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"Meine Unschuld ist bewiesen": Der gesperrte Iannone sieht sich im Recht

In Misano besuchte Andrea Iannone das MotoGP-Fahrerlager und sprach über seine Dopingsperre - Er fühlt sich immer noch als Fahrer und hofft auf ein Comeback

(Motorsport-Total.com) - Andrea Iannone stattete dem MotoGP-Wochenende in Misano einen Besuch ab. Der Italiener schaute unter anderem bei seinem ehemaligen Aprilia-Team vorbei. Iannone sitzt weiterhin seine Dopingsperre ab. Er muss noch rund zwei Jahre warten, bis er theoretisch wieder Motorradrennen fahren darf.

Andrea Iannone

Andrea Iannone fühlt sich immer noch als Rennfahrer Zoom

Die Chancen für ein MotoGP-Comeback stehen für den 32-Jährigen allerdings nicht hoch. "Schwierig zu erklären, wie ich mich fühle", wird Iannone von der 'AS' zitiert. "Es ist, als hätte ich etwas in mir, das mich jeden Tag tötet."

Denn abgesehen von privaten Trackdays, die Aprilia ab und an für Promotionzwecke veranstaltet, darf Iannone nicht fahren. "Ich vermisse es jeden Tag und denke daran, wenn ich zu Bett gehe und am Morgen aufwache."

"Ich fühle mich wie ein Motorradrennfahrer und trainiere wie ein Motorradrennfahrer. Ich lebe so, als wäre ich ein Fahrer", hält Iannone fest." So ist es momentan für mich. Ich darf aber nicht nur daran denken, sonst würde ich mich killen oder komplett verrückt werden."

Denn der Italiener fühlt sich ungerecht behandelt. Er blieb immer auf dem Standpunkt, dass er im Herbst 2019 im Rahmen des Sepang-Rennens in Malaysia kontaminiertes Fleisch verzehrt hat. Dadurch soll das anabole Steroid Nandrolon in seinen Körper gekommen sein.


Fotostrecke: Die Karriere-Highlights von Andrea Iannone

"Meine Unschuld ist bewiesen", hält Iannone auch jetzt fest. "Die FIM hat mich als unschuldig angesehen. Ich habe verunreinigtes Fleisch zu mir genommen. Es ist nicht so, dass nur ich sage, dass ich unschuldig bin. Sie sagen es auch. Auch die Haarprobe hat das ergeben."

Obwohl die FIM das in ihrem Urteil anerkannte, wurde Iannone zunächst für 18 Monate gesperrt. Er legte beim Internationalen Sportsgerichtshof Einspruch ein und verlor. Die Welt-Anti-Dopingagentur hatte eine Sperre von vier Jahren gefordert und gewann den Prozess.

Seither macht sich Iannone dafür stark, die Dopinggesetze zu ändern. "Was mir passiert ist, sollte ein Beispiel für unseren Sport sein. Es muss für die Zukunft eine Lösung gefunden werden, damit Sportler nicht in unfairen Situationen enden."

Seine MotoGP-Karriere wurde durch die Sperre jäh beendet. Wenn sie im Herbst 2023 ausläuft, ist Iannone 34 Jahre alt. Da die meisten MotoGP-Teams den Trend der Zeit erkannt haben und auf immer jüngere Talente setzen, wird er wohl keine zweite Chance bekommen.

"Ich weiß es nicht", seufzt Iannone. "Ich hoffe, dass ich zurückkomme, aber ich weiß nicht, ob ich als Fahrer zurückkommen kann. Es ist schwierig, jetzt darüber nachzudenken." Er fuhr von 2005 bis 2019 in der Motorrad-WM und davon seit 2013 in der MotoGP. In der Königsklasse konnte Iannone ein Rennen gewinnen.

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