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Trackday in Spielberg: Rossi und Co. durften nicht nach Österreich einreisen

YART wollte einigen namhaften Yamaha-Fahrern einen Trackday auf dem Red-Bull-Ring ermöglichen - Die Einreisebestimmungen machten das aber unmöglich

(Motorsport-Total.com) - Die schrittweisen Lockerungen der Corona-Krise machen auf verschiedenen Rennstrecken in Europa wieder Trackdays unter strengen Auflagen möglich. So auch auf dem Red-Bull-Ring in Österreich. Am 14. und 15. Mai fand der erste Trackday für Motorradfahrer statt. Organisiert wurde das von Jürgen Reich (Fahrtechnik.cc). Mit dabei war auch YART-Yamaha.

Valentino Rossi

Von Italien nach Österreich zu reisen, ist derzeit nur sehr schwer möglich Zoom

In Spielberg befanden sich 120 Leute, die in Gruppen zu je 40 Personen eingeteilt wurden. "Jonas Folger und Marcel Schrötter waren da", sagt YART-Chef Mandy Kainz im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Die Einreise von Deutschland nach Österreich war relativ problemlos. Es hätten aber auch sehr namhafte Yamaha-Fahrer in Spielberg dabei sein können.

"In letzter Sekunde ist es dann leider aufgrund von Einreisebestimmungen nicht zustande gekommen", bedauert Kainz. Darunter wären auch die Yamaha-Fahrer Valentino Rossi, Franco Morbidelli und Michael van der Mark gewesen. "Leider hat es nicht funktioniert, weil wir Einreisebestimmungen haben, die auch mit bekannten Namen nicht auszuhebeln sind."

Reisebeschränkungen verhindern den Plan

Kainz urgierte auch bei den zuständigen Ministerien in Österreich, aber erfolglos. "Ich habe versucht, höhere Politiker zu bitten, denn sie sind die einzigen, die eine Ausnahmegenehmigung erteilen hätten können. Ich habe aber leider keine Antwort erhalten. Deswegen ist der Plan, dass einige bekannte Rennfahrer den Red-Bull-Ring zum Training nutzen könnten, nicht aufgegangen."

"Vale hat auch nicht in Misano testen dürfen, weil es Beschränkungen zwischen den Regionen gibt. Er hätte maximal in den Flieger steigen können, aber es gibt für gewisse Länder ein Landeverbot. Deswegen hat es nicht funktioniert", so Kainz, der bedauert: "Eine tolle Gelegenheit ist leider vorbeigegangen."

Die YART GmbH mit Sitz in Heimschuh in der Steiermark ist seit Jahren erfolgreich in der Langstrecken-WM für Motorräder unterwegs. Im Jahr 2009 wurde das österreichische Team EWC-Weltmeister. Die Kontakte zu Yamaha und den anderen Rennteams der japanischen Marke sind sehr eng.

"Wir sind ein offizielles Werksteam", sagt Kainz. "Die Yamaha-Familie ist recht klein, man kennt sich. Es liegt auf der Hand, dass man uns fragt, wenn wir hier am Red-Bull-Ring sind. Wir arbeiten auch eng mit dem Petronas-Team zusammen und haben für sie den Langstreckeneinsatz in Sepang organisiert. Wir sind permanent in Kontakt."

Erster Trackday in Misano, aber ohne Rossi

Aber nicht nur in Spielberg gaben in diesen Tagen Motorradfahrer mit Superbikes Gas. In Misano waren Michele Pirro, Enea Bastianini, Nicolo Bulega, Matteo Ferrari und einige weitere Italiener unterwegs. Die Strecke wurde vor dem Lockdown neu asphaltiert. Zum ersten Mal war der Kurs wieder befahrbar.

Obwohl Rossi in der Nähe der Misano-Strecke wohnt, durfte er dort noch nicht fahren. Der Kurs befindet sich nämlich in der Provinz Rimini, während sich Tavullia in der Provinz Pesaro und Urbino befindet. Fahrten in andere Provinzen sind in Italien derzeit nur in Ausnahmefällen erlaubt. Auf seiner MotoRanch konnte Rossi bereits fahren.

Gute Neuigkeiten gab es dieser Tage auch für die in Andorra beheimateten MotoGP-Fahrer. Der Andorra-Circuit, eine relativ kleine Supermoto-Anlage, konnte wieder geöffnet werden. Alex Rins und Tito Rabat zählten zu den ersten Fahrern, die dort nach wochenlanger Pause die ersten Runden drehten.

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