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NASCAR: Premierensieg für Larson in Michigan

Wieder kein Sieg für Chase Elliott: Trotz einer dominanten Vorstellung holte sich jemand anders seinen Premierensieg - Kyle Larson zieht Ticket für den Chase

(Motorsport-Total.com) - Kyle Larson hat in Michigan seinen ersten Sieg im NASCAR-Sprint-Cup gefeiert. Der Ganassi-Pilot setzte sich auf dem Superspeedway in Brooklyn gegen Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet) durch, der zum zweiten Mal in Folge in aussichtsreicher Position ein Rennen in Michigan verlor. Larson ist nach Dale Jarrett (1991) erst der zweite Fahrer der NASCAR-Geschichte, der seinen Premierensieg im Sprint-Cup auf dem Zwei-Meilen-Oval eingefahren hat. (Zum Ergebnis)

Kyle Larson

Kyle Larson darf feiern: Erster Karrieresieg im NASCAR-Sprint-Cup Zoom

Das Rennen über 200 Runden lief weitestgehend ohne Zwischenfälle und Chase Elliott stellte sich als stärkste Macht heraus. Er übernahm bei einem Boxenstopp unter grün die Führung von Larson und fuhr in Richtung Sieg, als das Schicksal ihm einen Strich durch die Rechnung machte: Ein Reifenschaden bei Michael Annett (HScott-Chevrolet) komprimierte das Feld hinter dem Führungsfahrzeug, was in einen Neun-Runden-Sprint mündete. Elliott verlor die Nerven beim Restart, als seine Reifen durchdrehten, und fiel sogar zwischenzeitlich auf Rang drei zurück. Einen Platz holte er sich wieder.

Der Sieg aber war futsch und Larson sprang dankend ein, nachdem er selbst bereits schon viermal Zweiter geworden war. "Man, mir standen in den letzten Runden echt die Tränen in den Augen", sagt der 24-Jährige. "Ich hatte einfach das Gefühl, dass es heute klappen würde." Er widmete den Sieg dem jüngst verstorbenen Bryan Clauson. Es war für Ganassi Racing der erste Sieg im Sprint-Cup seit Talladega 2013. Kyle Larson ist damit auch für den Chase so gut wie sicher qualifiziert, sofern nicht noch ein Wunder geschieht und er aus den Top 30 des Gesamtklassements herausfällt.

Elliott tief enttäuscht

Elliott konnte es nicht fassen: "Schon wieder ein Reinfall hier", trauert der Hendrick-Pilot der vertanen Chance nach. "Was ich am meisten hasse, ist, dass ich meine Jungs im Stich gelassen habe." Diese befreiten ihn aus seiner misslichen Lage hinter Larson, als sie ihn vorzeitig zum Boxenstopp unter grüner Flagge reinholten. "Ihr müsst mich hier rausholen!", rief Elliott zuvor verzweifelt in den Funk, als er nicht vorbeikam. Der Plan ging auf. "Leider habe ich dann meinen Teil nicht erfüllt", sagt der 20-Jährige traurig.

Dahinter kam Brad Keselowski (Penske-Ford) mit einem Strategiekniff auf Rang drei: Er holte beim letzten Boxenstopp nur zwei frische Reifen und machte so reichlich Plätze gut. Trotz der Gelbphase holte er den Podiumsplatz. Mit Ryan Blaney (Wood-Brothers-Ford) kam ein weiterer Rookie auf Rang vier, gefolgt von Kevin Harvick (Stewart-Haas-Chevrolet), der zwischenzeitlich das Rennen angeführt hatte.


Fotos: NASCAR in Brooklyn


Gleiches gilt auch für Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet), der Sechster wurde. Ein Reifenschaden in der letzten Gelbphase ruinierte seine Chancen auf den Sieg. Die Top 10 wurden komplettiert von Carl Edwards (Gibbs-Toyota), Jamie McMurray (Ganassi-Chevrolet), Denny Hamlin (Gibbs-Toyota) und Polesetter Joey Logano (Penske-Ford), dem es an Pace für den Sieg fehlte.

Der einzige nennenswerte Zwischenfall in der ruhigen ersten Phase des Rennens trug sich in Runde 26 zu, als Kyle Busch (Gibbs-Toyota) abflog. "Habe ich euch schon mal erzählt, wie sehr ich diese Strecke hier liebe?", ätzte er in den Funk. Ein weiterer Pechvogel war Alex Bowman (Hendrick-Chevrolet), der für Dale Earnhardt jun. einsprang: Er hatte die Pace für ein Topresultat, aber ein loses Zündkabel zwang ihn frühzeitig an die Box. Der NASCAR-Sprint-Cup wird am 4. September in Darlington fortgesetzt.

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