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SS13-14: Reifenschaden bei Loeb - Ogier führt!

Die letzte Wertungsprüfung am Samstag stellte die Deutschland-Rallye auf den Kopf - Loeb verlor die Führung auf der Panzerplatte durch einen Reifenschaden an Ogier

(Motorsport-Total.com) - Am frühen Abend der zweiten Etappe wurden bei der Deutschland-Rallye die Prüfungen 13 und 14 gefahren. Zahlreiche Reifenschäden wirbelten die Reihenfolge ordentlich durcheinander. Prominentestes Opfer der neuen Michelin-Asphaltreifen war Sebastien Loeb, der die Rallye aufgrund der Citroen-Stallorder sicher anführte. Sein Teamkollege Sebastien Ogier ließ sich nicht bitten und ging mit über einer Minute Vorsprung in Führung. MINI-Pilot Dani Sordo verteidigte den dritten Platz.

Sebastien Ogier

Sebastien Ogier wurde die Führung auf dem Silbertablett serviert Zoom

Bevor es zum zweiten Mal an diesem Tag auf die Panzerplatte ging, mussten noch 15,23 Kilometer im Birkenfelder Land absolviert werden. An der Spitze gab es nichts Neues zu vermelden. Loeb markierte die Bestzeit, dicht gefolgt von Ogier, der nur vier Zehntelsekunden langsamer war. Mikko Hirvonen (Ford) fuhr die drittschnellste Zeit, doch Sordo war nur um 0,2 Sekunden langsamer und behauptete weiter den dritten Platz.

Vier Piloten aus den Top 10 hatten mit Problemen zu kämpfen. Kris Meeke verlor gegen Ende 20 Sekunden auf die Referenzzeit seines MINI-Teamkollegen. Auch Petter Solberg (Citroen) kämpfte mit Problemen. Beide hatten einen Reifenschaden. An der Platzierung änderte sich aber nichts, nur die Abstände wurden größer. Meeke hatte als Fünfter nun 26 Sekunden Rückstand auf Hirvonen. Solberg war weiter Sechster, doch sein Polster auf die nächsten Verfolger schmolz auf beruhigende zwei Minuten.


Fotos: WRC: Rallye Deutschland, Samstag


In der Kampfgruppe um Rang sieben ging es weiterhin eng zu. Dennis Kuipers (Ford) verteidigte diesen Platz knapp vor Henning Solberg (Ford) und Kimi Räikkönen (Citroen). Großes Pech hatte Ford-Pilot Jari-Matti Latvala. Bereits am Freitag hatte der Finne viel Zeit durch zwei Reifenschäden und ein Motorproblem verloren. In der 13. Sonderprüfung ging ein weiterer Pneu kaputt. Latvala kam mit fünf Minuten Rückstand über die Linie. Davon profitierte Armindo Araujo, der sich mit seinem MINI wieder auf Platz zehn der Gesamtwertung schob.

Auch Mads Östberg hatte einen Reifenschaden. Die Probleme traten im letzten Abschnitt auf. In diesem Bereich lagen viele Steine auf der Straße, die von den ersten Autos beim Kurvenschneiden auf die Straße befördert wurden. Im Gegensatz zu Schotterrallyes ist eine frühe Startposition auf Asphalt vorteilhafter.

Reifendramen auf der Panzerplatte

Die abschließende Marathonprüfung über 34,18 Kilometer änderte das Gesicht der Rallye. Loeb handelte sich einen Reifenschaden ein und fuhr in langsamer Fahrt ins Ziel. Vorne links war der neue Asphalt-Pneu platt. "Ich weiß nicht was passiert ist. Es lagen einige Steine auf der Geraden. Ich bin vorsichtig gefahren", sagt Loeb sauer. "Es war nicht Sebastiens Fehler."

Ogier musste den kompletten Tag aufgrund der Stallorder bremsen, damit er auf Platz zwei blieb. Als Loeb den Reifenschaden hatte, fuhr Ogier voll und nahm dem Weltmeister 1:15 Minuten ab. "Ich möchte jetzt nicht feiern, weil mein Teamkollege ein Problem hatte. Es gibt Gerechtigkeit in diesem Sport, was eine gute Sache ist." In der Gesamtwertung liegt der 27-Jährige nun mit einem Vorsprung von 1:11,3 Minuten in Führung.

Kimi Räikkönen

Ex-Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen hat sich auf Platz sieben festgesetzt Zoom

Freude herrschte im MINI-Lager, denn Sordo behauptete den dritten Platz. Der Spanier nahm Hirvonen weitere fünf Sekunden ab. "Ich habe voll angegriffen. Vielleicht hätte ich noch besser fahren können, aber diese Zeit ist sehr wichtig für morgen. Ich bin sehr, sehr glücklich mit dem Auto und dem Team." Hirvonen geht mit einem Rückstand von 33,1 Sekunden auf Sordo in den letzten Tag.

Die Reifenprobleme gingen weiter, denn auch Petter Solberg hatte rechts hinten einen Schaden und vorne rechts einen gebrochenen Dämpfer. Trotzdem hielt der Norweger Platz sechs und verkürzte seinen Rückstand auf Meeke auf 9,1 Sekunden. Der Brite hatte Glück, denn das Heck seines MINI war beschädigt. "Bei einer Abzweigung habe ich das Auto auf der Bremse verloren", klärt Meeke auf. "Wir haben die Abstimmung geändert, aber es hat mir nicht gefallen."

Aus dem Dreikampf um Platz sieben wurde ein Duell, denn Kuipers hatte auch einen Reifenschaden und fiel weit zurück. Ex-Formel-1-Star Räikkönen verlor nur 22 Sekunden auf Ogier und setzte sich damit an die siebte Position. Zufrieden war der "Iceman" aber nicht: "Ich fahre sehr schlecht. Diese Prüfung war okay. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn ich daheim geblieben wäre."

Auf Henning Solberg, der Probleme mit der Lenkung hatte, hat Räikkönen sechs Sekunden Vorsprung. MINI-Pilot Araujo rutschte auf Platz neun nach vor. Neuer Zehnter ist Peter van Merksteijn (Citroen). In der SWRC führt Ott Tänak (Ford) überlegen mit über vier Minuten Vorsprung auf Nasser Al-Attiyah (Ford). In der Gesamtwertung ist Christian Riedemann (Skoda) als 15. bester Deutscher. Am Sonntag stehen noch vier Prüfungen auf dem Programm, bevor es im Circus Maximus in Trier in der Powerstage um Extrapunkte geht.

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