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Rivola zum Aprilia-Fahrerzwist: "Es war ein Haufen Mist, aber..."

Nach der Teampräsentation von Aprilia in Katar flogen zwischen Aleix Espargaro und Andrea Iannone die Fetzen - Bei uns äußert sich Rennchef Massimo Rivola exklusiv

(Motorsport-Total.com) - Eigentlich hatte Aprilia in der MotoGP-Vorsaison andere Sorgen als einen Streit zwischen seinen Fahrern Andrea Iannone und Aleix Espargaro. Schließlich schwebte über dem damals noch sicher geglaubten Auftakt in Katar die Frage, ob Iannone starten können oder wegen Dopings weiter gesperrt bleiben würde.

Andrea Iannone, Aleix Espargaro

Zwischen Andrea Iannone und Aleix Espargaro herrschte dicke Luft Zoom

Bei der Teampräsentation einen Tag vor dem letzten Test in Katar sorgte der Italiener mit einer unbedarften Äußerung über die Entwicklung der RS-GP für Frust bei Espargaro. Dieser sah es als Respektlosigkeit an, dass Iannone die Fortschritte am Bike für sich verbuchte und kündigte ihm die Freundschaft auf.

"Es war ein Haufen Mist", sagt Aprilia-Rennchef Massimo Rivola zum Streit, zeigt sich aber auch erleichtert: "Ich bin einfach glücklich, wenn diese Dinge herauskommen, denn ich glaube, wenn er sein Visier schließt und auf die Strecke geht, ist er motiviert, noch mehr Gas zu geben, um zu beweisen, dass er stärker ist."

Dopingsperre von Iannone erwischte Aprilia eiskalt

"Das ist ein weiterer Grund, warum ich hoffe, dass Andrea so bald wie möglich zurückkommt, denn es ist ein großer Ansporn für Aleix. Ich bin sehr zufrieden mit den Fahrern, die wir haben", stellt Rivola im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' klar. Ob und wann Iannone wieder fahren kann, ist jedoch unklar.

Anfang des Monats verhängte das Disziplinargericht der FIM eine 18-monatige Sperre über den Italiener, die rückwirkend ab dem 17. Dezember 2019 gilt, dem Tag, an dem er wegen einer positiven Dopingprobe vorläufig suspendiert wurde. Darin waren Rückstände eines anabolen Steroids entdeckt worden.


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Aprilia glaubt jedoch an Iannones Unschuld, der womöglich kontaminiertes Fleisch zu sich genommen hat. Gemeinsam kämpft man vor dem Sportgerichthof CAS für eine Aufhebung der Sperre. Je nachdem, welchen Erfolg das hängt, will Aprilia über eine Vertragsverlängerung mit Iannone nachdenken.

Aprilia-Rennchef sieht Fahrermarkt vor Herausforderung

"Ich denke, wir sollten darüber reden, nachdem wir das CAS-Urteil haben, was hoffentlich so bald wie möglich sein wird. Dann wird es gut sein, sich an einen Tisch zu setzen und darüber zu sprechen", sagt Rivola. "Ich denke, das Szenario wird ein anderes sein also sonst, aber wahrscheinlich gilt das für alle Fahrer."

Denn wegen Corona konnte in dieser Saison noch kein MotoGP-Rennen stattfinden. Entsprechend schwierig gestaltet sich der Fahrermarkt. "Diejenigen, die bereits ihre Verträge für das nächste Jahr unterschrieben haben, haben Glück", meint Rivola. Alle anderen müssten ihre Ansprüche anpassen - Teams wie Fahrer.

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