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Kyle Busch gewinnt erstes Cup-Rennen für Toyota!

Kyle Busch schrieb in Atlanta Geschichte und gewann das erste Cup-Rennen für Toyota vor Tony Stewart und Dale Earnhardt Jr. - Brian Vickers im Red Bull 9.

(Motorsport-Total.com) - Es ist soweit: Der erste Toyota-Sieg im Sprint-Cup ist nun Geschichte. Kyle Busch profitierte von einem Motorschaden von Carl Edwards, und sicherte der Joe-Gibbs-Mannschaft ihren ersten Saisonsieg, der gleich ein Doppelsieg war. Der 22-Jährige gewann das Kobalt Tools 500 von Atlanta vor Tony Stewart und Dale Earnhardt Jr. Brian Vickers wurde im Red-Bull-Toyota starker Neunter, Juan Pablo Montoya endete auf Position 16.

Kyle Busch

Historisch: Kyle Busch gewann das erste Sprint-Cup-Rennen für Toyota Zoom

Dale Earnhardt Jr. setzte in seinem Hendrick-Chevrolet zu Beginn ein klares Zeichen bei seinem Atlanta-Heimspiel und stürmte direkt vorne weg. Bereits nach 23 von 325 Runden hatte er das hintere Ende des Feldes wieder erreicht und begann mit den ersten Überrundungen. In Earnhardts Schlepptau befanden sich Kyle Busch (Gibbs-Toyota), Carl Edwards (Roush-Ford) und sein Teamkollege Jeff Gordon.#w1#

Eine erste Debris-Caution kam in Runde 38, und wie überlegen Earnhardt Jr. auf dem ultraschnellen 1,5 Meilenoval bis dato zu Werke ging, verdeutlichte unfreiwillig Red-Bull-Pilot Brian Vickers, der als 20. den "Lucky Dog" bekam, weil er der erste Überrundete im 43 Fahrer starken Sprint-Cup-Feld war.

Nach 60 Runden bekam Earnhardts Chevrolet Impala ein etwas loses Heck, so dass Kyle Busch die Führung übernehmen konnte. Aber keiner der Piloten war zu diesem Zeitpunkt mit dem Handling seines Autos zufrieden, so dass eine zweite Gelbphase wegen Teilen auf der Strecke eine willkommene Möglichkeit für diverse Setup-Anpassungen darstellte. Doch das große Gerutsche von Atlanta sollte sich im weiteren Rennverlauf eher verschlimmern.

Die großen Teams unter sich

Start Atlanta

Jeff Gordon und Dale Earnhardt Jr. führen das Feld zum Kobalt Tools 500 Zoom

Nach 100 Runden hatten sich drei große Teams in den Top 10 platziert: Joe Gibbs mit Kyle Busch, Denny Hamlin und Tony Stewart, Hendrick mit Dale Earnhardt Jr., Jeff Gordon und Jimmie Johnson, sowie - still und heimlich - Childress-Chevrolet mit Kevin Harvick, Clint Bowyer und Jeff Burton. Carl Edwards hielt die Roush-Fahne hoch, Juan Pablo Montoya fuhr im besten Ganassi-Dodge stark auf Position 12.

Evernham-Pilot Kasey Kahne erwischte es dann gleich zweimal in Folge: Erst verpasste er den Boxeneingang, musste eine langsame Runde hinter dem Pace Car drehen und fiel so eine Runde zurück, dann drehte er sich in Turn 4, löste dadurch eine dritte Gelbphase aus, und musste nochmals einen Umlauf abgeben.

Während die bislang dominanten Autos von Kyle Busch und Dale Earnhardt Jr. zunehmend in Balance-Probleme kamen, erwiesen sich parallel dazu die Childress-Chevrolets als immer schneller werdend. Clint Bowyer entriss dem lange führenden Gibbs-Piloten nach 150 Umläufen den ersten Platz.

