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Dall'Igna: Ducati will neue Aero-Verkleidung in Buriram testen

Beim kommenden MotoGP-Test in Buriram will auch Ducati eine neue Aero-Verkleidung testen - Gigi Dall'Igna befürwortet klarere Regeln

(Motorsport-Total.com) - Beim jüngsten MotoGP-Test in Sepang überraschte Ducati-Pilot Jorge Lorenzo mit der Bestzeit und einem neuen inoffiziellen Streckenrekord. Nach einem schwierigen ersten Jahr beim italienischen Hersteller scheint die Desmosedici dem Spanier immer besser zu liegen. In der MotoGP-Saison 2018 will er seinen ersten Sieg mit den Roten feiern und bestenfalls auch im WM-Kampf mitmischen.

Ducati-Corse-Manager Gigi Dall'Igna ist zuversichtlich, dass das gelingen wird. "Lorenzo hat sich seit dem Großen Preis von Tschechien im vergangenen Jahr gesteigert und hätte bereits Rennen gewinnen können", glaubt Dall'Igna. "Das Einzige, das ihm dazu fehlte, war ein perfektes Rennmanagement. Er hatte bereits den Speed, um gut zu sein. Das kam nicht erst in Sepang. Es ist ein Wachstumpfad, den er mit uns und wir mit ihm gegangen sind."

Nun habe er alles, was er brauche, um sein Potenzial zu entfalten, betont Dall'Igna im Gespräch mit 'GPOne.com'. Gleichzeitig warnt er vor zu viel Euphorie: "Es war nur der erste Test. Natürlich ist er wichtig, kann aber nicht als Lackmustest für die gesamte Meisterschaft angesehen werden. Tatsächlich ist es so, dass die Schnellsten in Sepang dieselben Ergebnisse während der Saison nicht mehr wiederholen konnten."

Neue Aero- und Chassis-Elemente in Buriram

Es sei zwar immer gut, stark zu starten. Doch das müsse man in den zwei anstehenden Tests erst noch bestätigen und weiter ausbauen - mit "etwas mehr Feintuning", wie Dall'Igna es nennt. Während andere Hersteller wie Honda und Yamaha bereits in Sepang neue aerodynamische Hilfsmittel testeten, steht das bei Ducati noch aus. Einige der Lösungen erinnerten stark an die der Italiener.

Beim nächsten Test in Buriram (16. bis 18. Februar) wollen sie nun auch selbst nachrüsten. "Wir werden uns auf die Aerodynamik konzentrieren, aber nicht nur darauf", blickt Dall'Igna voraus. "Wir werden auch ein paar neue Chassis-Elemente haben und mit Ideen arbeiten, die in Simulationen positive Ergebnisse hervorbrachten. Diese Zutaten werden wir zusammenmischen und sehen, was dabei herauskommt."

Was eine mögliche Anpassung der Regeln nach dem 2017 in Kraft getretenen Winglet-Verbot angeht, zeigt sich Dall'Igna offen: "Vielen Dingen, die Corrado (Cecchinelli, MotoGP-Technikdirektor; Anm. d. R.) sagt, stimmen wir zu. Ich bin aber nicht der Einzige, der der Überzeugung ist, dass die Flügel nicht das Problem waren und die jetzigen Systeme es genauso wenig sind. Auch bei anderen hat ein Umdenken stattgefunden."

Dall'Igna für Präzisierung des Reglements

Ursprünglich waren die Winglets mit dem Argument verboten worden, dass sie ein Sicherheitsrisiko darstellten. Deshalb mussten etwaige Anbauten ab der MotoGP-Saison 2017 der natürlichen Form der Verkleidung angepasst werden. Das führte jedoch nicht etwa zu einem Ende des Aero-Wettrüstens - ganz im Gegenteil. Immer wieder neue und gewagtere Formen waren an den Bikes zu sehen.

"Man sollte die Regelung präzisieren. Im Moment lässt sie zu Spielraum für Interpretationen und bürdet dem technischen Direktor eine große Verantwortung auf, der viel allein entscheidet", weiß Dall'Igna. "Ich finde, dass wir eine technischere Definition brauchen. Ich will aber die Verkleidung nicht wieder komplett neu gestalten müssen, was mehr Kosten bedeuten würde. Wir sollten die aktuellen Linie weiterverfolgen."

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