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"Ein großer Sprung": Nakagami nach Testbestzeit von 2018er-Honda begeistert

Takaaki Nakagami schwärmt vom Material, das er für seine zweite MotoGP-Saison bei LCR-Honda zur Verfügung hat, will Bestzeit beim Jerez-Test aber nicht überbewerten

(Motorsport-Total.com) - Takaaki Nakagami war beim abschließenden MotoGP-Test 2018 in Jerez die - wenn auch mit Vorsicht zu genießende - Überraschung der zwei Tage. Am ersten Tag schloss der Japaner in Diensten von LCR-Honda auf Platz drei der Zeitenliste ab. Am zweiten Tag fuhr er nicht nur Tagesbestzeit, sondern sogar absolute Testbestzeit.

Takaaki Nakagami

Takaaki Nakagami hat für die Saison 2019 die 2018er-Honda zur Verfügung Zoom

Doch nicht nur hinsichtlich der Rundenzeiten hat sich der Ausflug nach Jerez für Nakagami, der 2018 seine Rookie-Saison in der Königsklasse absolvierte, gelohnt. Mit 133 zurückgelegten Runden zählte der Japaner auch zu den fleißigsten Piloten der zwei Tage. Diese 133 Runden fuhr er mit der 2018er-Honda, die im Saisonverlauf stets seinem LCR-Teamkollegen Cal Crutchlow vorbehalten war. Nakagami selbst bestritt die 19 Saisonrennen mit einer 2017er-Honda und erkennt signifikante Unterschiede zwischen den beiden Maschinen.

"Es fällt mir schwer, den Unterschied in Prozent auszudrücken, aber es ist schon ein großer Sprung", sagt Nakagami und präzisiert: "Insbesondere das Herausbeschleunigen aus den Kurven klappt mit dem 2018er-Bike deutlich besser. Ab dem Scheitelpunkt der Kurve bietet es einfach mehr Grip."

Takaaki Nakagami

Ab dem Scheitelpunkt der Kurve gefällt Nakagami die 2018er-Honda richtig gut Zoom

"Das Fahrwerk ist das gleiche", bemerkt der Japaner beim Vergleich seiner bislang gewohnten RC213V der 2017er-Spezifikation mit jener des Jahrgangs 2018. Beim Motor aber werden die Unterschiede deutlich, wie er betont: "Die Leistungsentfaltung im oberen Drehzahlbereich ist [beim 2018er-Bike] besser. Das wirkt sich auf den Topspeed aus. Im unteren Drehzahlbereich ist der Motor sanfter und das hat zur Folge, dass mit gebrauchten Reifen konstantere Rundenzeiten möglich sind."

Seine Testbestzeit will Nakagami aber nicht überbewerten, sondern stellt stattdessen die erledigte Arbeit in den Vordergrund: "Ich bin natürlich sehr glücklich, die Saison so zu beenden. Ich hätte nicht damit gerechnet, der Schnellste zu sein. Die Rundenzeit war aber schon richtig gut. Trotzdem gibt es noch viel zu tun. Wir haben uns an beiden Tagen darauf konzentriert, den Grip am Hinterrad zu verbessern und sind dabei ein bisschen weitergekommen. Die Abstimmung des Bikes und damit auch das Gefühl beim Fahrern werden stetig besser."

Die 2018er-Honda wird Nakagami in der Saison 2019 fahren, während Teamkollege Crutchlow dann auf das aktuelle 2019er-Bike zurückgreifen darf - wenn auch mit geringfügigen Einbußen im Vergleich zum Werksteam. "Wir sind nicht das Repsol-Team. Uns ist bewusst, dass es ein Limit gibt und dass das Repsol-Team immer Vorrang hat, wenn es neue Teile gibt. Aber wenn Cal und ich in den Rennen überzeugen können, geht es vielleicht ein bisschen schneller, dass wir diese Teile auch bekommen", so Nakagami.

Takaaki Nakagami

Nakagami steht vor seiner zweiten Saison in der Königsklasse Zoom

Seiner zweiten MotoGP-Saison blickt der Japaner so oder so mit jeder Menge Optimismus entgegen: "Ich weiß, dass Cal, Marc [Marquez] und [Jorge] Lorenzo mit 2019er-Bikes fahren und ich mit dem 2018er. Der Unterschied zwischen dem 2018er und dem 2019er sollte deutlich kleiner sein als zwischen dem 2017er und dem 2018er. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt."

Seit dem Beginn der Wintertestfahrten in Vorbereitung auf 2019 ist für Nakagami aber nicht nur das Material, sondern auch der Crewchief neu. Während sein bisheriger Crewchief Ramon Aurin zu Honda-Neuzugang Jorge Lorenzo ins Werksteam übergewechselt ist, arbeitet der Japaner in seiner zweiten Saison in der Königsklasse mit Giacomo Guidotti, dem bisherigen Crewchief des zurückgetretenen Dani Pedrosa, zusammen.

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