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"Sehr, sehr unsportlich": Erste Reaktion von Benni Leuchter

Benjamin Leuchter entschuldigt sich in einem ersten Statement bei seinem Team und bezeichnet die Situation als unsportlich - Was er sagt und vor allem nicht sagt

(Motorsport-Total.com) - Die Online-Reaktionen ließen nicht lang auf sich warten. Immer wieder wurde der Zweikampf zwischen dem früheren TCR-Star Benjamin "Benni" Leuchter und der ehemalige GT3-Pilot Michele di Martino beim 55. ADAC Barbarossapreis mit Zwischenfällen im Sim-Racing auf öffentlichen Servern verglichen. Zu eindeutig sah die Szene nach einem absichtlichen Revanchefoul aus.

Titel-Bild zur News: Der kontroverse Unfall zwischen Benjamin Leuchter und Michele di Martino bei NLS8

Benjamin Leuchter fuhr bei NLS8 Michele di Martino über den Haufen Zoom

Leuchter bezog noch während des Rennens in einem ersten Interview Stellung. Darin nimmt er die Schuld auf sich, vermeidet aber - in Anbetracht eines (mittlerweile abgeschlossenen) Verfahrens bei den Sportkommissaren - von Absicht zu sprechen. Eine Entschuldigung an alle betroffenen Dritten sowie sein Team Max Kruse Racing, nicht aber an di Martino, schließt er ebenfalls mit ein.

"Ziemlich doofe Aktion. Ich möchte mich zunächst einmal bei den Teilnehmern entschuldigen, die auf meiner Wasser- und Ölspur ausgerutscht sind. Sorry, das war nicht geplant", sagt der ehemalige VW-Werksfahrer. Zu den Opfern, die auf der Kühlmittelspur ausrutschen, zählte unter anderem Stefan Aust im racing-one-Ferrari #19 (Kohlhaas/Aust/"Schell").

"Es war ein dummer Fehler", so der 35-Jährige weiter. "Wir hatten einen sehr harten Zweikampf und uns mehrfach berührt. Es ist ein sehr harter Kampf in Cup2. Wir kämpfen das ganze Jahr über sehr, sehr hart."

"Bei der letzten Berührung ist meine Spurstange rechts gebrochen. Mein Auto war nicht mehr wirklich lenkfähig und dann... Mein Auto war nicht mehr lenkfähig und hat, wie man in den Bildern sieht, gequalmt."

"Mein Auto war nicht mehr wirklich lenkfähig und dann..." Benjamin Leuchter

Warum er dann noch einmal durchbeschleunigte, verrät er, wiederum angesichts des noch laufenden Verfahrens, nicht. "Und dann haben wir uns am Ende des Tages sehr, sehr doof berührt. Es tut mir unheimlich leid. Sorry, sehr sehr unsportlich. Ich kann nur sorry an mein Team und meinen Fahrerkollegen Nico Otto sagen, dass ich ihn so doof aus dem Rennen genommen habe."

Weitreichende Folgen möglich

Leuchter rechnet fest mit einer Bestrafung: "Die [Sportkommissare] bewerten das Ganze jetzt. Natürlich wird das eine Strafe nach sich ziehen. Die ist jetzt natürlich noch nicht ausgesprochen. Wir müssen warten, was da analysiert wird. Am Ende des Tages muss ich sie akzeptieren."

Die Strafe wäre in diesem Fall noch das geringste Problem für Leuchter. Es ist angesichts der Bilder möglich, dass der Fall auch vor dem Sportgericht des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) landet. Dieser könnte Leuchter suspendieren.

"Ganz klar mein Fehler, ganz doof gelaufen. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein sehr fairer Sportsmann bin. Ich bin in der Tourenwagen-WM gefahren auf höchstem Level. Das, was da gerade passiert ist... Ich bin auch nur ein Mensch."

Die Situation ist dadurch so brisant, als dass Max Kruse Racing und KKrämer Racing, für die di Martino an den Start ging, in der Porsche Endurance Trophy Nürburgring (PETN) um den Titel kämpfen. Eigentlich war Max Kruse Racing schon fast durch, nur zwei Siege in den letzten beiden Rennen konnten KKrämer Racing vor dem Rennstart noch zum Titel verhelfen.

"Das, was da gerade passiert ist... Ich bin auch nur ein Mensch." Benjamin Leuchter

Einen haben sie nun sicher. Das Manöver kam KKrämer Racing sehr gelegen, denn vom Aus von Leuchter und Nicholas "Nico" Otto profitierten Moritz Kranz und Christopher Brück, die in diesem Rennen von Tobias Müller verstärkt wurden. Sie holten den Klassensieg und verhinderten dadurch eine vorzeitige Meisterschaftsentscheidung zu Gunsten Max Kruse Racings.

Sollte Leuchter suspendiert werden und KKrämer Racing den Finallauf gewinnen, könnte die Meisterschaft tatsächlich noch an Brück und Kranz gehen. Vom Urteil der Sportkommissare gegen Leuchter hängt also viel ab.

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