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NASCAR Watkins Glen: Kyle Larson hält aufholenden Chase Elliott auf Distanz

Fünfter Saisonsieg und zweiter auf einem Rundkurs für Hendrick-Pilot Kyle Larson, während Teamkollege Chase Elliott nach zwei Rückschlägen Zweiter wird

(Motorsport-Total.com) - Auf dem Rundkurs Watkins Glen International hat sich die NASCAR-Szene am Sonntag aus der Sommerpause zurückgemeldet. Und der Sieger des Rennens ist derjenige, der schon dem ersten Teil der Saison klar seinen Stempel aufgedrückt hatte: Kyle Larson (Hendrick-Chevrolet).

Kyle Larson

Kyle Larson zog ersten Watkins-Glen-Sieg und fünften Saisonsieg 2021 an Land Zoom

Beim Go Bowling at The Glen hatte Larson nach 90 Runden die Nase vor seinem Hendrick-Teamkollegen Chase Elliott, der nach Strafe von ganz hinten gestartet war und sich später noch weiteren Rückstand eingefangen hatte.

Larson aber war am fünften Saisonsieg und seinem zweiten auf einem Rundkurs (nach Sonoma) nicht zu hindern. Und mit diesem Sieg hat er auch die Führung in der Punktewertung übernommen, die monatelang Denny Hamlin (Gibbs-Toyota) innehatte. (Fotos: NASCAR in Watkins Glen)

Strafen vor dem Start - Keselowski geht mehrmals quer

Bevor es losging, wurden Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet) und Christopher Bell (Gibbs-Toyota) sowie ihre Crews in mehrfacher Hinsicht bestraft. Weil beide Autos bei der technischen Abnahme vor dem Rennen mehrfach durchfielen, wurden folgende Strafen verhängt: Rückversetzung ans Ende der Startaufstellung, Ausschluss der Crewchiefs Alan Gustafson und Adam Stevens vom Rennen, zehn Punkte Abzug in Fahrer- und Owner-Wertung sowie 25.000 US-Dollar Strafe.

Anhand der berechneten Startaufstellung führte Brad Keselowski (Penske-Ford) das Feld vor seinen beiden Teamkollegen Joey Logano und Ryan Blaney ins Rennen. In dieser Reihenfolge ging es durch die ersten Kurven. Blaney aber wurde noch im Verlauf der ersten Runde von Kyle Larson kassiert.

Für die zehnte Runde war die erste planmäßige Gelbphase (Competition Caution) angekündigt. Ganz so weit kam Keselowski als Spitzenreiter aber nicht. In der vorletzten Kurve vor Start/Ziel legte er direkt vor Teamkollege Logano einen Dreher hin. Eine Berührung gab es nicht.

Grund für Keselowskis Dreher waren Bremsprobleme. Er fiel vom ersten auf den sechsten Rang zurück, kam direkt an die Box, legte aber noch im ersten Rennsegment um ein Haar auch in Kurve 1 noch einen Dreher hin. Derweil erbte Logano bei Keselowskis erstem Zwischenfall die Spitze, kämpfte aber mit einer nicht einwandfrei funktionierenden Funkverbindung zu seiner Box.

Stage-Siege für Logano und Truex Jr.

Das erste Rennsegment war auf lediglich 20 Runden angesetzt. Mit diversen vorgezogenen Boxenstopps wurde die Reihenfolge im Feld ordentlich durcheinander gewirbelt. Die Spitze aber blieb bis zur ersten Stage-Flagge auf der Bahn. Larson attackierte Spitzenreiter Logano, kam aber nicht vorbei. So ging der Stage-1-Sieg an Logano, gefolgt von Larson und Denny Hamlin.

Während die Spitze die Stage-Caution zum Boxenstopp nutzte, blieben die anderen draußen. So führte Ricky Stenhouse (JTG-Chevrolet) das Feld zum Restart, wurde aber direkt in Kurve 1 von Martin Truex Jr. (Gibbs-Toyota) überholt. Weiter hinten im Feld machte es Ryan Blaney seinem Penske-Teamkollegen Keselowski nach. Auch er legte in einer der Bremszonen (Schikane) ohne Berührung einen Dreher hin.

Nach abermals 20 Runden und somit 40 der insgesamt 90 Rennrunden war das zweite Rennsegment zu Ende. Wieder kamen zahlreiche Fahrer kurz vor der Stage-Caution an die Box, die Spitze aber nicht. So holte sich Truex Jr. den Stage-Sieg. Hinter ihm kreuzte sein vom Ende des Feldes gestarteter Gibbs-Teamkollege Christopher Bell die Linie, gefolgt von Kevin Harvick (Stewart/Haas-Ford).

Dreikampf um die Spitze und Kollisionen

In der zweiten Stage-Caution blieb die Spitze noch immer draußen. So führte das Gibbs-Duo Martin Truex Jr. und Christopher Bell das Feld ins entscheidende dritte Rennsegment. Als erster der etwas frischer bereiften und mit etwas mehr Sprit im Tank fahrenden Piloten lauerte Kyle Larson an dritter Stelle. Und der Hendrick-Pilot kam noch näher, als Bell einen Angriff auf die Spitze setzte, dabei aber nicht an Truex Jr. vorbeikam, sondern sich gerade so an zweiter Stelle halten konnte.

