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NLS auf Weg in Krise: ILN zeigt Probleme auf und erarbeitet Lösungsansätze

Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring warnt: Die Zukunft der Langstrecken-Serie auf der Nürburgring-Nordschleife ist in Gefahr

(Motorsport-Total.com) - Sinkende Starterzahlen, steigende Kosten, Unzufriedenheit unter den Teilnehmern: Der Langstreckensport auf der Nürburgring-Nordschleife steuert in den Augen der Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring e.V. (ILN) einer schweren Krise entgegen und blickt in eine ungewisse Zukunft.

NLS-Action auf der Nürburgring-Nordschleife

Laut ILN steuert die NLS auf der Nordschleife in eine ungewisse Zukunft Zoom

Aus diesem Grund hat sich der ILN-Vorstand am Mittwoch der vergangenen Woche (19. Oktober) in Meuspath zu einem Workshop getroffen, um in Arbeitsgruppen die gravierendsten Probleme der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) zu definieren und Lösungsansätze zu erarbeiten. Die Ergebnisse werden im Rahmen des NLS-Saisonfinales 2022 am ersten November-Wochenende (5./6. November) den Organisatoren übergeben.

"Die aktuelle Situation ist wirklich ernst und das Resultat vieler Faktoren. Wir müssen jetzt mit vereinten Kräften daran arbeiten, die NLS am Leben zu halten, sonst hat sie schon bald keine Zukunft mehr", bemerkt der ILN-Vorsitzende Martin Rosorius und unterstreicht: "Unser aller Herz hängt an spannendem und bezahlbarem Motorsport auf der Nordschleife. Für einige unserer Mitglieder liefert er die Grundlage ihres Geschäftsmodells."

Qualitätsverbesserungen und stärkere Kundenorientierung

"Wie bereits in der Vergangenheit stellen wir dem Veranstalter unsere gesammelte Kompetenz zur Verfügung, um gemeinsam und kooperativ Wege aus der Krise zu finden. Dabei wollen wir die DNA der Nürburgring-Langstrecken-Serie unbedingt erhalten und zum Teil wieder herstellen", so Rosorius.

"Eine weitere Erhöhung des Nenngelds zum Beispiel darf es für die Saison 2023 nicht geben. Das hat die ILN der VLN bereits mitgeteilt", so der ILN-Vorsitzende und weiter: "An oberster Stelle müssen nun Qualitätsverbesserungen und eine stärkere Kundenorientierung stehen."

"Wenn alle Beteiligten konstruktiv an einem Strang ziehen, glaube ich fest daran, dass wir auch in Zukunft attraktiven und sicheren Motorsport auf der schönsten Rennstrecke der Welt erleben werden", sagt Rosorius.

Drei Arbeitsgruppen aus Workshop hervorgegangen

Die ILN versteht sich als Sprachrohr der Teams und Teilnehmer auf der Nordschleife. Das betrifft nicht nur die NLS, sondern auch die Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) und das 24-Stunden-Rennen.

Dem Verein gehören Akteure aus praktisch allen Bereichen des Nordschleifen-Sports an, von der Privatmannschaft aus dem Amateurbereich über Motorsport-Dienstleister mit vielen Rennfahrzeugen bis hin zu werksnahen Teams.

Sie alle gehen oftmals auch in anderen internationalen Serien an den Start und bringen entsprechend umfassende Detailkenntnisse mit. Hinzu kommen im ILN-Gefüge die Arbeitsgruppen "Fahrer" und "Sportwarte der Streckensicherung".

Im Rahmen des ILN-Workshops in der vergangenen Woche haben sich drei Arbeitsgruppen gebildet: "Technik", "Sport" und "Teams & Kosten". Die Ergebnisse werden aktuell zusammengetragen und zu einem Konzept zusammengefasst, um sie zunächst intern mit den Verantwortlichen der Veranstaltergemeinschaft Langstrecke Nürburgring (VLN) zu diskutieren. Die Kernthesen sollen danach auch öffentlich bekanntgegeben werden.

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