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Fuji Speedway blamiert sich: Loser Randstein kostet viel Trainingszeit

Ein fehlerhafter Randstein bringt die Organisatoren an den Rand der Verzweiflung: WEC verliert in Fuji 25 Prozent Trainingszeit am Freitag

(Motorsport-Total.com) - Der Trainingsauftakt der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) auf dem Fuji Speedway entwickelte sich zu einem Desaster, für das die Rennserie relativ wenig konnte: Ein loser Randstein in Kurve 15 sorgte sowohl im ersten als auch zweiten Freien Training für lange Unterbrechungen. Insgesamt 83 Minuten lang musste der Kerb repariert werden - 32 Minuten in der ersten Sitzung, 51 Minuten in der zweiten. Die Verzögerungen sorgten dafür, dass es beim Ende des zweiten Freien Trainings bereits dunkel wurde.

Kazuki Nakajima, Fernando Alonso

Wenn gefahren wurde, war Toyota wieder einmal unantastbar Zoom

Die Veranstalter gaben alles, um den Teilnehmern noch so viel Training wie möglich zu ermöglichen. Die erste Sitzung wurde um 30 Minuten verlängert, womit den Teilnehmern fast das volle 90-minütige Programm zur Verfügung stand. Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit konnte das zweite Freie Training dann aber nur um zehn Minuten verlängert werden - netto verloren die Teilnehmer also knapp 45 der 180 Minuten am Freitag. (Ergebnisse der 6 Stunden von Fuji 2018)

Natürlich wurde auch gefahren, viel hat sich aber in der LMP1 nicht verändert: Toyota bestimmte trotz der jüngsten Einbremsungen bei der EoT am Freitag das Tempo. Der Toyota #8 (Alonso/Buemi/Nakajima) holte sich beide Bestzeiten des Tages - 1:25.847 Minuten in der ersten Sitzung durch Sebastien Buemi, 1:23.973 Minuten durch Fernando Alonso am späten Nachmittag. Das Schwesterfahrzeug #7 (Conway/Kobayashi/Lopez) folgte mit Respektabstand: 0,534 Sekunden im ersten, 1,055 Sekunden im zweiten Training.


Fotos: WEC in Fuji


Die privaten LMP1 mühen sich weiter an den Toyota TS050 Hybrid ab. Der SMP-Dallara #11 (Petrow/Aljoschin/Button) kam im ersten Training in 1:26.890 Minuten auf 1,043 Sekunden an die Buemi-Bestzeit heran, gegen den Alonso-Hammer aus der zweiten Sitzung sahen die LMP1-Privatteams jedoch kein Land: 1,724 Sekunden Rückstand für den Rebellion #3 (Laurent/Beche/Menezes) in der zweiten Sitzung. Kurz vor Ende war auch noch der SMP-Dallara #17 (Sarrazin/Orudschew/Issaakjan) in langsamer Fahrt unterwegs.

In der LMP2-Klasse fuhren sich am Vormittag die TDS-Piloten den Frust der gescheiterten Berufung gegen die Le-Mans-Disqualifikation vom Leib. 1:30.360 Minuten durch Matthieu Vaxiviere waren 1,245 Sekunden schneller als jede andere LMP2-Zeit in dieser Sitzung. Am Nachmittag kam der TDS-Oreca #28 (Perrodo/Vaxiviere/Vergne) nur auf Rang vier, doch die Vaxiviere-Zeit wurde nicht einmal ansatzweise erreicht. Andre Negrao sicherte sich im Alpine #36 (Lapierre/Negrao/Thiriet) die Bestzeit der Session in 1:30.893 Minuten.

Aston Martin meldet sich in der GTE Pro zu Wort

Die BoP-Runde vor Fuji hat Ford kaum eingebremst: Stefan Mücke ließ es sich im Ganassi-Ford #66 (Mücke/Pla) nicht nehmen, im ersten Training die Bestzeit in der GTE Pro zu fahren, gefolgt von den beiden Porsche 911 RSR. Im zweiten Training hatte lange Zeit Harry Tincknell im Schwesterfahrzeug #67 (Priaulx/Tincknell) die Nase in 1:37.821 Minuten vorn, wurde aber zehn Minuten vor Schluss von einem überraschend auftrumpfenden Nicki Thiim im Aston Martin #95 (Sörensen/Thiim) in 1:37.659 Minuten abgefangen.

Die Ferrari 488 GTE hadern auf dem Fuji Speedway mit einem zu geringen Topspeed. Immerhin gelang es Davide Rigon im AF-Corse-Ferrari #71 (Rigon/Bird), im zweiten Training auf die dritte Position zu fahren. BMW sucht derweil noch den Anschluss: Mehr als die Plätze sieben (FT1) und acht (FT2) waren für den besten M8 GTE nicht drin.

In der GTE Am teilten der Aston Martin #98 (Lamy/Dalla Lana/Lauda; 1:39.763 Minuten) und der Proton-Porsche #88 (Cairoli/Hoshino/Roda; 1:38.989 Minuten) die Bestzeiten am Freitag unter sich auf. Wenn am Samstagvormittag (2:30 Uhr deutscher Zeit) das dritte Freie Training auf dem Programm steht, wird der Fuji Speedway die Probleme mit dem Randstein behoben haben müssen. Der Start zum Qualifying ist auf 7 Uhr MESZ angesetzt.

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