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NLS8: Nächster Phoenix-Sieg - Zils/Sandberg/Setsaas Meister

Jakub Giermaziak und Kelvin van der Linde gewinnen im Phoenix-Audi #16 den 46. DMV Münsterlandpokal - Zils/Sandberg/Setsaas fahren Meistertitel ein

(Motorsport-Total.com) - Erneuter Phoenix-Doppelsieg in der der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS): Jakub Giermaziak und Kelvin van der Linde haben im Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der Startnummer 16 am Samstag den 46. DMV Münsterlandpokal, den siebten Lauf NLS-Saison 2022, gewonnen. Für Giermaziak und die #16 war es der dritte Saisonsieg und der zweite in Folge.

Jakub Giermaziak und Kelvin van der Linde

Jakub Giermaziak und Kelvin van der Linde gewannen das "Schinkenrennen" Zoom

Und wie schon vor 14 Tagen kamen die Teamkollegen Frank Stippler und Vincent Kolb im Schwesterauto mit der Startnummer 5 auf Rang zwei ins Ziel. Rang drei ging nach einer Zeitstrafe gegen den Falken-Porsche #3 (Heinemann/Ragginger) an den Schnitzelalm-Mercedes #11 (Marchewicz/Böckmann/Heyer), für die es das erste Gesamtpodium in der NLS war.

Beim vorletzten Saisonlauf fiel auch die Entscheidung in der Meisterschaft. Sindre Setsaas, Oscar Sandberg und Daniel Zils gewannen mit dem BMW 330i das Teams Adrenalin die Klasse VT2-R+4WD und sind damit beim Saisonfinale nicht mehr von der Spitze der Meisterschaftswertung zu verdrängen. Der Rennstall von Teamchef Matthias Unger stellt damit im fünften Jahr in Folge die Gesamtsieger der NLS beziehungsweise VLN.

Adrenalin stellt zum fünften Mal in Folge die Meister

Die beiden Phoenix-Audis drückten dem Rennen über weite Strecken ihren Stempel auf. Lediglich in der etwas chaotischen Startphase hatten kurzzeitig der Falken-Porsche #3 und der Dinamic-Porsche #30 (Picariello/de Leener) in Führung gelegen.

Sindre Setsaas, Oscar Sandberg und Daniel Zils

Sindre Setsaas, Oscar Sandberg und Daniel Zils sind die NLS-Meister 2022 Zoom

Doch schon am Ende der ersten Runde legte sich das Phoenix-Duo Heinemann zurecht. Im Streckenabschnitt Tiergarten gingen Stippler und van der Linde links und rechts am Falken-Porsche vorbei. Eine Runde später kam es an derselben Stelle für Stippler dann zu einem haarigen Moment, als er bei einem Angriff auf den führenden Picariello vom Belgier aufs Gras gedrückt wurde.

Die harte Verteidigung nutzte Picariello aber nur kurzzeitig, denn auf der Grand-Prix-Strecke gingen kurz darauf Stippler und van der Linde an ihm vorbei. Der Schlüssel zum Sieg lag für die #16 im zweiten Stint, in dem van der Linde einen Vorsprung auf Kolb herausfuhr. Ein Teil des Vorsprungs ging bei der Auflösung einer Code60-Zone verloren, doch in letztlich fuhr Giermaziak mit 28,797 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie.

Falken-Strafe sorgt für erstes Schnitzelalm-Podium

Im Kampf um Platz drei kam es in der letzten Runde zu einem Showdown zwischen dem Falken-Porsche #3 und dem Schnitzelalm-Mercedes #11. Auf der Döttinger Höhe saugte sich Martin Ragginger im Windschatten an Kenneth Heyer an und ging vorbei. Allerdings erhielt der Falken-Porsche unmittelbar nach der Zieldurchfahrt eine Zeitstrafe von zehn Minuten, womit die Schnitzelalm-Mannschaft über das erste NLS-Podium jubeln durfte.

