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Takaaki Nakagami

Japan

Porträt

(Stand Ende 2022) Mit Takaaki Nakagami ist wieder ein Japaner in der MotoGP vertreten. Dank Unterstützung von Honda fuhr er ab 2018 für das Kundenteam von Lucio Cecchinello. Zunächst begann er seine Karriere ganz klassisch mit der 125er-Meisterschaft in seiner Heimat. 2006, in seiner zweiten Saison, konnte "Taka" alle Rennen gewinnen und krönte sich zum jüngsten japanischen Champion der 125er-Klasse. Im gleichen Jahr wurde Nakagami auch in die MotoGP Akademie aufgenommen und fuhr in der spanischen 125er-Serie.

2007 blieb er in Spanien und schloss die Meisterschaft als Sechster ab. Das war seine Eintrittskarte in die Weltmeisterschaft. Nach seinem Wildcard-Debüt in Valencia 2007 absolvierte Nakagami im Jahr darauf seine erste volle Saison in der Achtelliterklasse. Dreimal kam er in die Punkteränge. 2009 besserten sich seine Ergebnisse. Mit zwei fünften Plätzen gelangen ihm erste Highlights. Obwohl er Möglichkeiten hatte in der WM zu bleiben, kehrte Nakagami Ende 2009 nach Japan zurück.

In seiner Heimat ging er in der Superstock-600-Meisterschaft an den Start und gewann gleich das erste Rennen. Mit dem Titel wurde es aber nichts. 2010 startete Nakagami mit einer Honda HP6 in der J-GP2-Klasse. Er gewann fünf von sechs Rennen und damit die Meisterschaft. Zudem gab es einen Moto2-Gaststart in Motegi, bei dem er sich allerdings verletzte. Trotzdem kehrte Nakagami für 2011 in die WM zurück und begann seine lange Zeit in der Moto2.

Zwischen 2012 und 2017 bestritt Nakagami insgesamt 104 Rennen. Schon in seiner zweiten Saison ließ er mit vier zweiten Plätzen in Folge aufhorchen. Der erste Sieg blieb ihm 2013 aber verwehrt. Schon damals gab es Gespräche, dass Honda ihn in die MotoGP holen will. Dafür musste er aber Rennen gewinnen und um die WM kämpfen. 2014 wechselte Nakagami von Italtrans ins Idemitsu-Team von Ex-Rennfahrer Tadayuki Okada.

Der Teamwechsel war aber ein Rückschritt. Obwohl Nakagami weiterhin eine Kalex fuhr, konnte er 2014 und 2015 nicht im Spitzenfeld mitmischen. 2015 gelang ihm immerhin ein Podestplatz. 2016 ging es aufwärts. In Assen konnte er überraschend seinen ersten Grand-Prix-Sieg feiern. Zwei weitere Podestplätze folgten. 2017 begann Nakagami mit Podestplätzen. Im Hintergrund wurden die Weichen für den MotoGP-Wechsel gestellt. Als der Vertrag in trockenen Tüchern war, holte er in Silverstone seinen zweiten Sieg.

In seiner ersten MotoGP-Saison 2018 fuhr Nakagami eine Vorjahres-Honda, die ein schwieriges Handling hatte. Es wurde auch ein zähes Jahr. Er wurde hinter Franco Morbidelli und Hafizh Syahrin der drittbeste Neuling. 2019 folgten einige Top-10-Ergebnisse. Die letzten drei Rennen musste Nakagami wegen einer Schulteroperation auslassen.

Auch 2020 fuhr er wieder eine Honda des Vorjahres und Nakagami konnte den Schalter umlegen. Er mischte konstant in den Top 10 mit, aber mit dem ersten Podestplatz und dem ersten Sieg klappte es nicht. In Aragon 2 eroberte er seine erste Poleposition. 2021 erhielt er die gleiche RC213V wie das Werksteam, aber Nakagami hatte konnte nicht an seine Performance anknüpfen und wurde nur WM-15.

Honda baute für 2022 ein neues Motorrad, aber es blieb schwierig. Zwei siebte Plätze waren Nakagamis beste Ergebnisse. Er hatte aber auch einige Ausfälle. In Aragon war er in der Startrunde in einen Unfall verwickelt, bei dem er sich den Ring- und kleinen Finger der rechten Hand verletzte. Er musste dreimal operiert werden und verpasste drei Rennen. Sein Vertrag wurde um eine weitere Saison verlängert.