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NASCAR Daytona: Ryan Blaney siegt unter Gelb - Playoff-Feld steht

UPDATE: Beim Finale der regulären NASCAR Cup-Saison 2021 geht Sieg nach turbulenter Schlussphase an Ryan Blaney - Buescher verliert P2 - Playoff-Feld steht

(Motorsport-Total.com) - In Daytona ist am Samstagabend das letzte Rennen der Regular-Season in der NASCAR Cup Series 2021 vor Beginn der Playoffs nach Rotphase und Verlängerung mal wieder ausgesprochen turbulent über die Bühne gegangen.

Ryan Blaney

Beim Finale der Regular-Season errang Ryan Blaney seinen dritten Saisonsieg Zoom

15 von 16 Playoff-Tickets waren schon vor dem Start zum Coke Zero Sugar 400 auf dem Ovalkurs des Daytona International Speedway fest vergeben. Um das letzte noch offene Ticket für den diesjährigen Titelkampf kämpften nicht weniger als 15 Fahrer. Nur zwei davon - Tyler Reddick und Austin Dillon - konnten es sich über die Punkte holen. Die anderen 13 mussten das Rennen gewinnen.

Letzten Endes aber ging der Sieg - unter Gelb - an einen Fahrer, der dank zweier vorheriger Saisonsiege schon sicher in den Playoffs stand: Ryan Blaney (Penske-Ford). (Fotos: NASCAR in Daytona)

Das 16. und letzte Playoff-Ticket ging nach turbulenter Schlussphase an Tyler Reddick (Childress-Chevrolet), der 15 Runden vor Schluss schon aus dem Rennen schien, dann aber mit arg ramponiertem Auto tatsächlich noch P6 belegte. Damit hat es Reddick über die Punkte in den Titelkampf geschafft. Für den zweimaligen Xfinity-Champion werden es die ersten Cup-Playoffs.


Fotostrecke: Die 16 Playoff-Teilnehmer im NASCAR Cup 2021

Neben dem letzten Playoff-Ticket wurde in Daytona auch der Titel des Champions der Regular-Season vergeben. Dieser inoffizielle Titel geht an Kyle Larson, der seinerseits über die Punkte Denny Hamlin hinter sich hielt. Der Unterschied betrug am Ende 18 Zähler. In den Playoffs stehen natürlich beide, aber diese 15 Bonuspunkte gehen an Larson.

Strafen vor dem Start: Kyle Larson rückt nach hinten

Anhand berechneter Startaufstellung hätte Kyle Larson das Rennen eigentlich vom besten Startplatz aufnehmen dürfen. Weil der #5 Hendrick-Chevrolet aber eines von gleich sechs Autos war, das bei der NASCAR-Inspektion vor dem Start durchfiel, musste er ans Ende der Startaufstellung.

Die anderen Betroffenen waren Corey LaJoie (Spire-Chevrolet), Joey Gase (Ware-Chevrolet), Kaz Grala (Kaulig-Chevrolet) sowie Michael McDowell und Anthony Alfredo (beide Front-Row-Ford). McDowell und Alfredo mussten für das Rennen zudem auf ihren jeweiligen Crewchief verzichten. Die Crewchiefs von Larson, LaJoie, Gase und Grala wurden nicht gesperrt, weil diese Autos die Inspektion im dritten Anlauf bestanden.


NASCAR 2021: Daytona II

Die Highlights von Rennen 26 von 36 der NASCAR Cup Series 2021, dem Coke Zero Sugar 400 auf dem Daytona International Speedway!

Aufgrund von Larsons Rückversetzung war es Hendrick-Teamkollege William Byron, der das Tempo beim Start vorgab. Bis zur ersten angekündigten Gelbphase - einer sogenannten Competition-Caution nach 20 Runden - war das Racing an der Spitze schon ausgesprochen lebhaft. Weil durchgehend in mehreren Spuren gefahren wurde, führten abgesehen von Byron auch Denny Hamlin (Gibbs-Toyota), Austin Dillon (Childress-Chevrolet) und Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet) das Feld an.

Stage-Siege für Chase Elliott und Joey Logano

Nach dem ersten Boxenstopp-Durchgang, der während der Competition-Caution eingelegt wurde, beruhigte sich das Geschehen ein wenig. Single-File-Racing, also das Fahren in nur einer Spur, bestimmte das Bild. Lange blieb es freilich nicht dabei. Noch vor der ersten Stage-Flagge (Runde 50) kehrte man zum Double-File-, und teilweise Three-Wide-Racing, zurück.