Jimmie Johnson erlebte in der folgenden langen Grünphase ein Déja-Vu-Erlebnis: Sein Chevrolet kam überhaupt nicht in die Gänge, während Denny Hamlin ohne Servolenkung aus den Top 5 eine komplette Runde zurückfiel, da er einen Extra-Stopp einlegen musste.

Vickers im Glück - Edwards im Pech

Kyle Busch

Kyle Busch in der Box - nach dem Ausfall von Carl Edwards war er ohne Konkurrenz Zoom

Johnson fiel aufgrund des Höllentempos an der Spitze nach knapp 200 Runden genauso aus der Führungsrunde, wie auch Juan Pablo Montoya, während Brian Vickers bereits zum zweiten Mal Glück hatte: Erneut rettete ihn eine Gelbphase und wieder bekam der Red-Bull-Pilot den "Lucky Dog", der ihn auf Position zwölf im Konzert der Spitzengruppe hielt.

Drei Gelbphasen in Folge - übrigens alle ausgelöst durch den zweiten Evernham-Dodge von Elliott Sadler - brachten Johnson genauso wieder zurück in die Führungsrunde, wie den dritten Roush-Ford von Greg Biffle. Matt Kenseth gelang dieses Kunststück bereits früher im Rennen.

Deren Teamkollege Carl Edwards ging 86 Runden vor dem Ende an Kyle Busch vorbei in Führung, dritter war Earnhardt Jr. vor Harvick, Stewart, Burton, Bowyer und Jeff Gordon. Doch Edwards sollte nicht drei Rennen in Folge gewinnen können, denn ein Motorenproblem nahm ihn nur wenig später aus dem Business.

Edwards Pech war das Glück von Kyle Busch, denn der Joe-Gibbs-Pilot war seinen Hauptkonkurrenten los geworden, und brachte schnell einen Respektabstand zwischen sich und seinen Teamkollegen Tony Stewart. 15 Runden vor dem Ende sah alles nach einem ersten Toyota-Sieg im Sprint-Cup aus, der vielleicht sogar ein Doppelsieg werden könnte.

Kyle Busch schreibt Motorsportgeschichte

Kyle Busch

Kyle Busch bejubelt in Atlanta einen historischen Toyota-Sieg Zoom

Doch Greg Biffle hatte da etwas dagegen. Er setzte Stewart unter Druck, der seinerseits von Earnhardt Jr. bedrängt wurde. Kyle Busch konnte dies jedoch egal sein, er holte den ersten Sprint-Cup-Sieg für Toyota vor seinem Teamkollegen Tony Stewart und Dale Earnhardt. Jr.

Biffle wurde mit verschlissenen Reifen als bester Roush-Ford Vierter vor Jeff Gordon, Clint Bowyer, Kevin Harvick (beide Childress-Chevrolet) und Matt Kenseth. Brian Vickers im Red-Bull-Toyota endete als starker Neunter vor dem dritten Childress-Chevrolet von Jeff Burton. Juan Pablo Montoya landete auf Platz 16, Dario Franchitti wurde mit vier Runden Rückstand 33.

Der historische Sieg von Kyle Busch sorgte natürlich dafür, dass der Joe-Gibbs-Pilot seine Gesamtführung weiter ausbauen konnte. Er liegt mit nunmehr 665 Punkten klar vor Greg Biffle (Roush-Ford; 592) und Kevin Harvick (Childress-Chevrolet; 574).

Erfreuliches ergab das Resultat aus Atlanta für das einzige NASCAR-Team unter europäischer Führung: Brian Vickers machte in der Gesamtwertung noch einmal einen Satz nach vorne und steht nun mit 491 Zählern auf Platz neun. Damit ist der Red-Bull-Pilot sicher in den Top 35, egal wie das kommende Wochenende in Bristol läuft.

Um diesen ominösen 35. Platz in der Gesamtwertung tobt derweil ein beinharter Kampf: Nach dem Bristol-Rennen zählt wieder die aktuelle Ownerwertung und zwischen Platz 32 (Dale Jarrett; Waltrip-Toyota) und Dario Franchitti (Ganassi-Dodge) auf Position 38 liegen gerade einmal 39 Punkte.

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