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WSBK Thailand: Alvaro Bautista dominiert Lauf zwei in Buriram

Mehr als zehn Sekunden Vorsprung: Alvaro Bautista setzt seine Dominanz fort - Nur 13 Fahrer sehen die Ziellinie - Sandro Cortese Siebter, Markus Reiterberger Elfter

(Motorsport-Total.com) - Ducati-Werkspilot Alvaro Bautista setzte seine Siegesserie in der Superbike-WM fort und gewann auch das zweite Rennen in Thailand (zum Ergebnis). Der Superbike-Rookie verlässt Buriram mit der Maximalpunktzahl und baute seinen Vorsprung auf 26 Punkte aus. Titelverteidiger Jonathan Rea (Kawasaki) geriet im Sonntagsrennen unter Druck von Yamaha-Pilot Alex Lowes, konnte sich aber ein weiteres Mal Platz zwei sichern. Die beiden deutschen Starter kassierten wertvolle Punkte für die WM: Sandro Cortese (GRT-Yamaha) wurde Siebter, Markus Reiterberger (BMW) kam als Elfter ins Ziel.

Alvaro Bautista

Sechs Siege bei sechs Starts: Alvaro Bautista gewann bisher alle Rennen Zoom

Erneut kühlten sich die WSBK-Piloten bis kurz vor dem Rennstart bestmöglich ab und trugen Kühlwesten, nasse Handtücher und ließen sich mit Ventilatoren Luft ins Gesicht pusten. Es war noch wärmer als am Vortag. Mehr als 35°C machten den zweiten Lauf zu einer echten Probe für Mensch und Maschine.

In der Startaufstellung standen nur 16 Fahrer. Leon Camier (Moriwaki-Honda) und Wildcard-Starter Thitipong Warokorn (Kawasaki-Thailand) waren nach dem Zwischenfall im Superpole-Rennen (zum Rennbericht) nicht fit genug für die Teilnahme an Lauf zwei. Camier schaute sich das Rennen aus der Honda-Box an.


Fotos: Superbike-WM in Buriram


Eugene Laverty (Go-Eleven-Ducati) wollte aus der Boxengasse starten. Über Nacht wurde die Ducati des Nordiren neu aufgebaut, nachdem das Motorrad durch einen Bremsdefekt mit hohem Tempo in der Streckenbegrenzung einschlug. Doch die Maschine war nicht einsatzbereit. Laverty konnte nicht wie geplant fahren. Der Startplatz der Nummer 50 blieb leer. Somit gingen nur 16 Fahrer an den Start.

Alvaro Bautista gewinnt den Start

Alvaro Bautista, Jonathan Rea und Alex Lowes sortierten sich in Reihe eins (zur Startaufstellung) ein und behaupteten sich nach dem Start auf ihren Positionen. Nach Runde eins führte Bautista mit 0,3 Sekunden Vorsprung auf Rea. Dahinter behauptete sich Lowes auf Position drei. Leon Haslam war Vierter vor Michael van der Mark. Sandro Cortese beendete die erste Runde auf Position acht, Markus Reiterberger war Elfter.

Alvaro Bautista

Superbike-Rookie Alvaro Bautista lässt Ducati jubeln Zoom

Durch einen kleinen Fehler verlor Rea in Runde zwei den Anschluss an Bautista. Die Lücke wuchs auf eine Sekunde an. Lowes setzte Rea unter Druck. Chaz Davies (Ducati) zeigte eine deutliche Steigerung und lag auf Position fünf, nachdem er das GRT-Yamaha-Duo Marco Melandri und Sandro Cortese überholte.

Hohe Ausfallquote bringt alle Fahrer in die Punkte

BMW-Pilot Tom Sykes stellte seine S1000RR in Runde drei ab. Orelac-Kawasaki-Pilot Leandro Mercado bog bereits nach der Aufwärmrunde in die Boxeneinfahrt ab. Damit waren nur noch 14 Fahrer im Rennen.