Marchewicz/Böckmann/Heyer

Die Schnitzelalm-Mannschaft fuhr zum ersten Mal auf das NLS-Podium Zoom

Der zweite Schnitzelalm-Mercedes #2 (Terting/Schreiner) wurde Vierter, vor dem Dinamic-Porsche #30 und dem Walkenhorst-BMW #34 (Krognes/Dennis). Die BMW-Mannschaft erlebte einmal mehr ein unglückliches Rennen. Nach acht Runden brach die Felge des linken Vorderrads, Krognes musste das Auto langsam an die Box steuern. Anschließend kämpfte sich das Duo aber mit starken Zeiten zurück.

Der Falken-Porsche #3 wurde letztlich auf Rang sieben gewertet. Gesamtrang acht ging an den W&S-Porsche #120 (Blickle/Jahn) aus der Klasse Cup3, der in der Startrunde zeitweilig sensationell auf Gesamtrang drei gefahren war. Mit der #123 von Mühlner (Hoppe/Salewsky/di Martino) der #107 von Mathol (Hoffmeister/Boccolacci) komplettierten zwei weitere Cup-Porsche die Top 10 der Gesamtwertung.

Früher Unfall für "Grello"

Unglücklich verlief das NLS-Comeback des Manthey-Porsche #911 (Preining/Evans). In der ersten Runde kam Preining mit dem Publikumsliebling "Grello" im Streckenabschnitt Kesselchen von der Strecke ab und schlug an der Leitplanke an. Preining konnte zunächst langsam weiterfahren und kehrte nach einem kurzen Boxenstopp wieder ins Rennen zurück.

Manthey-Porsche #911

Das NLS-Comeback des Manthey-Porsche #911 "Grello" verlief unglücklich Zoom

Doch offensichtlich hatte "Grello" beim Einschlag größeren Schaden genommen. Wenige Runde später verschwand der Porsche in der Box, wo das Fahrwerk vermessen wurde. In Folge des Ausrutschers von Preining war es zu einer Kettenreaktion gekommen, bei der der ProSport-Aston Martin #17 (Dumarey/Breuer) und der Cup-Porsche #119 (Chrzanowski/Jodexnis/Scharmach) kollidierten und ausschieden.

Der Testeinsatz der Falken-Mannschaft mit dem neuen Porsche 911 GT3 R der Baureihe 992 war früh beendet. Schon nach zwei Runden musste Klaus Bachler die #4 in der Sabine-Schmitz-Kurve abstellen. Laub hatte den Kühler verstopft, woraufhin der Motor überhitzte.

Nur 96 Autos starten ins Rennen

Auch andere Teams hatten in der Startphase des Rennens mit Laub in den Kühlern zu kämpfen. Unter anderem die beiden Walkenhorst-BMW #34 und 36, der von Position fünf gestartete True-KTM #52 und der Landgraf-Mercedes #55 mussten deshalb schon früh an die Box kommen, um die Kühler reinigen zu lassen.


Fotos: NLS 2022: 46. DMV Münsterlandpokal


Der erste Nordschleifen-Einsatz des EMA-Porsche #74 (Olsen/Cairoli) endete vorzeitig. Auf Platz drei liegend verunfallte Dennis Olsen mit dem von Manthey betreuten 911er rund 35 Minuten vor dem Rennende in der Anfahrt zur Hohen Acht. Der HRT-Mercedes #6 (Auer/Maini/Love) konnte nach dem Unfall von Lucas Auer am Ende des Qualifyings nicht zum Rennen antreten.

Insgesamt gingen beim vorletzten NLS-Lauf nur 96 Fahrzeuge an den Start. Das ist die niedrigste Teilnehmerzahl seit dem Jahr 1999, nur viermal in der Geschichte der NLS beziehungsweise VLN nahmen weniger Autos an einem Rennen teil.

Beendet wird die NLS-Saison 2022 in zwei Wochen (5. November) mit dem 46. DMV 4h-Rennen, das ursprünglich Anfang April als zweiter Saisonlauf geplant war, wegen schlechtem Wetters aber verschoben werden musste.

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