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Ducati verpasst Podest in Assen: "Yamaha war zu schnell"

Johann Zarco ist in Assen als Vierter der beste Ducati-Fahrer - Francesco Bagnaia vergibt Podestchance durch Long-Lap-Strafe - Jack Miller gestürzt

(Motorsport-Total.com) - Ducati verpasste bei der Dutch TT in Assen das Podest. Johann Zarco festigte mit Platz vier seinen zweiten Rang in der WM-Wertung. Francesco Bagnaia kam nach kampfstarker Anfangsphase als Sechster ins Ziel. Jack Miller stürzte und wurde anschließend mit der schwarzen Flagge mit orangem Punkt von der Rennleitung aus dem Rennen genommen.

Francesco Bagnaia, Fabio Quartararo

Zu Rennbeginn konnte Francesco Bagnaia mit Fabio Quartararo kämpfen Zoom

Auch die Rookies konnten sich nicht in Szene setzen. Enea Bastianini sammelte als 15. einen WM-Punkt. Luca Marini ging als 18. und Letzter leer aus. Jorge Martin musste wegen Armproblemen vorzeitig aufgeben.

Zunächst mischte Bagnaia an der Spitze mit. Nach dem Start übernahm der Italiener die Führung und lieferte sich ein enges Duell mit Fabio Quartararo. Immer wieder nutzte Bagnaia die Power der Ducati und konnte auf der Zielgeraden überholen.

"Power bedeutet nicht die schnellste Runde", merkt Bagnaia trotzdem an. "Ja, ich bin aus der letzten Schikane sehr, sehr schnell herausgekommen. Dass ich Fabio immer auf der Zielgeraden überholt habe, lag daran, dass er sehr schlecht aus der letzten Kurve gekommen ist."

Francesco Bagnaia, Marc Marquez, Aleix Espargaro

Zum Schluss verteidigte sich Bagnaia gegen Marquez und Espargaro Zoom

"Mein Motorrad ist schnell, aber in Kurve 12 habe ich vier bis fünf Zehntelsekunden verloren, weil mein Bike dort nicht so gut war. Deshalb habe ich jede Runde sechs Zehntel auf Fabio verloren. Auch Nakagami war schneller als ich. Es war ein sehr schwieriges Rennen."

Die ersten 14 Runden behauptete sich Bagnaia auf dem zweiten Platz. Dann erhielt er wegen mehrfacher Missachtung der Tracklimits eine Long-Lap-Penalty. Als er sie antrat, verlor er jede Chance auf einen Podestplatz.

"Ohne Strafe wäre maximal Platz drei oder vier möglich gewesen", schätzt er. "Uns war klar, dass wir uns im Rennen verteidigen mussten. Yamaha war zu schnell für uns. Um mit Fabio mitzuhalten, habe ich attackiert. Deswegen kann eine Strafe passieren."

Miller bremst zu früh und stürzt

In der Schlussphase verteidigte sich Bagnaia erfolgreich gegen Marc Marquez und Aleix Espargaro und brachte Platz sechs ins Ziel. Teamkollege Miller fuhr ein unauffälliges Rennen und war auf Position acht unterwegs.

"Ich fühlte mich gut und war in meinem Rhythmus", schildert der Australier. "Mir hat in Kurve 5 überholt und es kam zu einer leichten Berührung mit 'Taka'. Deshalb habe ich etwas früher gebremst, falls einer von beiden stürzen würde."

Jack Miller, Davide Tardozzi

Jack Miller wurde von der Rennleitung an die Box beordert Zoom

Aber es war Miller, der ausrutschte: "Ich hatte nicht genug Druck auf dem Vorderrad. Dadurch bin ich gestürzt. Ich ärgere mich über diesen Fehler, weil ich mich auf die Situation vor mir konzentriert habe und nicht auf mich."

Er fuhr nach dem Sturz noch vier Runden weiter. Dann wurde er von der Rennleitung an die Box geholt. Im Anschluss an das Rennen musste er auch zu den Offiziellen gehen. "Sie haben mir erklärt, warum sie mich reingeholt haben", sagt Miller.

"Beim Sturz ist nichts passiert, nicht einmal der Lenker war verbogen. Wenn das Motorrad auf der Seite liegt, füllt sich im Überlauf Öl. Dieses wird dann in den Auspuff gepumpt, wo es verbrennt. Sie sagten mir, dass sie Rauch gesehen haben. Deshalb haben sie mich an die Box geholt."

Laut Miller gab es aber kein Problem. Da er ohnehin weit hinten war, hielt sich sein Ärger in Grenzen: "Ich wusste, dass das Motorrad in Ordnung war. Ich habe natürlich geschaut, ob ich Öl verliere, aber dort war nichts."

Zarco will in zweiter Saisonhälfte um WM-Titel kämpfen

Schlussendlich war es Zarco, der für Ducati das beste Ergebnis holte. "Ich bin zufrieden, es ist ein schöner vierter Platz", nickt der Franzose. "Das Rennen war schön. Ich hatte den Speed, musste aber auch kompensieren."

Joan Mir, Johann Zarco

In der Schlussphase konnte Johann Zarco nicht mehr Joan Mir attackieren Zoom

"Assen war nicht die beste Strecke für uns. Deshalb ist es nach einem schwierigen Wochenende ein schönes Ergebnis. Es gab die Chance auf das Podest, aber Mir hat es sehr gut gemacht. In der letzten Runde konnte ich nicht mehr attackieren."

"Die Richtungswechsel waren schwierig, aber ich konnte sehen, dass das bei allen Fahrern der Fall war. Ich bin viel gerutscht. Um das zu kontrollieren, musste ich das Motorrad zwingen. Über 26 Runden ist das hart."

Zarco geht mit 34 Punkten Rückstand auf Quartararo in die Sommerpause. Sein Ziel ist klar: "Ich hoffe, dass ich stärker in die zweite Saisonhälfte starte, damit ich ein richtiger Anwärter auf den WM-Titel bin."

Bagnaia ist WM-Dritter. Sein Rückstand ist auf 47 Zähler angewachsen. Miller ist durch seinen zweiten Ausfall hinter Joan Mir auf Platz fünf zurückgefallen. Auf Quartararo fehlen dem Australier 56 Zähler. In der Herstellerwertung ist Ducati 17 Punkte hinter Yamaha Zweiter.

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