Fortan war der Dreikampf Truex-Bell-Larson um die Führung so richtig entfacht. Und direkt beim nächsten Angriff von Larson auf Bell ging es schief. In Kurve 1 wollte der viermalige Saisonsieger innen vorbei, schaffte es aber nicht ganz und touchierte den gelben Gibbs-Toyota. Bell wurde in einen Dreher geschickt und reihte sich knapp außerhalb der Top 10 wieder ins Feld ein.

Wenig später gab es an gleicher Stelle das nächste Drama für das Penske-Team. Keselowski geriet mit seinen Bremsproblemen zum dritten Mal in diesem Rennen aus der Spur. In diesem Fall aber gab es eine Berührung und die traf ausgerechnet seinen Teamkollegen Logano. So fielen beide noch weiter zurück als ohnehin schon.

Gelb gab es weder für den einen noch für den anderen Zwischenfall. 33 Runden vor Schluss kam das Führungsduo Truex/Larson gemeinsam unter Grün zum letzten Boxenstopp. Dabei waren der Hendrick-Pilot mitsamt seiner Crew etwas flinker als die Gibbs-Truppe. So kam Larson an Truex Jr. vorbei. Die Spitze im Rennen übernahm derweil Denny Hamlin als erster derjenigen Fahrer, die während der zweiten Stage-Caution an der Box waren.

Elliott nach doppeltem Rückschlag noch Zweiter

Als wenig später auch diese Gruppe von Fahrern unter Grün zum letzten Boxenstopp kam, war die alte Reihenfolge wiederhergestellt - mit dem Unterschied, dass Larson dank des schnelleren Boxenstopps nun vor Truex Jr. lag und das Rennen damit erstmals anführte. 25 Runden vor Schluss betrug der Abstand zwischen den beiden rund eine Sekunde. Neuer Dritter zu diesem Zeitpunkt war Kyle Busch (Gibbs-Toyota), neuer Vierter der vom Ende des Feldes gestartete Hendrick-Pilot Chase Elliott.


NASCAR 2021: Watkins Glen

Die Highlights von Rennen 23 von 36 der NASCAR Cup Series 2021, dem Go Bowling at The Glen in Watkins Glen!

20 Runden vor Schluss ging Elliott an Busch vorbei und schob sich damit auf die dritte Position nach vorn. Dies war insofern bemerkenswert, da er nicht nur durch seine Rückversetzung gehandicapt war. Im Verlauf des Rennens hatte er auch noch einen außerplanmäßigen Boxenstopp unter Grün einlegen müssen, um plattgebremste Reifen wechseln zu lassen.

Und während Spitzenreiter Larson seinen Vorsprung auf Truex Jr. bis auf fünf Sekunden ausbaute, kam Elliott in Riesenschritten näher an beide heran. Zehn Runden vor Schluss hatte er das Heck des zweitplatzierten Gibbs-Toyota erreicht. Neun Runden vor Schluss ging Elliott in der Schikane an Truex Jr. vorbei und machte sich auf die Verfolgung seines führenden Hendrick-Teamkollegen Larson.

Entscheidend näher kam Elliott nicht. Vier Runden vor Schluss hatte Larson noch immer mehr als vier Sekunden Vorsprung, hatte aber auch noch vier zur Überrundung anstehende Fahrer direkt vor sich. Die spielten alle sauber mit. Und weil Elliott ebenfalls an dieser Gruppe vorbei musste, änderte sich nichts Grundlegendes mehr.

Letzten Endes brachte Larson seinen fünften Saisonsieg mit 2,4 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Elliott wurde sicherer Zweiter vor Truex Jr. auf P3. Kyle Busch auf P4, Denny Hamlin auf P5, William Byron auf P6 und Christopher Bell auf P7 sorgten dafür, dass die Top 7 ausschließlich von Hendrick- und Gibbs-Piloten belegt wurden! Die einzigen anderen Teams in den Top 10: Stewart/Haas mit Kevin Harvick und Chase Briscoe auf P8 und P9 sowie Childress mit Tyler Reddick auf P10.

Nächste Woche, nächster Rundkurs

Übrigens: Das Penske-Trio schloss nach den diversen Bremsproblemen auf P14 (Ryan Blaney), P22 (Joey Logano) und P35 (Brad Keselowski) ab. Erstmals bei einem NASCAR Cup-Rennen am Start war IndyCar-Pilot R.C. Enerson. Mit dem #15 Ware-Chevrolet kam er bei seinem Debüt im 37-köpfigen Feld auf Platz 34 ins Ziel.

Das drittletzte Rennen der Regular-Season vor Beginn der Cup-Playoffs 2021 steigt am kommenden Sonntag in Indianapolis. Zum zweiten Mal nach 2020 handelt es sich um ein gemeinsames Wochenende mit der IndyCar-Serie. Zum ersten Mal allerdings fährt dabei auch die NASCAR-Topliga auf dem Rundkurs im Infield und nicht mehr auf dem berühmten 2,5-Meilen-Oval.

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