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Miguel Oliveira

Miguel Oliveira
Portugal

Porträt

(Stand: Ende 2020) Miguel Oliveira ist der große Motorradstar Portugals. Er war der erste Fahrer dieses Landes, der Vollzeit in der Weltmeisterschaft an den Start ging und es bis in die MotoGP geschafft hat. Auf dem Weg nach oben wurde Oliveira über einige Stationen von der österreichischen Marke KTM unterstützt. Er fuhr im Red Bull Rookies-Cup, in der Moto3, in der Moto2 und in der MotoGP für KTM.

Das Talent für den Zweiradsport wurde Oliveira in die Wiege gelegt, denn schon sein Vater fuhr Motorradrennen. Mit vier Jahren saß Oliveira auf dem ersten Quad, es folgten mit neun Jahren die ersten Pocketbike-Rennen. Sein erster größerer Erfolg war der Gewinn der portugiesischen MiniGP-Meisterschaft. 2009 und 2010 ging er in der spanischen 125er-Meisterschaft an den Start. Im zweiten Jahr unterlag er nur knapp Maverick Vinales im Titelkampf.

2011 stieg Oliveira in die 125er-Weltmeisterschaft ein. Höhepunkt war Rang sieben beim Heimrennen in Estoril. Die Saison konnte Oliveira aber nicht beenden, da sein Team in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. 2012 saß er in der neuen Moto3-Klasse auf einer Suter-Honda des Topteams Estrella Galicia von Emilio Alzamora. In Barcelona gelang ihm mit Rang drei der erste Podestplatz. Es folgten weitere solide Ergebnisse in den Punkterängen.

Für 2013 wechselte Oliveira dann zu Mahindra. Er war regelmäßig in den Top 10 zu finden und schaffte in Malaysia den Sprung auf das Podest. Es wurde WM-Rang sechs. 2014 blieb er bei Mahindra, aber es gab keine Fortschritte. Ein Podestplatz war die beste Ausbeute. In der WM fiel Oliveira auf Rang zehn zurück. Trotzdem war er damit der beste Mahindra-Fahrer. Dann wurde eine entscheidende Weiche gestellt. Für 2015 wechselte der Portugiese ins KTM-Team von Aki Ajo.

Nach schwierigen ersten Rennen gewann Oliveira in Mugello seinen ersten Grand Prix. Es war der erste Sieg überhaupt für einen Portugiesen. Auch in Assen stand er ganz oben, aber dann verletzte er sich und musste den Sachsenring auslassen. Dann folgten wegen der Verletzung drei schwierige Rennen. Sechs Rennen vor Saisonende hatte Oliveira 110 Punkte Rückstand auf Danny Kent. Oliveira startete aber eine starke Aufholjagd.

Er gewann vier der letzten sechs Rennen. Bei den anderen beiden wurde er Zweiter. Schließlich verpasste er den WM-Titel um sechs Punkte. 2016 erfolgte der Aufstieg mit Leopard-Racing in die Moto2-Klasse. Es wurde ein schwieriges Jahr ohne Highlights. In Aragon wurde er von Franco Morbidelli abgeschossen und brach sich ein Schlüsselbein. Vier Rennen musste Oliveira deswegen auslassen. Erst beim Saisonfinale war er wieder dabei.

2017 wechselte er zum neuen Moto2-Team von KTM. Das Projekt war sofort konkurrenzfähig. Oliveira stand regelmäßig auf dem Podest und gewann in Australien erstmals in der mittleren Klasse. Das war auch der erste Moto2-Sieg von KTM. Oliveira gewann danach auch die nächsten beiden Rennen und beendete die Saison als WM-Dritter.

2018 zählte er zum Kreis der Titelfavoriten. Oliveira beendete auch alle 18 Rennen in den Punkterängen und mit einer Ausnahme in den Top 10. Zwölf Podestplätze, davon drei Siege, reichten aber nicht gegen Francesco Bagnaia. Oliveira wurde Vizeweltmeister.

2019 erfolgte der MotoGP-Aufstieg. Oliveira fuhr für das KTM-Partnerteam Tech 3. Es wurde eine schwierige Saison. Highlight war Platz acht beim KTM-Heimrennen in Spielberg. Wegen einer Schulterverletzung musste Oliveira die Saison vorzeitig beenden.

KTM machte beim Motorrad für 2020 einen deutlichen Fortschritt. Nachdem Brad Binder in Brünn gewinnen konnte, legte Oliveira in Spielberg 2 nach und siegte beim Heimrennen der österreichischen Marke. Das absolute Highlight von Oliveira war das Saisonfinale in Portugal. Er dominierte in Portimao und feierte einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Ab 2021 geht er im KTM-Werksteam an den Start.

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