Den ersten Stage-Sieg des Abends holte sich Elliott knapp vor Hamlin, während in dessen Windschatten Gibbs-Teamkollege Kyle Busch kurz vor der Flagge um ein Haar abgeflogen wäre. Busch aber fing das Auto mit viel Talent wieder ein und beendete Stage 1 tatsächlich noch als Dritter.

In Stage 2 war das Racing nicht nur munter, sondern erhielt sogar noch eine zusätzliche Dimension. Denn einige im Feld wollten die 50 Runden dieses zweiten Rennsegments mit einer Tankfüllung durchfahren. Weil sie dafür Sprit sparen mussten, wurde schon mal die Führung freiwillig hergegeben. Anfangs führte Martin Truex Jr. (Gibbs-Toyota), überließ dann aber Teamkollege Christopher Bell die Führungsarbeit.

In Runde 77 aber gab es Gelb, was beim Spritsparen half. Eine Kettenreaktion in der unteren Spur hatte zur Folge, dass die schon sicher für die Playoffs qualifizierten Aric Almirola (Stewart/Haas-Ford) und Alex Bowman (Hendrick-Chevrolet) sehenswerte Synchrondreher hinlegten.

Beim Restart übernahm Joey Logano (Penske-Ford) das Kommando. Anschließend verteidigte er die Führung wacker, indem er immer wieder zwischen oberer und unterer Spur hin- und herwechselte, um der jeweils schnelleren Spur den Schwung zu nehmen. Alles ging gut und Logano fuhr den Stage-2-Sieg vor Austin Dillon und William Byron ein. Und auch in puncto Spritverbrauch ging dank der einen Gelbphase alles gut.

Stage 3: Strategien gehen auseinander

Das letzte Rennsegment war auf 60 Runden angesetzt, damit zehn Runden länger als es die ersten beiden waren und war somit nicht mit einer einzigen Tankfüllung zu bewältigen. William Byron führte aus der Box heraus, beim Restart übernahm Denny Hamlin das Zepter, wurde aber kurz darauf von Kevin Harvick (Stewart/Haas-Ford) als Spitzenreiter abgelöst.

Nach einigen munteren Runden war es dann Ross Chastain (Ganassi-Chevrolet), der die Initiative ergriff, sich in Führung setzte und diese fast durchgehend bis zum letzten Boxenstopp hielt. Eben dieser Durchgang Boxenstopps wurde ab 38 Runden vor Schluss unter Grün eingelegt. Allerdings kam nur die Ford-Fraktion.

Die von Chastain angeführte Chevrolet-Fraktion blieb ebenso deutlich länger auf der Bahn wie es für die Toyota-Fraktion galt. Erst als es 20 Runden vor Schluss einen teaminternen Crash im Hinterfeld gab, in den drei Fahrer von Rick Ware Racing (Joey Gase, Cody Ware und Garrett Smithley) verwickelt waren, kamen auch die Chevy- und Toyota-Fahrer an die Box - unter Gelb.

Crash im Mittelfeld - Tyler Reddick mittendrin, aber...

So lag die Ford-Fraktion beim Restart mit nur noch 16 Runden auf der Uhr wieder vorn. Stage-2-Sieger Joey Logano führte den Zug an. Nur eine Runde später aber ging es schief. Auf der Gegengerade gab es im Mittelfeld einen Crash mit zahlreichen Autos. In diesen wurde neben den längst sicher in den Playoffs stehenden Martin Truex Jr., Alex Bowman, William Byron, Brad Keselowski und anderen allen voran auch Tyler Reddick verwickelt.

Reddick im #8 Childress-Chevrolet war derjenige, der das 16. Playoff-Ticket über die Punkte virtuell in den Händen hielt. Davon schien er sich in diesem Moment verabschieden zu müssen. Aber das Rennen war noch nicht zu Ende. Reddicks Childress-Teamkollege Austin Dillon, der ihm punktemäßig am dichtesten auf den Fersen saß und der einzige war, der ihn ohne Rennsieg hätte abfangen können, konnte dem Crash geradeso ausweichen.

Für die im Kampf um den Rennsieg verbliebenen Fahrer ging es nach einer kurzen Rotphase weiter. Logano führte das Feld auch beim Restart mit nur noch zehn zu fahrenden Runden an. An seiner hinteren Stoßstange hatte er Penske-Teamkollege Ryan Blaney. In der Spitzengruppe lagen aber auch einige Fahrer, die sich mit dem Rennsieg das letzte Playoff-Ticket holen würden.