Tom Sykes

Keine Punkte für Tom Sykes: Der Ex-Champion fiel vorzeitig aus Zoom

In der Verfolgergruppe wurde hart gekämpft. Melandri drängte Ex-Teamkollege Davies ab. Dadurch verlor der Vizeweltmeister viele Positionen und reihte sich auf Position acht ein. Neben Melandri gingen auch van der Mark und Cortese vorbei. Es entwickelte sich eine fünf Fahrer starke Gruppe, in der es um Platz vier ging.

Nach einem Drittel der Renndistanz führte Bautista mit knapp drei Sekunden Vorsprung. Rea und Lowes duellierten sich um Platz zwei. Die beiden Briten wurden durch 0,2 Sekunden voneinander getrennt. In der Gruppe dahinter zog van der Mark an Haslam vorbei. Dahinter lag Melandri vor Davies und Cortese.

Chaz Davies' Anstrengungen bleiben unbelohnt

Die Ducati mit der Nummer 7 rollte noch vor der Rennhalbzeit aus. Chaz Davies wurde Opfer eines technischen Defekts und verpasste dadurch die Chance auf sein bisher bestes Saisonergebnis. Die beiden Überseerennen waren für den Waliser ein totaler Reinfall. Magere 18 Punkte sammelte der Vizeweltmeister in Australien und Thailand. Doch mit Aragon geht es Anfang April auf eine Strecke, die Davies sehr gut liegt.

Chaz Davies

Ducati-Werkspilot Chaz Davies wurde Opfer der Technik Zoom

An der Spitze baute Bautista seinen Vorsprung auf über vier Sekunden auf. Zwischen Rea und Lowes vergrößerte sich die Lücke etwas. Während Bautista tiefe 1:33er-Zeiten fuhr, kamen die Verfolger nicht über hohe 1:33er-Zeiten hinaus. Erneut erreichte die Ducati mit der Nummer 19 etwa 310 km/h, während die Maschinen der Gegner um die 10 km/h langsamer waren (warum Ducatis V4-Bike so hoch drehen darf).

Bautista kontrollierte das Rennen und fuhr schlussendlich mit zehn Sekunden Vorsprung ins Ziel. Dahinter kassierte Rea 20 Punkte für Platz zwei. Lowes komplettierte wie in Lauf eins und im Superpole-Rennen das Podium.

Van der Mark, Haslam und Melandri kämpften in der Schlussphase um Platz vier. Van der Mark entschied den Dreikampf für sich und verwies Haslam und Melandri auf die Positionen. Cortese kam mit 23 Sekunden Rückstand als Siebter ins Ziel. Markus Reiterberger hatte als Elfter 40 Sekunden Rückstand.

Maximale Punkte für Bautista und Ducati

Durch die Siege in Thailand und Australien reist Bautista mit der Maximalpunktzahl von 124 Zählern zum Europaauftakt nach Spanien (zur Gesamtwertung). Titelverteidiger Rea (98 Punkte) liegt nach sechs zweiten Plätzen in Folge bereits 26 Punkte zurück. Yamaha-Pilot Lowes (69 Punkte) ist WM-Dritter.

Alvaro Bautista, Jonathan Rea, Alex Lowes

Die Top 3 der WM: Alvaro Bautista (mitte), Jonathan Rea (links) und Alex Lowes (rechts) Zoom

Markenkollege Sandro Cortese sammelte bei seinen ersten sechs WSBK-Rennen 40 Punkte und ist aktuell WM-Siebter. Vizeweltmeister Chaz Davies (18 Punkte) findet sich nach den beiden ersten Wochenenden nur auf der elften Position wieder. BMW-Pilot Markus Reiterberger (14 Punkte) verbesserte sich in Thailand auf die 13. Position der Fahrerwertung.

Das nächste WSBK-Rennwochenende findet vom 5. bis zum 7. April in Aragon (Spanien) statt. Danach geht es ohne Pause weiter nach Assen (Holland).

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