Isle of Man TT 2023: Hickman besiegt Dunlop im Superstock-Rennen

Nach zwei Niederlagen meldet sich Peter Hickman zurück und feiert im Superstock-Rennen seinen zehnten TT-Sieg - Michael Dunlop Zweiter - Julian Trummer 17.

(Motorsport-Total.com) - Peter Hickman hat zurückgeschlagen und Michael Dunlop im Rennen der Superstock TT besiegt. Nach zwei knappen Niederlagen gegen Dunlop dominierte Hickman mit seiner BMW und feierte seinen zehnten TT-Sieg. Er hat nun viermal hintereinander das Superstock-Rennen gewonnen.

Titel-Bild zur News: Peter Hickman

Zum vierten Mal hintereinander hat Peter Hickman die Superstock TT gewonnen Zoom

Am Dienstag mussten die Fans lange warten, bis die Strecke freigegeben werden konnte. Dichter Nebel auf der Isle of Man verzögerte den Fahrbetrieb bis in den Nachmittag hinein. Schließlich konnte doch noch gestartet werden.

In den Rennen der Klassen Supersport und Superbike TT musste sich Hickman noch Dunlop geschlagen geben. Aber in der Superstock-Klasse war der Brite unschlagbar und führte bis auf einen Sektor die kompletten drei Runden auf dem 60,75 Kilometer langen Snaefell Mountain Course an.

Nach dem Start machte zunächst Dunlop mit seiner Honda das Tempo bis Glen Helen und führte die Zwischenwertung 0,650 Sekunden vor Hickman an. Dean Harrison folgte mit seiner Kawasaki 1,6 Sekunden dahinter als Dritter.

Bis Ballaugh Bridge machte Hickman Zeit auf Dunlop gut und führte mit 2,2 Sekunden. Bis Ramsey vergrößerte sich der Vorsprung auf 3,3 Sekunden. Bei Überholmanövern büßten beide etwas Zeit ein, aber die Reihenfolge blieb gleich.

Auch nach dem Tankstopp am Ende der ersten Runde führte Hickman in der zweiten Runde bei Glen Helen 5,3 Sekunden vor Dunlop. Dann fiel die Entscheidung, denn am Ende von Runde zwei hatte Dunlop bereits 15 Sekunden verloren.

Obwohl Hickman in der letzten Runde in den Verkehr kam und andere Fahrer überholen musste, fuhr er souverän. Nach drei Runden betrug sein Vorsprung auf Dunlop 23,171 Sekunden. Hickman zelebrierte seinen ersten TT-Sieg in diesem Jahr mit einem langen Wheelie über die Ziellinie.

Dadurch wurde diese Runde "nur" mit 134.331 mph gemessen. Hickman verpasste knapp seinen eigenen Superstock-Rundenrekord von 134.403 mph. Dunlop hat nun die Chance verloren, alle Rennen in diesem Jahr zu gewinnen.

"Die Stock-Version hat die ganze Woche bisher super funktioniert", sagt Hickman, der mit der Superbike-Version der M1000RR Schwierigkeiten mit der Bremse und dem Quickshifter hatte. Er ist die Stock-Version seit vergangenem Mittwoch nicht gefahren.

"Weil sie so gut funktioniert hat", begründet Hickman. "Ich bin nur vier Runden damit gefahren und habe sie dann geparkt, damit wir uns auf das Superbike konzentrieren. Ich brauchte ein, zwei Meilen, um wieder den Rhythmus zu finden, aber das Motorrad funktionierte so gut."

"In der letzten Runde hatte ich wirklich Spaß, habe dem Publikum gewunken und einige Wheelies gemacht. Es war sehr schön dieses Polster zu haben, um zu chillen und es zu genießen, weil dieser Ort einfach fantastisch zu fahren ist."

Harrison wurde mit seiner Kawasaki so wie in den bisherigen beiden Rennen Dritter, gefolgt von Honda-Fahrer Davey Todd. James Hillier (Yamaha) komplettierte die Top 5. Sechster wurde Jamie Coward (Honda).

Conor Cummings (Honda) meldete sich als Siebter zurück, nachdem er seit vergangenem Mittwoch wegen einer Infektion nicht fahren konnte. Die Top 10 komplettierten David Johnson (Honda), Mike Browne (BMW) und Shaun Anderson (Suzuki).

John McGuinness war mit seiner Honda auf Kurs zu einem Top-8-Ergebnis, aber in der letzten Runde schied er mit technischen Problemen aus. Der Österreicher Julian Trummer (Honda) belegte den 17. Platz.

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