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NASCAR Darlington 2: Glücklicher Abbruch-Sieg für Denny Hamlin

Glücklicher Sieg für Denny Hamlin bei vorzeitigem Abbruch des Mittwochsrennens in Darlington - Chase Elliott zeigt Kyle Busch den Stinkefinger

(Motorsport-Total.com) - Das zweite Darlington-Rennen der NASCAR Cup Series 2020 innerhalb von drei Tagen konnte aufgrund von Regen nicht über die komplette Distanz gefahren werden. Weil aber von den 228 geplanten Runden nur deren 20 fehlten und somit deutlich mehr als die Hälfte der Distanz absolviert wurde, geht das Rennen mit Abbruch in Wertung.

Denny Hamlin

Nach Abbruch bei Regen: Zweiter Saisonsieg 2020 für Denny Hamlin Zoom

Den durchaus glücklichen Sieg beim vorzeitigen Abbruch des Toyota 500 staubte Denny Hamlin (Gibbs-Toyota) ab. Der Daytona-500-Sieger fuhr lange Zeit ein unauffälliges Rennen und übernahm die Führung erst unmittelbar vor der elften Gelbphase, die aufgrund des Regens in eine Rotphase mündete und schließlich im vorzeitigen Abbruch endete.

Zwei Stage-Siege für Clint Bowyer

Die Startaufstellung wurde auf Basis des Rennergebnisses vom The Real Heroes 400 vom vergangenen Sonntag vorgenommen, wobei die Top 20 umgekehrt aufgestellt wurden. Ryan Preece (JTG-Chevrolet) startete von ganz vorn, Sonntagssieger Kevin Harvick (Stewart/Haas-Ford) von Position 20.

Im ersten Rennsegment (Stage 1) behauptete sich Clint Bowyer (Stewart/Haas-Ford) vor Martin Truex Jr. (Gibbs-Toyota) und Ryan Blaney (Penske-Ford). Stage 2 wurde ebenfalls von Bowyer gewonnen, in diesem Fall vor Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet) und Truex Jr.

Chase Elliott zeigt Kyle Busch den Stinkefinger

Im entscheidenden dritten Rennsegment legte Bowyer nach zuvor zwei Stage-Siegen dann einen Dreher hin. Grund war ein Reifenschaden. Dieser brachte ihn 35 Runden vor dem geplanten Ende an vierter Stelle liegend um die Chance auf eine Top-Platzierung, vielleicht sogar seinen ersten Sieg seit zwei Jahren. Bowyers Dreher rief die zehnte Gelbphase des Abends auf den Plan. Die letzte war es aber nicht.


NASCAR 2020: Darlington 2

Die Highlights von Rennen 6 von 36 der NASCAR Cup Series 2020, dem Toyota 500 auf dem Darlington Raceway!

Denn kurz nach dem letzten Restart gerieten Chase Elliott und Kyle Busch aneinander. Das Ganze spielte sich direkt hinter Denny Hamlin ab, der gerade seine ersten Führungsrunden des Abends verbuchte, weil ihn Crewchief Chris Gabehart in der Bowyer-Gelbphase nicht an die Box geholt hatte.

Elliott lag an dritter Stelle, als er wie Hamlin auf der Außenbahn fahrend mit viel Schwung aus Turn 4 herauskam. Er zog außen an Busch in dessen diesmal lila gehalten #18 Gibbs-Toyota vorbei. Busch aber verschätzte sich beim Wiedereinreihen in den Windschatten, schickte Elliott in einen Dreher und der endete mit Einschlag in die Boxenmauer.

In seiner ersten Reaktion nach dem Aussteigen zeigte Elliott Busch den Stinkefinger. Nach Absicht von Busch sah das Manöver allerdings nicht aus. "Ich habe einfach einen Fehler gemacht und mich verschätzt", gab der Gibbs-Pilot kurz nach dem Rennen offen zu.

Regen beschert Denny Hamlin den Sieg

Noch in der Gelbphase für den Elliott-Crash setzte der Regen ein. Das Feld wurde in die Boxengasse zitiert, während die Gelbe einer Roten Flagge wich. Nach einigen Minuten des Wartens entschieden die NASCAR-Offiziellen, es gut sein zu lassen, weil ein noch größerer Regenschauer aufzog.

So kam Kyle Busch hinter seinem siegreichen Gibbs-Teamkollegen Denny Hamlin zum zweiten Platz im Endergebnis. Sonntagssieger Kevin Harvick machte die Top 3 komplett. Die Top 5 wurden abgerundet von Brad Keselowski (Penske-Ford) und Erik Jones (Gibbs-Toyota).

Jimmie Johnson, der am Sonntag auf dem Weg zum Stage-1-Sieg gecrasht war, machte es diesmal besser. Vom 37. Startplatz losgefahren kam er auf P8 und damit in den Top 10 ins Ziel. Im Gegenzug fiel John Hunter Nemechek (Front-Row-Ford) diesmal gleich mit zwei Crashs in Stage 1 auf. Beim Rennen am Sonntag war der 22-jährige Rookie noch auf dem überzeugenden neunten Platz ins Ziel gekommen.

Nach dem Doppelschlag in Darlington mit zwei Rennen innerhalb von drei Tagen geht es weiter in Charlotte mit einem Doppelschlag nach dem gleichen Muster. Am Sonntag steigt das Coca-Cola 600 als das längste Rennen der gesamten Saison. Am Mittwoch folgt ein zweites Rennen. Wie in Darlington, so finden auch in Charlotte beide Rennen ohne Vor-Ort-Zuschauer statt.