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  • 31.10.2007 01:13

Villeneuve: "Ich bin fertig mit der Formel 1"

Jacques Villeneuve sprach in Atlanta unter anderem über seine Eingewöhnung, warum er keine Lust mehr auf Formel 1 hat und NASCAR in Europa

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Jacques, nach Talladega ist das ist dein erster richtiger Car-of-Tomorrow-Test. Was hast du in den ersten eineinhalb Tagen alles gelernt?"
Jacques Villeneuve: "Es ist sicher ein anderes Biest, als der Truck. Es hat mehr Speed auf der Geraden, auch in den Kurven, man muss verzögern. Es ist sehr unterschiedlich und sehr schwer zu fahren. Auch die Reifen bauen sehr schnell ab. Um eine optimale Rundenzeit herauszuholen, musst du sofort hart fahren und eine Menge Dinge gleichzeitig beachten. Es ist hart, aber es macht Spaß. Wir machen Fortschritte und darum geht es."

Jacques Villeneuve

Auch Jacques Villeneuve fühlt sich in der NASCAR schon pudelwohl Zoom

Frage: "Heute hast du die Mauer gestreift. Was ist da genau passiert? Und wie haben dir die Truck-Rennen in letzter Zeit geholfen?"
Villeneuve: "Zunächst fährt sich der Truck ganz anders. Du nimmst viel mehr Gaspedal in die Kurve hinein und lupfst nur ein wenig. Langsamer auf der Geraden, schneller in der Kurve. Das hier fährt sich ganz anders und hat in den Kurven auch andere Linien. Also keine große Hilfe."#w1#

"Gestern haben wir schon mit der hohen Linie herumexperimentiert und haben dabei ein paar Mal mit dem Heck die Mauer gestreift. Das schien alles ganz okay zu sein. Heute hatten wir mehr Untersteuern. Ich bin genauso schnell wie gestern hineingefahren, aber das Auto hat nicht eingelenkt. Also habe ich die Mauer benutzt, um lenken zu können. Das war okay, denn es gab keinen großen Schaden. Aber so geht es natürlich nicht."

Lieber Rennen fahren, als Testen

Jacques Villeneuve

Jacques Villeneuve fährt lieber ein Truck-Rennen, als zum Testen zu gehen Zoom

Frage: "Wie sahst du die Rookie-Saison von Juan Pablo Montoya? Hat er dir eine hohe Meßlatte gelegt?"
Villeneuve: "Juan Pablo hat eine tolle Rookie-Saison hingelegt, ohne jegliche Stock-Car-Erfahrung. Jetzt habe ich selbst ein Auto gefahren und nun wird mir klar, wie schwer dieser Job ist, und wie gut er diesen Job erledigt hat."

Frage: "Wie steht es mit der Umstellung in punkto Zeit? 38 Rennen im Jahr und all die anderen Dinge, die von einem Cup-Piloten erwartet werden?"
Villeneuve: "Natürlich ist der Kalender sehr stressig, aber ich denke nicht, dass er schlimmer ist als das, was ich gewöhnt war. Wir sind weniger Rennen gefahren, waren dafür aber mehr Testen. Und die Überseeflüge nach Australien und all diese Dinge haben es auch sehr schwer gemacht. Ich sehe das nicht als negativ an. Und wenn du schon im Auto sitzt, dann ist es immer besser ein Rennen zu fahren, als zu testen."

Frage: "Wie siehst du die Sache mit den ganzen Dirt-Track-Racern, die zwar das Talent hätten, um in der Serie zu fahren, die aber keinen reichen Onkel oder Papa haben. Die Probleme haben einen Sponsor zu finden. Es gibt kein perfektes Verdienen eines Cockpits, aber denkst du, die NASCAR-Fans werden dir das später verübeln?"
Villeneuve: "Nicht gänzlich, denn wir haben im Rennsport ja auch schon eine Menge erreicht. In der Vergangenheit und auf den Ovalen. Es ist also keineswegs so, als würden wir plötzlich aus dem Nichts erscheinen und nur die Dollar-Zeichen im Auge haben."

