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Sicherheit in der MotoGP: "Wir müssen alles Menschenmögliche dafür tun"

In den vergangenen Jahrzehnten ist die MotoGP immer sicherer geworden, auch dank des Fahrer-Feedbacks, wie Valentino Rossi weiß - Er appelliert daran weiterzumachen

(Motorsport-Total.com) - Wenn die MotoGP-Piloten mit bis zu 350 km/h über den Asphalt donnern, riskieren sie ihr Leben. Deshalb steht die Entwicklung der Sicherheit zum Glück nie still. Bis heute sind auf mehreren Ebenen große Fortschritte erzielt worden, wie Yamaha-Pilot Valentino Rossi im Gespräch mit 'MotoGP.com' erkennt.

Jack Miller

Heutzutage gehen Stürze wie dieser von Jack Miller zum Glück meist glimpflich aus Zoom

"Ich denke, wir haben über die Jahre gemeinsam mit der Sicherheitskommission seit 2003 sehr hart an diesem Thema gearbeitet. Vor allem ist es gelungen, die Sicherheit auf den Strecken selbst zu erhöhen. Gleiches gilt für die Ausrüstung. Mittlerweile sind viele Schutzmaßnahmen verpflichtend, wie zum Beispiel der Airbag oder der Brustprotektor."

So wurde zu Beginn der Saison 2018 eine Pflicht für Airbags in den Rennkombis über alle Klassen hinweg beschlossen. Zudem merkt Rossi an: "Die Qualität der Helme ist besser geworden, auch die der Stiefel, wenn man es mit den 1990er Jahren vergleicht. Aber aus meiner Sicht können wir den größten Unterschied auf den Strecken machen."

"Wir arbeiten daran, überall mehr Auslaufzonen zu haben, egal von welcher Strecke wir sprechen. Es wird viel Geld dafür ausgegeben, aber es ist auch enorm wichtig. Denn dies ist noch immer ein sehr gefährlicher Sport. Es wäre also dumm, nicht alles Menschenmögliche für die Sicherheit zu tun", ergänzt der MotoGP-Routinier.


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Auch wenn es um die Bedingungen vor Ort geht, nimmt die Rennleitung das Feedback der Fahrer und deren Sicherheitsbedenken sehr ernst. So wurde 2019 das Qualifying am Samstag auf Phillip Island wegen zu starker Windböen abgesagt. Der Rennen in Brünn wurde wegen eines Regenschauers kurz vor dem Start nach hinten verschoben.

Zudem stehen Gefahrenpunkte auf bestimmten Strecken immer wieder zur Disposition. Nach dem Vierfach-Sturz in Barcelona flammte Kritik an Kurve 10 und der Ruf nach einer Rückkehr zum alten Streckenlayout auf. In Mugello wurde nach dem neuen Temporekord von Andrea Dovizioso über das Design der langen Geraden diskutiert.

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