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Pietro Fittipaldi vor Comeback: Er fährt schon wieder Kart

Pietro Fittipaldi ist auf einem guten Weg: Der Brasilianer saß bei einem Kart-Event wieder am Steuer - Comeback für Ende Juli angestrebt

(Motorsport-Total.com) - Keine zwei Monate nach seinem schweren Unfall bei der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in Spa-Francorchamps ist Pietro Fittipaldi auf dem Weg der Genesung. Der Enkelsohn von Formel-1-Legende Emerson Fittipaldi zeigte sich bei einem Kart-Event in Brasilien und wird in Kürze erste Testfahrten in Formelboliden unternehmen. Dabei waren unter anderem sein Bruder Enzo Pittipaldi und der ehemalige Formel-1- und CART-Pilot Max Papis zu Gast. Sein Comeback strebt der 22-Jährige für Ende Juli beim IndyCar-Rennen auf dem Mid-Ohio Sports Car Course an.

Im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' erzählt er von seinen Erfahrungen: "Ich war bereits zuvor im Simulator, aber das Kartrennen war das erste Mal, dass ich wieder etwas Reales gefahren bin. Natürlich spüre ich die Verletzungen noch auf Bodenwellen. Karts haben halt keine Aufhängung, da geht alles direkt in den Körper rein. Aber das ist normal." (DragonSpeed analysiert: Das lief bei Fittipaldi schief)

Fittipaldi wurde vom erfahrenen IndyCar-Arzt Terry Trammell betreut, der bereits Alex Zanardi das Leben rettete und viele andere verletzte Fahrer auf dem Weg zurück ins Cockpit begleitete (so zum Beispiel IndyCar-Meister Josef Newgarden nach dessen schlimmen Unfall in Texas 2016). "Er hat sich gut um mich gekümmert und mir gute Programme auferlegt", lobt er den erfahrenen Arzt. "Ich habe fast jeden Tag eine Schwimmtherapie in seinem Haus gemacht. Die Physiotherapie war ganz schön intensiv und hat sehr geholfen."

Testfahrten schon in zwei Wochen

Wie bei so vielen Sportlern gilt auch bei Fittipaldi: Beim eigentlichen Sport sind die Fortschritte größer als im täglichen Leben. Er sei noch nicht bei 100 Prozent, was das Laufen betrifft, aber das Fahren gehe schon wieder ganz gut, grinst er. Am 17. Juli wird er Testfahrten in Mid-Ohio absolvieren. Zunächst in einem Formel-4-, dann in einem IndyCar-Boliden. "Das Formel-4-Auto hat Stahlbremsen, in die man nicht so hart reintreten muss wie in die Carbonbremsen im IndyCar", begründet er das geplante Programm. Nebenbei geht es dabei auch darum, die für ihn neue Strecke zu erlenen.

Seine Genesung ging für seine nicht unerheblichen Verletzungen schnell über die Bühne. "Man weiß nie, wie schnell Knochen heilen", sagt der Meister der Formel V8 3.5 von 2017. "Ich habe Glück. Mein Knöchel ist extrem schnell geheilt und beweglich und stark geblieben, was beides wichtig ist. Bei den Knochen, die ich mir im linken Bein gebrochen habe, hat es etwas länger gedauert, weil sie dicker sind. Aber auch sie sind gottseidank extrem schnell geheilt."

"Wenn man einen solchen Unfall hat, muss man sich klare Ziele für den Genesungsprozess setzen, weil sonst alles zu offen ist. Ich habe mir also den IndyCar-Kalender angesehen und mir ein optimistisches Ziel gesetzt. Ich habe mich mit Dr. Trammell hingesetzt und wir haben gesagt: 'Okay, das ist das Ziel für diese Woche, dieses ist das nächste', und so weiter. Man denkt darüber nach, was man machen kann, um wieder Rennen zu fahren. Und obwohl es ein optimistisches Ziel war, war es ein realistisches. Wir sind auf Kurs und ich werde stärker denn je zurückkehren!"

Pietro Fittipaldi fährt in der Saison 2018 Teilzeitprogramme in WEC, IndyCar und Super Formula. In der WEC wird er nach Spa auch das Rennen in Fuji für DragonSpeed bestreiten, weil Stammfahrer Renger van der Zande zur gleichen Zeit das IMSA-Saisonfinale auf der Road Atlanta fährt. Beim Indy 500 wurde er von Zachary Claman De Melo vertreten, mit dem er sich das Dale-Coyne-Cockpit teilt. In Detroit saß Santino Ferrucci am Steuer.

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