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Nicht für die BBC-Awards nominiert: Reas Anhänger drohen mit Boykott

Nordirland steht Kopf: Jonathan Rea wird von der BBC nicht als eine der Sport-Persönlichkeit des Jahres nominiert - Jeremy McWilliams ruft zum Boykott auf

(Motorsport-Total.com) - Jonathan Rea schrieb in der abgelaufenen WSBK-Saison Geschichte und holte als erster Fahrer fünf WM-Titel. Damit zog Rea auch in dieser Statistik an WSBK-Ikone Carl Fogarty vorbei. Für die Verantwortlichen der BBC reichten Reas Leistungen dennoch nicht aus, um ihn für die alljährigen Verleihung des Awards Sport-Persönlichkeit des Jahres zu nominieren. In Nordirland hat das zu einer heftigen Debatte geführt.

Jonathan Rea

Die Nicht-Nominierung von Jonathan Rea löste in Nordirland eine Debatte aus Zoom

"Es ist eine riesige Schande", schimpft Ex-Racer Jeremy McWilliams im Gespräch mit dem 'Belfast Telegraph' und ruft zum Boykott der Veranstaltung auf. "Es hat die komplette Rennsport-Gemeinde erschüttert, dass jemand übersehen wurde, der Weltmeister ist, fünf Mal in Folge den Titel gewann und etwas erreicht hat, das noch nie zuvor ein anderer erreicht hat."

"Jonathan ist eine der größten Persönlichkeiten im UK und erst recht in Nordirland. Ich kann mir wirklich nicht erklären, wie die BBC auf diese Finalisten kam. Es sind einige dabei, bei denen ich schwer nachvollziehen kann, wieso sie Jonathan vorgezogen wurden", ärgert sich McWilliams.

Nominiert wurden neben Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton auch Dina Asher-Smith (Sprinterin) and Katarina Johnson-Thompson (Leichtathletin), Ben Stokes (Cricket-Spieler), Raheem Sterling (Fußballer) und Alun Wyn Jones (Rugby-Spieler).

Jonathan Rea, Alvaro Bautista

WSBK 2019: Jonathan Rea bezwang WSBK-Shooting-Star Alvaro Bautista Zoom

Roadracing-Legende Phillip McCallen bezeichnet die Nicht-Nominierung als "eine der größten Beleidigungen für Jonathan und den Sport im allgemeinen". McCallen holt weiter aus: "Es sollte sein Jahr sein. Er hat fünf WM-Titel gewonnen, was unwirklich erscheint und in keiner Sportart tagtäglich passiert."

"Nach Gesprächen mit anderen Motorradsportlern haben wir unser Vertrauen in diesen Award verloren", kommentiert die TT-Legende. Die BBC hat über einen Sprecher verlauten lassen, dass es "aus Sicht des Sports ein unglaubliches Jahr war". Demzufolge war die Wahl der Sportler schwierig. Weiter heißt es: "Wir haben viele Kandidaten bedacht. Eine Experten-Jury hat debattiert und schlussendlich die Liste der Nominierten abgestimmt."

Vor zwei Jahren wurde Rea für den prestigeträchtigen Award nominiert und sammelte 80.000 Stimmen. Damals landete der Superbike-Champion direkt hinter Mo Farah (Marathon-Läufer) auf der zweiten Position.

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