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Neue Regeln: Wird Jonathan Rea künstlich eingebremst?

Die WSBK-Verantwortlichen wollen einen Durchmarsch wie im Vorjahr verhindern: Behauptet sich Weltmeister Jonathan Rea trotz der Einschnitte erneut an der Spitze?

(Motorsport-Total.com) - Berechenbar und wenig spannend: Die Rennen der vergangenen Superbike-Saison hielten für die Fans nur selten aufregende Momente bereit. Lediglich die vier Werkspiloten von Kawasaki und Ducati konnten Rennen gewinnen. Weltmeister Jonathan Rea setzte sich 16 Mal gegen seine Konkurrenten durch und stellte bereits fünf Rennen vor Saisonende die Titelverteidigung sicher. Doch in der neuen Saison könnte das Feld wieder dichter zusammenrücken, denn die Verantwortlichen haben einige neue Regeln verabschiedet, die den Privatteams und den weniger erfolgreichen Herstellern helfen sollen.

Jonathan Rea

Jonathan Rea holte in den vergangenen drei Jahren die WSBK-Krone Zoom

In der Saison 2018 müssen die Hersteller eine vorgegebene Maximaldrehzahl einhalten, die sich an der Serienmaschine orientiert. Im Laufe der Saison kann diese angepasst werden, wenn ein Hersteller zu dominant ist. Zudem wurden die Preise für bestimmte Komponenten definiert. Dadurch soll den privaten Teams der Zugang zu Werksteilen erleichtert werden. Wird Weltmeister Rea durch die neuen Regeln künstlich eingebremst?

"Ehrlich gesagt denke ich nicht so, aber ich habe Gespräche mitbekommen, in denen es so eingestuft wurde. Es ist wie es ist", kommentiert Rea im Gespräch mit TV-Kommentator Gregory Haines. "Die Superbike-WM hat sich schon immer ständig weiterentwickelt - vor allem seit der Übernahme der Dorna. Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich schon so lange ein Teil der Superbike-WM bin. Ich habe viele Änderungen miterlebt. Einige davon haben funktioniert, andere nicht. Meiner Meinung nach ist es eine gute Idee, die privaten Teams näher an die Werksteams heranzuführen. Ich bin mir nicht richtig sicher, ob es funktioniert. Ich hoffe es im Sinne der Meisterschaft."

Jonathan Rea lobt die Arbeit der Dorna

Jonathan Rea

In der neuen Saison greift Jonathan Rea nach Carl Fogartys Rekord Zoom

Die Dorna leitet seit der Saison 2013 die Superbike-WM. Den Weg, den die spanische Agentur eingeschlagen hat, begrüßt nicht jeder im WSBK-Paddock. Rea sieht das anders: "Ich denke, die Meisterschaft ist in guten Händen. Hoffentlich erleben wir eine spannende Saison."

Doch was sagt der Titelverteidiger zu den neuen Regeln? "Es gibt verschiedene Änderungen. Die meiner Sicht beste Änderung ist, dass sich Privatteams jetzt Teile leisten können, die bisher außer Reichweite waren. Ein privates Kawasaki-Team kann sich ein Motorrad aufbauen, das dem von Tom Sykes und meinem sehr ähnlich ist. Mit einer ordentlichen Crew und guter Testarbeit können sie ähnlich gute Leistungen zeigen wie wir. Das ist wirklich positiv", bemerkt Rea.

Bringen die neuen Regeln alles durcheinander?

Jonathan Rea

Be den Tests im November präsentierte sich Rea in gewohnt starker Form Zoom

"Zudem gibt es Maximaldrehzahlen. Darüber wurde viel gesprochen. Jeder Hersteller hat spezielle Maximaldrehzahlen. Es war beim ersten Test etwas seltsam. Doch es ist, wie es ist. Merkwürdig finde ich, dass diese Werte im Laufe der Saison abhängig von der Performance angepasst werden können. Das müssen wir richtig verstehen", betont der Kawasaki-Pilot.

"Sie wollen die Rennen ausgeglichener machen. Ich werde vermutlich am härtesten betroffen sein, denn ich war in den vergangenen drei Jahren am erfolgreichsten. Es ist wirklich hart für mich, für Kawasaki. Wir haben sehr große Anstrengungen unternommen", erklärt Rea und hofft auf eine aufregende Rennsaison: "Im Idealfall sehen wir spannenden Rennsport."

Sollte Rea auch in der Saison 2018 den Titel einfahren, dann würde er den bisherigen Allzeitbestwert von WSBK-Legende Carl Fogarty egalisieren, der vier WM-Titel gewann. Das erste Rennwochenende findet Ende Februar auf Phillip Island (Australien) statt.

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