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David Coulthard versteht Kritik an W-Series nicht

Ex-Formel-1-Fahrer David Coulthard wehrt sich gegen die Kritik an der W-Series und sagt, er könne die negative Einstellung nicht nachvollziehen

(Motorsport-Total.com) - David Coulthard ist der Vorsitzende des Beratungsausschusses der W-Series. Deshalb muss sich der ehemalige Formel-1-Fahrer auch mit der Kritik an der Formelserie für Frauen auseinandersetzen. Der Schotte versteht nicht, warum die W-Series bei vielen Motorsportexperten, Fans und Fahrern so schlecht im Kurs steht.

Jamie Chadwick

Die W-Series wird von vielen Motorsportexperten kritisiert Zoom

Beim W-Series-Finale in Brands Hatch hat Coulthard die Kritiker aufgefordert, zusammen für das höhere Ziel zu arbeiten. Die Serie ist zwar vom Automobil-Weltverband (FIA) ratifiziert, wird aber nicht durch verschiedene FIA-Initiativen unterstützt, wie der FIA-Kommission für Frauen im Motorsport oder Susie Wolffs "Girls on Track and Dare to be Different".

FIA-Präsident Jean Todt, Dave Richards und ITR-Chef Gerhard Berger haben sich laut Coulthard hingegen sehr positiv zur W-Series geäußert, die viele Rennen im Programm der DTM bestritten hat. Der Schotte sagt: "Jean war in den Treffen sehr kooperativ, wenn es darum ging, Frauen im Motorsport zu unterstützen."


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Deshalb ist der Ex-Formel-1-Fahrer überrascht, dass auch viele Frauen im Motorsport nicht viel Positives über die W-Series zu sagen haben. Er erklärt: "Ich verstehe es einfach nicht, weil wir eigentlich alle am selben Strang ziehen. Wir sollten deshalb die Sache gemeinsam angehen."

Coulthard kann nicht nachvollziehen, weshalb die W-Series für Frauen in Motorsport etwas Schlechtes sein soll. Er erklärt: "Wenn sich jemand zu dieser Meinung entschieden hat, zählen Argumente manchmal einfach nicht. Dann realisieren wir, dass nicht wir, sondern sie das Problem sind." Jedoch wurden einige große Namen im Motorsport schon vom Gegenteil überzeugt, wie Claire Williams.


W-Series in Brands Hatch 2019

Die stellvertretende Teamchefin von Williams hatte anfangs Zweifel an der W-Series, wurde dann beim Saisonauftakt in Hockenheim vor Ort eines Besseren belehrt. Coulthard berichtet: "Sie hat die Talente sowie die Öffentlichkeitsarbeit gesehen und dann ihre Meinung geändert." Coulthard hofft, dass auch noch andere wichtige Motorsport-Größen nachziehen.

Die erste W-Series-Saison gewann Jamie Chadwick, die bei Williams eine Rolle in der Teamentwicklung erhalten hat. Die Britin gewann zwei Rennen und stand insgesamt fünfmal auf dem Podium. Sie schlug in der Gesamtwertung Beitske Visser und Alice Powell.

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