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Einziger Fahrer ohne Sturz: Wie viel Potenzial hat Vinales noch?

Als einziger MotoGP-Pilot ist Maverick Vinales in dieser Saison bisher nicht gestürzt - Das liege vor allem daran, dass er das Limit der RS-GP noch nicht kennt, sagt er

(Motorsport-Total.com) - Mit Misano verbindet Maverick Vinales besondere Erinnerungen. Denn vor einem Jahr begann hier sein Abenteuer mit Aprilia. Hier testete er zum ersten Mal die RS-GP und fuhr wenige Woche später zum ersten Mal mit ihr in die Punkteränge.

Maverick Vinales

Maverick Vinales hat das Limit der Aprilia RS-GP noch nicht gefunden Zoom

Mittlerweile ist der Anspruch freilich ein anderer. Vinales will nicht nur um Punkte, sondern um Podien und bestenfalls Siege mitkämpfen. In dieser MotoGP-Saison stand er als Dritter in Assen und zweiter in Silverstone bereits zweimal auf dem Podest.

Auch das Rennwochenende in Misano begann am Freitag vielversprechend, denn Vinales konnte sich in beiden Trainings komfortabel innerhalb der Top 10 platzieren. Am Vormittag belegte der Aprilia-Pilot Rang fünf. Am Nachmittag führte er die Session lange an und belegte schließlich den sechsten Platz.

Vinales: Das Maximum noch nicht erreicht

Auf die Frage, ob er auf der Aprilia mittlerweile jenes Selbstvertrauen erreicht wie zu seinen besten Zeiten mit Yamaha, erklärt der Spanier: "Das Niveau ist anders, denn wir fahren schneller. Das Level ist also tatsächlich höher im Vergleich zu den Vorjahren."

"Aber an dem Punkt, wo ich in jeder Kurve am Maximum fahre, bin ich noch nicht. Das heißt, dass wir uns weiterentwickeln und unser Potenzial erhöhen können."


Fotos: Maverick Vinales, MotoGP: Grand Prix von San Marino (Misano) 2022


Ausdruck dessen ist auch, dass Vinales als einziger MotoGP-Fahrer in dieser Saison noch nicht gestürzt ist. "Ich muss noch mehr pushen", kommentiert er diese Tatsache schmunzelnd. Denn um über das Limit zu gehen, müsse man wissen, wo das Limit ist. Und Vinales gesteht: "Ich kenne es noch nicht."

"Aber das Gefühl geht mehr und mehr dahin, dass ich auf einer Runde alles ausblenden kann und einfach nur Gas gebe. Ich werde also irgendwann stürzen. So viel ist sicher. Aber ich muss noch immer das Limit finden. Dass ich schon jetzt vorne mitfahre, ohne zu wissen, wie weit ich noch gehen kann, ist gut zu wissen."

Aprilia hat einige Ideen für den Misano-Test

"Ich habe nur noch nicht den Punkt gefunden, an dem ich das Motorrad auf der Bremse einfach nur gleiten lasse. Das macht noch mal einiges an Zeit aus", weiß Vinales. "Ich denke also, dass ich mit dem Paket, das ich aktuell habe, noch viel schneller sein kann."

Um dieses Potenzial ausschöpfen zu können, müsse er vor allem noch mehr Runden drehen. Schließlich fährt er die Aprilia erst seit einem Jahr. "Es ist daher gut, dass wir hier einen Test haben und Dinge ausprobieren können, damit ich mich auf Motorrad noch wohler fühle und noch mehr Kraft umsetzen kann."

"Wir haben viele Ideen, aber können sie am Rennwochenende nicht testen, weil man entweder an der Rennabstimmung arbeitet oder eine Zeitattacke fährt", so der Aprilia-Pilot. Darüber muss er sich beim Zweitagestest nächste Woche keine Gedanken machen.

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