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  • 22.08.2018 · 07:10

  • von Gerald Dirnbeck & David Gruz

Petrucci über MotoGP in Mexiko: "Dachte, es wäre Monza"

Schon 2019 könnte die MotoGP in Mexiko gastieren - Die Sicherheit der Strecke ist ein großes Fragezeichen - Nicht alle Fahrer sind von diesem Rennen überzeugt

(Motorsport-Total.com) - Die MotoGP könnte 2019 zum ersten Mal in Mexiko ein Rennen austragen. Den Fahrern wurden im Rahmen des Grand Prix von Tschechien die ersten Pläne dafür gezeigt. "Als sie uns in der Sicherheitskommission die Streckenkarte gezeigt haben, dachte ich, es sei Monza", berichtet Danilo Petrucci lachend. "Aber als ich dann genauer hinsah, bemerkte ich, dass diese Formel-1-Strecke etwas anders ist." Es handelt sich dabei um das Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexiko Stadt. 2015 kehrte die Formel 1 dorthin zurück.

Danilo Petrucci

Danilo Petrucci dachte im ersten Moment, die MotoGP soll in Monza fahren Zoom

In einer ersten Reaktion äußerte sich Valentino Rossi kritisch. Seiner Meinung nach müsste einiges an der Strecke verändert werden, damit die Sicherheit für die Motorradrennfahrer den Standards entspricht. "Es gibt das Versprechen, dass sie die Mauern versetzen", meint Petrucci. Die Fahrer sollen auch einen Test im Vorfeld verlangt haben, doch das ist teuer und beim prallen Kalender schwierig zu organisieren. "Aber ich glaube, die Dorna will dort so bald wie möglich ein Rennen fahren. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, wenn die Testfahrer zuerst dort sind."

Terminlich würde ein Mexiko-Rennen am besten in den Saisonanfang passen. Mit Argentinien und den USA gäbe es theoretisch ein Dreierpaket auf dem amerikanischen Kontinent. Sollte Mexiko für 2019 realisiert werden, drängt die Zeit. Am 28. Oktober gastiert die Formel 1 auf dieser Strecke. Erst danach könnte mit Umbauarbeiten bei den Auslaufzonen begonnen werden. "Sie haben uns gesagt", berichtet Marc Marquez, "dass sie viel verändern werden."

Erst dann gibt es eine Streckenabnahme durch die FIM. "Wenn die Leute in der Sicherheitskommission, wie Franco Uncini, Loris Capirossi und Carlos Ezpeleta, sagen, dass es nicht sicher ist, werden wir dort nicht hingehen", so Marquez weiter. "Für uns Fahrer ist das anhand der Streckenkarte unmöglich zu verstehen." Petrucci sieht es auch als problematisch, dass die Strecke ähnlich wie Termas de Rio Hondo über das Jahr gesehen kaum benutzt wird, und der Asphalt dadurch sehr schmutzig wird. Außerdem würde die MotoGP Kurven verwenden, auf denen die Formel 1 nicht fährt.

Peraltada-Stadion in Mexiko-Stadt

Jubeln schon 2019 die Mexikaner im Stadion den MotoGP-Stars zu? Zoom

"Cal hat zum Beispiel gesagt", schildert "Petrux" einen weiteren Aspekt, "dass viele Formel-1-Leute gemeint haben, dass man außerhalb der Strecke mit einer Pistole bedroht und aus dem Auto geholt werden kann." Das ist für den Italiener aber kein Anlass zur Sorge, wie er lachend hinzufügt: "Ich habe nie etwas eingesteckt, nur meine Kreditkarte. Ich könnte ihnen die Karte geben und sie dann sperren lassen." Generell würde der Italiener ein Rennen in Mexiko begrüßen. "Denn das heißt, wir haben neue Fans und neue Aufmerksamkeit."

Dass es so schnell mit einem Rennen in Mexiko klappen wird, glaubt dagegen Andrea Dovizioso nicht: "Wenn das passieren soll, dann brauchen wir einen Test, damit wir die Situation besser verstehen. Ich kenne nicht die Details, aber ich glaube momentan nicht, dass wir nach Mexiko gehen werden." Die Strecke selbst hätte mit der einen Kilometer langen Zielgeraden, dem anschließenden flüssigen Abschnitt und der Stadion-Sektion einen eigenen Charakter. "Es ist ein anderer Kurs mit seltsamen Kurven. Aber ich mag seltsame Kurven, das ist kein Problem für mich", lacht Marquez. "Aber bitte nicht mehr als 20 Rennen, es sind jetzt schon zu viele."

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