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VW eKäfer Projekt von eClassics: Elektro-Restomod mit e-Up-Technik

Darf man alte VW Käfer auf Elektroantrieb umrüsten? Wie Technik des elektrischen VW Up nachträglich eingebaut werden kann, zeigt Volkswagen Group Components

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Es ist eine Frage, die die Oldtimer-Szene spaltet: Darf man alte Autos auf Elektroantrieb umbauen? Nun, bei Replikas dürfte das niemanden stören. Und auch bei Modellen, die in riesigen Stückzahlen gebaut werden, ist eine solche Konversion noch verschmerzbar.

Gewiss, die meisten Freunde des Altblechs wollen ja bewusst Technik und Gerüche von einst spüren. Doch im Fall des VW Käfer gibt es bereits einige Anbieter von Elektro-Umbauten, etwa Zelectric Cars in den USA oder Robert Tönnies, der Neffe des Schalke-Präsidenten, der 2017 ein entsprechendes Fahrzeug bewarb.

Und auch die Hersteller selbst steigen in das nostalgische E-Geschäft ein: Jaguar zum Beispiel bietet einen reversiblen Elektroumbau für den E-Type an. Jetzt folgt VW mit einem Käfer, der die Technik des überarbeiteten e-Up erhält.

Volkswagen Group Components zeigt gemeinsam mit Partnerfirma eClassics ein ganzheitliches Konzept zur nachträglichen Elektrifizierung historischer VW Käfer. Für die Umrüstung kommen dabei ausschließlich aufeinander abgestimmte Neuteile aus der Serienfertigung zum Einsatz.

VW hilft beim Nachrüsten eines Originalkäfers mit dem eKäfer-Projekt

VW hilft beim Nachrüsten eines Originalkäfers mit dem eKäfer-Projekt Zoom

Der E-Antrieb, das 1-Gang-Getriebe und das Batteriesystem basieren auf dem aufgefrischten VW e-up!. Der Umbau der historischen Käfer erfolgt durch den Spezialisten eClassics. Ihre Premiere feiert eine seriennahe Studie des e-Käfer auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt (12. bis 22. September 2019).

Die Komponenten bilden im e-Käfer eine antriebstechnische Allianz, bei der der Elektromotor in der Leistungsspitze 60 kW (82 PS) erreicht. Das Batteriesystem ist im Wagenboden verbaut und besteht aus bis zu 14 Modulen mit jeweils 2,6 kWh Kapazität. Zusammengenommen liefern die Module der Lithium-Ionen-Batterie einen Energiegehalt von bis zu 36,8 kWh.

Die höhere Leistung und das durch die Elektrifizierungsumfänge erhöhte Gewicht bedingen eine Anpassung und Verstärkung von Fahrwerk und Bremsen. Auffallend sind die dicken Seitenschweller. Sie verraten, dass die Batterie unter den Sitzen montiert wird. Mangels originalem Boxer im Heck wird dort ein zusätzlicher Kofferraum geschaffen.

VW hilft beim Nachrüsten eines Originalkäfers mit dem eKäfer-Projekt

VW hilft beim Nachrüsten eines Originalkäfers mit dem eKäfer-Projekt Zoom

Trotz des neuen Gesamtgewichts von (für Käfer-Verhältnisse üppigen) 1.280 Kilogramm beschleunigt der unter Strom gesetzte Käfer in nur knapp vier Sekunden auf 50 km/h und gut acht Sekunden auf 80 km/h.

Die Reichweite des bis zu 150 km/h schnellen e-Käfer beträgt über 200 Kilometer. Sollte dem e-Käfer unterwegs doch der Strom ausgehen, ermöglichen die verbauten Großserienkomponenten CCS-Schnellladen. So lässt sich in rund einer Stunde Energie für mehr als 150 weitere Kilometer im e-Käfer speichern.

Grundsätzlich ist auf Basis dieses Konzepts auch eine nachträgliche Elektrifizierung weiterer historischer Fahrzeuge möglich. Schmall: "Gemeinsam arbeiten wir bereits daran, die Plattform für den Bulli vorzubereiten. Auch der 356er Porsche ist als e-Version denkbar." Nachgedacht wird zudem über den Einsatz des Modularen E-Antriebs Baukasten (MEB). Hierbei eröffnen sich vor allem weitere Perspektiven mit Blick auf Leistung und Reichweite.

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Während die Volkswagen Group Components die Serienteile des E-Antriebs und das Batteriesystem liefert, erfolgt die eigentliche Umrüstung des Käfers bei der Partnerfirma eClassics aus Renningen bei Stuttgart. Mit von der Partie ist dort Dennis Murschel, der 2017 noch mit "Murschel Electric Cars" für den Tönnies-Käfer verantwortlich zeichnete. In die Realisierung des elektrifizierten Käfers ist viel Know-how geflossen.

Zur Bildergalerie des VW eKäfer Projekt von eClassics auf Motor1.com Deutschland (40 Fotos)

Die Volkswagen Group Components hat hierbei viel Erfahrung ihrer spezialisierten Mitarbeiter eingebracht und stand dem Unternehmen eClassics beratend zur Seite. "Es macht uns stolz, dass wir dieses Projekt gemeinsam mit Volkswagen Group Components auf die Räder gestellt haben. Und wir freuen uns, schon bald viele e-Käfer auf den Straßen zu sehen", ergänzen die beiden Geschäftsführer eClassics GmbH & Co KG, Dennis Murschel und Martin Acevedo.

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