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Rossi schießt sich auf 2020er-Yamaha ein: "Ich will weitermachen, aber ..."

Valentino Rossi bekräftigt nach zwei von drei Testtagen in Sepang, worauf es ihm 2020 ankommt und er setzt große Hoffnungen in die Arbeit von Jorge Lorenzo

(Motorsport-Total.com) - Das Yamaha-Werksteam hat am Samstag, dem zweiten von drei Tagen beim MotoGP-Vorsaisontest 2020 in Sepang, seine intensive Testarbeit fortgesetzt. Nachdem man am Freitag wie alle Teams eine längere Unterbrechung aufgrund von Regen hatte in Kauf nehmen müssen, konnten am Samstag deutlich mehr Runden abgespult werden.

Valentino Rossi

Valentino Rossi erkennt beim Sepang-Test positive Ansätze, wartet aber noch ab Zoom

Im Tagesklassement reihten sich Maverick Vinales und Valentino Rossi wie schon tags zuvor auf P6 und auf P10 ein. Den Rückstand auf die Spitze aber konnten beide verkürzen. Vinales, der 69 Runden drehte, fehlten 0,321 Sekunden. Rossi, der es auf 60 Runden brachte, lag 0,544 Sekunden zurück.

Die Spitze wurde wie schon am Freitag wieder von Petronas-Yamaha-Pilot Fabio Quartararo gebildet. Der aber war am Samstag erstmals mit der 2020er-Yamaha unterwegs, die auch von Vinales und Rossi bewegt wird. Seine Freitagsbestzeit hatte Quartararo noch mit der 2019er erzielt. Optisch unterscheiden lassen sich die beiden Yamaha-Modelle am Lufteinlass an der Front. Bei der 2020er M1 ist der Einlass nahezu quadratisch, bei der 2019er deutlich breiter.

Rossi: "Das Wichtigste sind die Ergebnisse"

Während Quartararo mit beiden Yamaha-Modellen die 1:59er-Marke knackte, geht es für Rossi zunächst darum, die Vor- und Nachteile des 2020er-Bikes abzuwägen. Zudem ist das Kennenlernen der Arbeitsweise seines neuen Crewchiefs David Munoz einer von Rossis Hauptpunkten auf der Agenda des Sepang-Tests. All diese Erkenntnisse werden letztlich in die Entscheidung einfließen, ob Rossi seine MotoGP-Karriere über 2020 hinaus fortsetzen wird.


Fotos: MotoGP-Wintertest 2020 in Sepang


"Das Wichtigste für mich sind die Ergebnisse. Ich muss in der ersten Saisonhälfte verstehen, ob ich nach wie vor konkurrenzfähig bin", bekennt Rossi und sieht nach zwei Testtagen erste positive Ansätze: "Es sieht so aus, dass Yamaha hart gearbeitet hat, um das Bike zu verbessern. Wir haben aber auch etwas am Bike verändert. Auch mein Crewchief ist neu. Alles im allem müssen wir stärker sein als voriges Jahr. Ich will weitermachen, aber das werde ich nur tun, wenn ich konkurrenzfähig bin."

Abgesehen von den Hausaufgaben, die bei Yamaha im Winter erledigt wurden, stimmt Rossi auch der neue Hinterreifen von Michelin zuversichtlich - allerdings mit einer Einschränkung. "Die Reifen sind besser geworden. Das ist gut. Aber leider sind die Reifen für alle bestimmt", lacht der Italiener und schlussfolgert: "Das heißt, wir haben einen Schritt gemacht, den die anderen aber auch gemacht haben."

Vinales happy - Lorenzo bekommt Lob von Rossi

Teamkollege Vinales war am Samstag wie schon am Freitag rund zwei Zehntelsekunden schneller als Rossi. Genau wie der Italiener, so konzentrierte sich auch der Spanier auf Set-up-Arbeiten mit der 2020er-Yamaha: "Ich bin zufrieden, denn ich hatte ein gutes Gefühl auf dem Motorrad und mein Rhythmus scheint sehr konkurrenzfähig zu sein."

"Am Nachmittag", so Vinales weiter, "sind uns ein paar Verbesserungen gelungen, die recht wichtig waren. Wir lernen Tag für Tag dazu und sind stetig besser vorbereitet für das [erste] Rennen in Katar." Auf die Testbestzeit in Sepang hat es der Spanier aber nicht zwingend abgesehen.

Apropos Spanier: Am Sonntag, dem letzten der drei Testtage in Sepang, soll auch der zu Yamaha zurückgekehrte Jorge Lorenzo wieder mit ins Testgeschehen eingreifen.

Jorge Lorenzo

Yamaha-Rückkehrer Jorge Lorenzo wird von Rossi gelobt und ist gefordert Zoom

Der in der Saison 2019 bei Honda so arg gebeutelte Ex-Weltmeister gab vor wenigen Tagen beim Shakedown-Test sein Comeback auf der Yamaha M1 und äußerste sich erleichtert. Lorenzo hat für 2020 Jonas Folger in der Rolle des offiziellen Yamaha-Testfahrers abgelöst.

Rossi, der sich stark für Lorenzos Rückkehr zu Yamaha eingesetzt hat, setzt große Hoffnungen in dessen Testarbeit: "Wir sprechen derzeit häufig miteinander und arbeiten zusammen. Er sagt jede Menge interessante Dinge über das Bike. Es ist sehr wichtig, dass er morgen fährt, denn ich habe das Gefühl, dass er uns helfen kann, das Bike zu verbessern."

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