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Francesco Bagnaia: "Meine Situation bei Ducati nicht mit Rossis vergleichbar"

Mit Francesco Bagnaia fährt ein VR46-Fahrer für das Ducati-Werksteam - Vergleiche zu Valentino Rossis Zeit bei Ducati will er aber nicht ziehen

(Motorsport-Total.com) - Die italienische "Traumehe" zwischen Valentino Rossi und Ducati ist in den Jahren 2011 und 2012 gescheitert. Mehr als drei Podestplätze sprangen damals nicht heraus. Mit Francesco Bagnaia ist nun erstmals ein Fahrer von Rossis VR46-Nachwuchsakademie im Ducati-Werksteam am Start.

Francesco Bagnaia

Francesco Bagnaia steht vor seiner ersten Saison im Ducati-Werksteam Zoom

Vergleiche mit damals will Bagnaia aber nicht ziehen: "Das aktuelle Motorrad hat nichts mit dem zu tun, das Vale hatte. Strukturell gesehen hat sich praktisch jede Person im Team verändert. Es ist jetzt ein komplett anderes Projekt."

Damals war Filippo Preziosi für das Design der MotoGP-Motorräder zuständig. Gigi Dall'Igna wechselte erst Ende 2013 von Aprilia zu Ducati und brachte die Marke wieder in die Erfolgsspur. 2020 wurde die Markenweltmeisterschaft gewonnen.

"Viele Fahrer konnten damals das Motorrad nicht fahren", erinnert sich Bagnaia an die Zeit vor zehn Jahren zurück. "Auch Dovizioso holte erst Ergebnisse, als das Motorrad entwickelt wurde. Das ist der Grund, warum Vale nicht die erhofften Resultate erreicht hat."


Fotostrecke: Debüt von Valentino Rossi: Acht MotoGP-Fahrer waren noch nicht geboren

"Als er zu Yamaha zurückgekehrt ist, hat er wieder gewonnen. Ich möchte mich mit ihm aber nicht vergleichen, weil das unmöglich ist. Das aktuelle Motorrad ist komplett anders und auf jeden Fall viel konkurrenzfähiger. Deshalb kann man diese beiden Situationen unmöglich miteinander vergleichen."

Bagnaia will Marini und Bastianini unterstützen

VR46 ist in der MotoGP 50:50 zwischen zwei Herstellern aufgeteilt. Rossi und Franco Morbidelli fahren für Yamaha, Bagnaia und Luca Marini sitzen auf der Ducati. Bagnaia ist die Desmosedici nun zwei Jahre gefahren und kann Marini Tipps geben.

"Ich spreche viel mit Luca", verrät Bagnaia. "Ich versuche ihm zu erklären, wie die Reifen funktionieren und wie man mit der Ducati bremst, denn in diesem Bereich gewinne ich die meiste Zeit. Das ist aber auch sehr kompliziert."

Enea Bastianini, Luca Marini

Im Esponsorama-Team geben Marini und Bastianini ihr MotoGP-Debüt Zoom

"Ich versuche, dass er diese Dinge versteht, denn mir hat das am Anfang gefehlt. Als ich begonnen habe, konnte mir niemand erklären, wie man es richtig macht. Beide [Bastianini und Marini] haben den Vorteil, dass ihr Fahrstil mehr zur Ducati passt als meiner."

"Als ich in der Moto2 Teamkollege von Luca war, hat er härter als ich gebremst. Er folgt bereits dieser Richtung und ich hoffe, dass er sich einfacher auf das Motorrad einstellt als ich. Er ist ein sehr intelligenter Mensch, also wird er sich bestimmt darauf einstellen."

Bagnaias Vater VR46-Teammanager in Italien

Bagnaia will aber nicht nur seinem Kumpel aus der VR46-Akademie helfen, sondern auch Enea Bastianini, der die zweite GP19 im Esponsorama-Team fahren wird. Bei Ducati wird zwischen allen Teams und Fahrern ein enger Austausch der Daten und Informationen gepflegt.

Johann Zarco, Luca Marini, Francesco Bagnaia

Die Ducati-Fahrer tauschen untereinander Informationen aus Zoom

"Ich sehe Enea seltener als Luca, aber ich werde auch mit ihm sprechen. Ich habe kein Problem ihm meine Meinung über das Motorrad zu sagen und wie es gefahren werden muss", sagt Bagnaia offen. "Auch bei Tests und an Rennwochenenden können sie sich meine Daten ansehen. Deshalb macht es keinen Sinn, etwas zu verschweigen."

Während Francesco Bagnaia den beiden MotoGP-Rookies in der Ducati-Familie helfen möchte, widmet sich sein Vater der Nachwuchsförderung in Italien. VR46 ist in diesem Jahr auch in der italienischen Moto3-Meisterschaft mit den Fahrern Alberto Surra und Elia Bartolini aktiv.

Pietro Bagnaia ist Teammanager für dieses Projekt in der CIV. "Das ist eine gute Sache", lacht Francesco Bagnaia. "Ich glaube, diese Rolle passt sehr gut zu ihm. Er hat schon immer gut mit jungen Leuten interagiert und kann ihnen Dinge beibringen."

"So wie er es mit mir gemacht hat. Ich freue mich für ihn und bin stolz, dass auch er es in diese Welt geschafft hat. Ich sehe ihn voller Energie. Wenn er mich anruft, dann sprechen wir meistens über diese neuen Sachen. Das freut mich sehr."

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