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"Habe kurz Sterne gesehen": Stefan Bradl mit Highsider in Runde 1

In Barcelona stürzt Stefan Bradl schon in der ersten Runde - Zur durchwachsenen Honda-Performance sagt der Ersatzfahrer: "Wir drehen uns im Kreis"

(Motorsport-Total.com) - Für Stefan Bradl dauerte der Grand Prix von Katalonien nicht lange. Der Honda-Fahrer stürzte in Barcelona schon in der ersten Runde in Kurve 10. "Ich habe kurz Sterne gesehen und habe im LKW ein paar Minuten gebraucht, um mich wieder zu sortieren", berichtet der Deutsche bei 'ServusTV'.

Stefan Bradl

So wie in Jerez schied Stefan Bradl auch in Barcelona durch Sturz aus Zoom

"Der Start war okay. Auch auf der Gegengeraden war alles in Ordnung. Ich glaube, im Fernsehen hat man es nicht gesehen. Beim Einfahren [in Kurve 10] habe ich das Hinterrad verloren. Dann war es ein ordentlicher Highsider. Ich bin auf dem Kopf gelandet, aber es ist alles okay."

"Es ist natürlich bitter zu sehen, denn Punkte wären locker drin gewesen. Aber mir geht es gut. Es passt alles. Mir ist ein kleiner Fehler unterlaufen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich dafür so teuer bezahlen muss. Aber gut, das passiert."

Seit Barcelona vertritt Bradl Marc Marquez. Der Spanier verfolgte nach seiner Oberarmoperation das Rennen in seinem Hotelzimmer in Rochester (USA). Aus Honda-Sicht bekam er nicht viel Erfreuliches zu sehen. Bruder Alex Marquez wurde Zehnter.

Takaaki Nakagami löste den Startunfall aus und Pol Espargaro kam mit Reifenproblemen als 17. und Letzter ins Ziel. "Ja, schwierig", kommentiert Bradl die Performance der Honda-Mannschaft. "Pol ist Letzter. Er hatte ein Reifenproblem."

Stefan Bradl

Als Testfahrer setzt der Deutsche das Entwicklungsprogramm fort Zoom

"Ich habe mit Pol gesprochen. Er hatte keinen Gummi mehr am Hinterreifen. In diesem Rennen ging es ums Überleben. Das muss man erst zu Ende fahren. Er wäre fast an die Box gefahren, weil es gefährlich wurde. Das zeigt auch, dass wir nicht wissen, wo wir gerade stehen."

"Erstaunlich ist, dass Alex mit dem weichen Hinterreifen doch so ein gutes Rennen gefahren ist. Das hätte niemand für möglich gehalten", merkt Bradl an und fügt hinzu: "Wir drehen uns im Kreis. Irgendwie braucht man auch Glück."

"Aber es kann nicht sein, dass man hier mit dem weichen Reifen in die Top 10 fährt. Natürlich hat Alex auch von den Ausfällen profitiert, aber dass bei Pol mit dem harten Reifen gar nichts geht."

Am Montag steht in Barcelona noch ein Testtag auf dem Programm. Honda arbeitet mit drei Fahrern, denn Nakagami fehlt nach einer Nacht im Krankenhaus.