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"Bullshit!": Johann Zarco von falschen Superbike-Gerüchten verärgert

Laut Johann Zarco sind die Gerüchte, die ihn mit Honda in der Superbike-WM in Verbindung bringen, Fake News - Pit Beirer bestätigt, dass man hinter ihm steht

(Motorsport-Total.com) - Zwischen Mugello und Barcelona geisterten Gerüchte durch das Internet, die Johann Zarco für 2020 mit Honda in der Superbike-WM in Verbindung brachten. Darauf angesprochen, reagiert der Franzose extrem verärgert, denn sie entbehren jeglicher Realität. "Ich weiß nicht, wer diese Information verbreitet hat, aber diese Person sollte bald seinen Job verlieren, denn das ist kompletter Bullshit!" Zarco hat mit KTM einen Vertrag bis Ende 2020.

Johann Zarco

Johann Zarco ist empört über die falschen Gerüchte um seine Person Zoom

Für den zweimaligen Moto2-Weltmeister sind diese Gerüchte nichts weiter als Fake News. "Ich habe nie mit Honda gesprochen. Es gibt kein einziges Foto, das das zeigt", hält er klipp und klar fest. "Ich weiß nicht, wo das hergekommen ist. Es scheint von der offiziellen Superbike-Webseite gekommen zu sein, oder deren Twitter. Der Beitrag wurde entfernt, also war das seltsam."

"Ich habe mit Carmelo (Ezpeleta, Dorna-Chef; Anm. d. Red.) gesprochen, weil das falsch ist. Diese Person hat einen großen Fehler gemacht, weil mich das in Probleme mit KTM bringen könnte. Und das ist nicht gut", ärgert sich Zarco. "Ich weiß nicht, woher diese Gerüchte gekommen sind. Leute haben mich deswegen angerufen. Wenn wir diese Person finden, wird er seinen Job verlieren."

KTM versucht Motorrad für Zarco fahrbarer zu machen

Trotz der bisher schwierigen Situation steht KTM hinter dem Franzosen. Motorsportchef Pit Beirer sagt bei 'MotoGP.com': "Wir versuchen jede Woche ihm etwas zu geben, damit er mehr Vertrauen findet. Das benötigt noch etwas mehr Zeit, aber ich verspreche, dass wir nicht aufgeben." Am ersten Trainingstag in Barcelona rückte Zarco mit der neuen Carbon-Schwinge aus.

Johann Zarco

Mit der neuen Carbon-Schwinge spürt Zarco mehr Grip am Hinterreifen Zoom

Getestet hat Zarco die Carbon-Schwinge bereits in Jerez. Dann setzte er sie in Le Mans und Mugello aber im Gegensatz zu Teamkollege Pol Espargaro nicht ein. Eine Benachteiligung von Zarco ist das laut Beirer aber definitiv nicht: "Er war immer einen Schritt dahinter, aber nicht, weil wir sie ihm nicht geben wollten. Pol hat nach dieser Richtung verlangt und sie funktioniert gut mit unserem Motorrad."

Da Espargaro die RC16 besser kennt, kann er klareres Feedback über Vor- und Nachteile neuer Entwicklungen geben. "Ich glaube, einige dieser Teile werden auch bei Johann funktionieren", so Beirer. "Heute haben wir bei ihm die Carbon-Schwinge und andere kleine Modifikationen ausprobiert. Es ist klar, dass wir Johann etwas geben müssen, damit für ihn das Motorrad einfacher zu fahren ist."

Zarco: "Pedrosa gibt ähnliches Feedback wie ich"

Nach dem Freitagstraining in Barcelona erkennt Zarco Vorteile mit der Carbon-Schwinge: "Es gibt einen Unterschied. Mit der Carbon-Schwinge gibt es mehr Grip. Auf dieser Strecke, wo der Grip sehr niedrig ist, hilft das sehr. Es ist gut, wenn das Bike Grip hat, aber es macht nicht alles. Aber bei diesen Verhältnissen ist mein Nachteil vielleicht geringer, weil ich nicht so sehr mit dem Motorrad kämpfen muss."

Daniel Pedrosa

Dani Pedrosa wird auch am Montag in Barcelona für KTM testen Zoom

Sein Rückstand betrug am Freitag sieben Zehntelsekunden. Das bedeutete bei den engen Zeitabständen im Feld Platz 13. "Das vergrößert die Hoffnungen, es morgen ins Q2 zu schaffen", blickt Zarco voraus. Bei einem Sturz in der schnellen Zielkurve war er unverletzt geblieben. Außerdem probierte er technische Details, die Testfahrer Dani Pedrosa vergangene Woche in Brünn ausprobiert hat.

Das Feedback des dreimaligen MotoGP-Vizeweltmeisters ist für KTM sehr wichtig und bestätigt laut Zarco auch seine eigenes Feedback zur RC16. "Seine Aussagen sind sehr ähnlich zu meinen. Das ist positiv, weil er nie in seinem Leben eine Yamaha gefahren ist. Trotzdem trifft er die gleichen Aussagen wie ich. Das heißt, dass das, was ich verlange, kein Yamaha-Bike ist. Ich will ein Motorrad, das schnell fährt", hält Zarco fest.

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