Über den Bill-Davis-Kauf will Villeneuve nicht sprechen

Jacques Villeneuve

Das große Problem ist die eine schnelle Runde in der Qualifikation Zoom

Frage: "Natürlich willst du als Fahrer in diesem Sport einen Coup landen, aber warum ist es für dich wichtig, auch als Besitzer oder Teilhaber eines Teams aufzutreten?"
Villeneuve: "Ich bin in diese Sache nicht wirklich involviert. Aber ich kann mir vorstellen, dass es dir als Fahrer eine gewisse Sicherheit bringt. Doch momentan konzentriere ich mich darauf, dass wir nächstes Jahr Rennen fahren."

Frage: "Wie ist der aktuelle Status zwischen Bill Davis Racing und dir?"
Villeneuve: "Diese Dinge will ich nicht persönlich diskutieren."

Frage: "Sam Hornish hat es bislang noch nicht in ein Cup-Rennen geschafft. Wie schwer ist die psychologische Feinjustierung an die NASCAR von dort gesehen, wo du herkommst. Wo du Rennen und Titel gewonnen hast. Wie schwer ist das?"
Villeneuve: "Ich glaube, am schwersten bei diesen Autos ist es, im Qualifying-Trim auf neuen Reifen diese eine Runde zu fahren."

Wie kann man NASCAR in Europa sehen?

Jacques Villeneuve

Wie kann man in Europa Jacques Villeneuves NASCAR-Auftritte verfolgen? Zoom

Frage: "Wieviele deiner Fans werden dir in die NASCAR folgen?"
Villeneuve: "Ich denke die Fans in Europa werden das ein wenig schwierig finden, denn es ist schwer in Europa NASCAR zu sehen. Ich habe in ein paar Foren mit den Leuten gechattet und sie haben sich aufgeregt, weil sie nun nicht mehr sehen können, was vor sich geht. Klar gibt es auch eine kanadische Fan-Base und ich bin ja Kanadier. Ich habe in den USA Rennen bestritten und das Indy 500 gewonnen. Also gibt es in den USA eine Fanbasis und ich hoffe, das geht so weiter."

Frage: "Wie wirst du dich in der Off-Season auf 2008 vorbereiten?"
Villeneuve: "Das Gleiche wie immer. Wir erwarten im nächsten Monat unser zweites Kind, von daher ist das der nächste Plan. Und natürlich soviel Zeit wie möglich auf der Strecke zu verbringen."

Frage: "Viele glauben, dass wenn mehr und mehr nicht-amerikanische Fahrer in die Serie kommen, dann würde das der Serie genau so schaden, wie den IndyCars. Denn die Serie ist rein amerikanisch und ein Mangel an amerikanischen Fahrern würde nicht gut sein. Wie stehst du dazu?"
Villeneuve: "Der springende Punkt dabei ist doch, das international viel mehr verfügbar ist. Sei es auf Sponsorenebene oder bei den Fahrern. Je größer dein Pool ist, desto mehr Auswahl hast du. Du kannst dir jeden populären Sport anschauen, alle sind im Verlauf der letzten Jahre immer internationaler geworden. Das ist eine natürliche Evolution."

Keine Lust mehr auf Formel 1

Jacques Villeneuve

Der Fokus von Jacques Villeneuve liegt definitiv nicht mehr in der Formel 1 Zoom

"Das liegt auch daran, dass der Sport immer größer und besser geworden ist. Das hat die Augen derer geöffnet, die nicht in diesem Land leben. Und sie wollen das nun versuchen. Sie kommen und das öffnet wiederum die Türe für internationale Sponsoren, und so weiter und so fort."

Frage: "Eine persönliche Frage am Schluss. Angenommen du würdest in der Zukunft ein sehr attraktives Angebot aus der Formel 1 bekommen. Würdest du das machen, oder würdest du in der NASCAR bleiben?"
Villeneuve: "Ich bin fertig mit der Formel 1. Ich habe dort viele Jahre verbracht und habe alles gegeben. Ich denke nicht, dass ich zur Zeit die Energie für die Formel 1 hätte."

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