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SS11-12: Sordo verteidigt Podestplatz

Während Sebastien Loeb ungefährdet die Deutschland-Rallye anführt, kämpft Dani Sordo um den ersten Podestplatz für MINI

(Motorsport-Total.com) - Am Nachmittag der zweiten Etappe mussten die Rallye-Asse die gleichen Prüfungen wie am Vormittag absolvieren. Aufgrund der Stallorder gab es an der Spitze keine Veränderungen. Sebastien Loeb lag auch nach den Prüfungen elf und zwölf an der Spitze und ist auf dem Weg zu seinem neunten Sieg in Deutschland. Ein frustrierter Sebastien Ogier musste am Ende noch vom Gas gehen, damit er hinter seinem Citroen-Teamkollegen bleibt. Dani Sordo verlor ein paar Sekunden auf Mikko Hirvonen (Ford), doch der Spanier verteidigte den dritten Platz für MINI.

Daniel Sordo

Dani Sordo hat als Dritter 27 Sekunden Vorsprung auf Mikko Hirvonen Zoom

Bei der zweiten Durchfahrt von Hermeskeil nach Gusenburg (11,37 Kilometer) war Ogier einen Tick schneller als Loeb und verkürzte den Rückstand auf 1,3 Sekunden. Der Weltmeister musste als Erster auf die Strecke und setzte die Richtzeit. Im Ziel wurde Loeb gefragt, ob so eine Prozession nicht langweilig sei. "Wir befinden uns in einer Position in der ein Kampf dumm wäre", antwortet der siebenfache Champion.

"Wir liegen zwei Minuten vor der Konkurrenz. Auf dem Schotter war es etwas rutschig, aber es war kein Problem." Ogier berichtet ebenfalls von etwas besseren Bedingungen in der elften Sonderprüfung. "Es war weniger staubig als am Vormittag. Wir sind sauber gefahren." Während an der Spitze aufgrund der Stallorder alles klar war, bahnte sich noch ein Zweikampf um Platz drei an.


Fotos: WRC: Rallye Deutschland, Samstag


MINI-Pilot Sordo ging mit einem Polster von 32,9 Sekunden auf Hirvonen in den Nachmittag. Der Finne war in der kurzen Prüfung um eine Sekunde schneller und konnte die Lücke nicht wesentlich schließen. "Dani und MINI arbeiten wirklich gut. Ihn noch einzuholen wird schwierig, aber mein Auto ist sehr gut zu fahren."

Sordo freut sich über die gute Performance des neuen Boliden bei seinem dritten WM-Einsatz. "Es lief nicht so schlecht. Ich versuchte anzugreifen, aber es ist eine lange Rallye mit langen Prüfungen Mit dem MINI bin ich sehr zufrieden, denn er arbeitet wirklich gut." Für die gute Mannschaftsleistung sorgte Teamkollege Meeke, der weiterhin den fünften Platz verteidigte.

Sebastien Loeb

Weltmeister Sebastien Loeb fährt einem weiteren Sieg in Deutschland entgegen Zoom

Trotz Reifenschaden rechts vorne büßte Petter Solberg (Citroen) keinen Platz ein und behauptete Rang sechs. "Das muss im Schotter-Abschnitt passiert sein", schätzt der Norweger. Nach hinten hatte er zwei Minuten Vorsprung. Drei Piloten balgten sich auch zu Beginn des Nachmittags um die siebte Position.

Dennis Kuipers (Ford) wies seine erfahrenen Konkurrenten in die Schranken und setzte sich an die Spitze des Trios. Auch Henning Solberg (Ford) machte einen Rang gut und schob sich auf Platz acht. Dagegen rutschte Kimi Räikkönen (Citroen) auf neun ab. "Zu Beginn habe ich eine Bodenwelle getroffen, weshalb das Auto Kraft verlor. Später haben wir uns noch gedreht", schildert der "Iceman" seine Abenteuer. Die drei Fahrer waren weiterhin nur durch sieben Sekunden voneinander getrennt.

Hirvonen holt auf Sordo auf

Anschließend führte die zwölfte Prüfung erneut über den Bosenberg (14.29 Kilometer). Loeb ging als Erster auf die Strecke und markierte die Bestzeit. "Im Moment sind die Reifen okay", sagt der Weltmeister über die sehr heißen Bedingungen. "Diese Prüfung ist aber nicht so hart zu den Reifen. Im Moment ist alles perfekt." Aufgrund der Stallorder hat der Elsässer auch nichts von seinem Teamkollegen zu befürchten.

Ogier bekam Zielzeiten von Citroen vorgegeben. Am Ende musste der Franzose sogar vom Gas gehen, um hinter Loeb zu bleiben. Vor den abschließenden beiden Prüfungen des Tages hat der 27-Jährige 3,4 Sekunden Rückstand. "Ich darf nicht angreifen und musste am Ende bremsen."

Mikko Hirvonen

Ford-Pilot Mikko Hirvonen will sich den Podestplatz wieder zurückholen Zoom

Hirvonen setzte seine Aufholjagd fort und nahm Sordo fünf Sekunden ab. Die Prüfung erinnerte den Ford-Piloten an Finnland, denn es gab eine große Kuppe. "Wir sind weit gesprungen. Das hat mir gefallen. Ich war in meinem Element", sagt der gut gelaunte Finne. Sordo verteidigte seinen dritten Platz und hat ein Polster von 27,4 Sekunden. "Wir haben viel verloren, aber ich weiß nicht warum."

"Ich habe keine Fehler gemacht und in der Prüfung hat es sich auch nicht nach fünf Sekunden Verlust angefühlt. Im Moment versuche ich anzugreifen." Teamkollege Meeke war etwas schneller als Sordo, konnte den Rückstand auf Hirvonen aber nicht reduzieren. "Zum ersten Mal habe ich heute keine Fehler gemacht. Ich suche die Perfektion und komme immer näher daran heran", sagt der fünftplatzierte Brite.

Petter Solberg ist weiterhin Sechster. Der Weltmeister von 2003 achtete nach dem Reifenschaden auf seine Pneus. Eine weitere Prüfung muss der Citroen-Pilot noch damit absolvieren, bevor er vor der Panzerplatte am Ende des Tages frischen Gummi aufziehen darf. "Ich verliere dort die Zeit, wo es eigentlich nicht sein sollte. Ich versuche bei den saubereren Passagen anzugreifen."

In der Kampfgruppe um Platz sieben gab es keine Verschiebungen. Kuipers behauptete den Platz knapp vor Henning Solberg. Räikkönen drehte sich ein weiteres Mal, hat aber nur sieben Sekunden Rückstand auf Kuipers. "Das Auto war in Ordnung, aber ich habe mich wieder gedreht. Dabei habe ich weitere zehn Sekunden verloren." Latvala komplettierte die Top 10.

Gesamtwertung nach 12 von 19 Prüfungen (Top 10):

01. Sebastien Loeb (Citroen) 2:16:13,7 Stunden
02. Sebastien Ogier (Citroen) +3,4 Sekunden
03. Dani Sordo (MINI) +2:07,0 Minuten
04. Mikko Hirvonen (Ford) +2:34,4
05. Kris Meeke (MINI) +2:40,5
06. Petter Solberg (Citroen) +2:56,0
07. Dennis Kuipers (Ford) +5:12,7
08. Henning Solberg (Ford) +5:17,6
09. Kimi Räikkönen (Citroen) +5:19,7
10. Jari-Matti Latvala (Ford) +6:19,6

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