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BMW über die Zukunft der Superbike-WM: "Stabiles Reglement notwendig"

Mehr Nähe zu den Serien-Superbikes: BMW lobt die Zusammenarbeit mit der Dorna und befürwortet den eingeschlagenen Weg in Sachen Regelwerk

(Motorsport-Total.com) - BMW meldete sich in der Saison 2019 werksseitig in der Superbike-WM zurück. Die Münchner waren in der Vergangenheit bereits in der Serie aktiv. Damals gab es mehr technische Freiheiten und die Ausgaben waren deutlich höher. Seit der Übernahme der Dorna wurde das Reglement seriennäher und dadurch konnten die Kosten gesenkt werden. BMW befürwortet den eingeschlagen Weg der WSBK-Promoter.

Leon Haslam

Aktuell sind fünf Hersteller werksseitig in der WSBK vertreten Zoom

"Die Zusammenarbeit mit der Dorna funktioniert sehr gut", lobt BMW-Motorrad-Geschäftsführer Markus Schramm im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Natürlich gibt es immer wieder Fragen, die man diskutieren muss. Insgesamt ist die Dorna aber sehr gut aufgestellt."

"Der Austausch mit den anderen Herstellern findet auf einem ordentlichen Niveau statt. Die Ziele sind mit Blick auf das Reglement ähnlich. Es kann nur gut sein, wenn wir so weitermachen", bemerkt Schramm.

BMW-Motorradsport-Direktor Marc Bongers fügt hinzu: "Die Dorna versucht, den Zuschauern eine bessere Show zu bieten als in der Vergangenheit. Die Paddock-Show ist eine sehr positive Entwicklung."

BMW befürwortet mehr Nähe zur Serie

Beim Reglement hat BMW klare Wünsche. "Es gibt Jahr für Jahr kleine Änderungen, die wir in MSMA besprechen. Für eine stabile Zukunft der Superbike-WM ist auch ein stabiles Reglement notwendig. Vor allem ist es wichtig, dass die Superbike-WM seriennah bleibt", erklärt Bongers. "Das hat die Dorna sehr gut gemacht, als sie die Superbike-WM übernommen hat."

BMW S1000RR

BMW S1000RR: Bereits in der Serie über 200 PS stark Zoom

"Sie haben die Superbike-WM und die MotoGP klar voneinander abgegrenzt. Man möchte in der Superbike-WM die Fähigkeiten seiner Serienmaschine demonstrieren. Wenn das Reglement komplett offen ist, dann spielt das weniger eine Rolle und treibt die Kosten extrem in die Höhe. Das ist nicht unser Anspruch", stellt Bongers klar.

"Alle Teile, die wir für das Motorrad entwickeln, stellen wir unseren Kunden auch zur Verfügung. Wenn das Superbike-Reglement nicht so wäre, wie es momentan ist, dann könnten wir das nicht mehr so umsetzen", erklärt der BMW-Motorradsport-Direktor.

Einheits-ECU mittlerweile kein Thema mehr

Vor einigen Jahren wurde diskutiert, ob die Superbike-WM der MotoGP folgen und ein einheitliches Steuergerät mit einer einheitlichen Software vorschreiben sollte. BMW lehnte diesen Vorschlag stets ab. In Kombination mit der 2019er-Version der S1000RR würde eine einheitliche Elektronik zusätzliche Probleme mit sich bringen.

"Es wäre technisch ein K.O.-Kriterium, weil wir Key-Features unserer Maschine nicht verwenden können, wie Shiftcam. Natürlich würden wir einen Anteil der Synergien mit der Serie verlieren. Das müsste diskutiert werden", kommentiert Bongers. "Momentan steht es aber gar nicht zur Diskussion. Als Hersteller haben wir aber ein Wörtchen mitzureden."

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