Einer dieser Kandidaten war Chris Buescher (Roush-Ford). Er übernahm sieben Runden vor Schluss die Führung von Logano, an dessen Penske-Ford zwei Runden später ein Reifen platzte. Das brachte erstaunlicherweise noch keine Gelbphase hervor.

Zwei späte Massencrashs - Reddick rettet letztes Playoff-Ticket

Drei Runden vor Schluss aber gab es einen "Big One", der ausgelöst wurde, nachdem Matt DiBenedetto (Wood-Ford) als einer der weiteren Playoff-Hoffnungsträger im Kampf um die Führung mit Chase Elliott kollidierte. DiBenedetto hatte mit Hamlin am Heck angegriffen, Elliott hatte geblockt. Dann brach das Chaos los. Austin Dillon aber fand auch durch dieses Chaos irgendwie einen Weg.

So ging es in die Verlängerung. Mit Buescher an der Spitze ging es in die letzten zwei Runden. Der Roush-Pilot führte die Außenbahn vor Austin Dillon an. Auf der Innenbahn lag Blaney vorne und hatte Corey LaJoie am Heck. Somit lagen beim Restart drei Hoffnungsträger auf das letzte Playoff-Ticket in den Top 4. Die innere Spur kam besser in Schwung. So ging Blaney als Spitzenreiter in die letzte Runde. Dahinter scharrten zahlreiche Hoffnungsträger mit den Hufen.

Aber auf der Gegengarde krachte es wieder. Im Rücken von Spitzenreiter Blaney wurde Kevin Harvick von Daniel Suarez (Trackhouse-Chevrolet) umgedreht, der seinerseits von Kurt Busch angeschoben wurde. Es gab erneut einen Massencrash und Gelb. Diesmal war auch Austin Dillon verwickelt, ebenso Kyle Larson. Weil aber die Weiße Flagge für die letzte Runde schon gezeigt worden war, gab es keinen zweiten Anlauf einer Verlängerung.

Ryan Blaney, der dank zweier vorheriger Saisonsiege längst sein Playoff-Ticket sicher hatte, fuhr unter Gelb als Sieger ins Ziel. Auf den Plätzen zwei bis fünf schlossen vier Fahrer ab, die sich mit dem Daytona-Sieg jeweils in die Playoffs gefahren hätten: Chris Buescher, Bubba Wallace (23XI-Toyota), Ryan Newman (Roush-Ford) und Ryan Preece (JTG-Chevrolet). Für alle vier hat es ganz knapp nicht gereicht.

Und weil Tyler Reddick trotz Verwicklung in den ersten größeren Crash tatsächlich noch Sechster wurde, hat er seinen Punktevorsprung gegenüber Childress-Teamkollege Austin Dillon über die komplette Regular-Season gebracht und sich als 16. doch noch das letzte Playoff-Ticket gesichert.

UPDATE, 07:05 Uhr MESZ: Nach dem Rennen wurde Chris Buescher der zweite Platz noch aberkannt. Grund war eine Unregelmäßigkeit an der Hinterachse seines #17 Roush-Ford. So gesehen war es sogar gut, dass er das Rennen nicht gewonnen hat und sich damit das letzte Playoff-Ticket gesichert hätte ...

Playoffs: Zehn Rennen in zehn Wochen

Die Playoffs mit den 16 Anwärtern auf den Gewinn des NASCAR-Titels 2021 beginnen am kommenden Sonntag (5. September) in Darlington. Anschließend stehen in der ersten Playoff-Stufe ("Round of 16") noch Richmond und Bristol auf dem Plan, wobei sich in Bristol vier der 16 Fahrer aus dem Kreis der Titelkandidaten verabschieden werden.

Die zweite Playoff-Stufe ("Round of 12") wird mit zwölf Titelanwärtern in Las Vegas, in Talladega und auf der Rundkurs-Oval-Kombination ("Roval") in Charlotte ausgetragen. Dort verabschieden sich abermals vier Fahrer aus dem Kreis der Titelkandidaten.

Die dritte Playoff-Stufe ("Round of 8") mit nur noch acht Titelanwärtern findet in Fort Worth, Kansas City und Martinsville statt, wobei in Martinsville zum letzten Mal eliminiert wird. Die dann nur noch vier verbleibenden Titelkandidaten machen am 7. November beim Saisonfinale in Phoenix den Titel unter sich aus.

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