschaden haben. Es muss aber etwas anderes sein, weil alle vier Reifen in Ordnung sind. Im Moment haben wir nur Hinterradantrieb. Ich habe keine Ahnung."

In der SWRC-Wertung führt Ott Tänak (Ford) mit komfortablen zwei Minuten Vorsprung auf Nasser Al-Attiyah (Ford).

Gesamtwertung nach 8 von 19 Sonderprüfungen (Top 10):

01. Sebastien Loeb (Citroen) 1:33.04,2 Stunden
02. Sebastien Ogier (Citroen) +3,8 Sekunden
03. Mikko Hirvonen (Ford) +1:23.6 Minuten
04. Dani Sordo (MINI) +1:45.6
05. Petter Solberg (Citroen) +2:03.7
06. Kris Meeke (MINI) +2:07.4
07. Dennis Kuipers (Ford) +3:52.5
08. Henning Solberg (Ford) +4:01.3
09. Kimi Räikkönen (Citroen) +4:02.5
10. Armindo Araujo (MINI) +5:06.4

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