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Brad Binder in Misano Neunter: KTM hat wieder ein schwieriges Wochenende

Brad Binder holt in Misano als einziger KTM-Fahrer WM-Punkte - Miguel Oliveira beschädigt sich bei einer Berührung ein Winglet und fährt chancenlos hinterher

(Motorsport-Total.com) - Auch beim Grand Prix von San Marino in Misano holte Brad Binder für KTM die Kohlen aus dem Feuer. An einem insgesamt schwierigen Wochenende für die österreichische Marke eroberte der Südafrikaner Platz neun. Damit war KTM im Endergebnis hinter Ducati, Yamaha, Honda, Suzuki und Aprilia zu finden.

Brad Binder © Motorsport Images
Seit der Sommerpause ist Brad Binder der stärkste KTM-Fahrer

"Ein Top-10-Ergebnis ist nicht schlecht, wir waren auch knapp an Platz acht dran", sagt Teammanager Mike Leitner. "Es war mit den verregneten Trainings an diesem Wochenende wieder ein schwieriger Beginn."

"Wir sind natürlich mit einem neunten Platz nicht zufrieden, aber wir müssen realistisch sein. Der Wettbewerb in dieser Klasse bedeutet, dass man nicht um mehr kämpfen kann, wenn nicht alles zu 100 Prozent perfekt ist."

Für den Renntag konnte KTM die RC16 etwas besser einstellen, wie Binder berichtet: "Wir haben mit dem Set-up gespielt, womit das Motorrad am Kurveneingang etwas besser einlenkte. Dadurch war ich etwas konstanter."

"Mein Sonntag war positiver als der Rest des Wochenendes. Unser Team konnte das Motorrad für das Rennen verbessern. Im Warm-up war ich Neunter. Das war zehnmal besser als am restlichen Wochenende. Im Rennen fuhr ich recht konstant und wurde Neunter."

Brad Binder

Brad Binder ist derzeit nicht dort, wo er sein will Zoom

"Dort wollen wir natürlich nicht sein. Das ist klar. Aber wir hatten an diesem Wochenende große Mühe. Deshalb ist ein Top-10-Ergebnis okay. Ich habe mein Bestes gegeben und bin ein sauberes Rennen gefahren."

Woran KTM für das zweite Misano-Rennen Ende Oktober arbeiten muss, wurde Binder nach dem Rennen klar: "Ich habe ein besseres Rennen erwartet, weil ich davon ausgegangen bin, dass ich am Ende einige Fahrer einholen kann, die mit dem weichen Hinterreifen gefahren sind."

"Aber sie haben es geschafft, dass der weiche Reifen bis zum Ende hält. Für das zweite Misano-Rennen müssen wir daran arbeiten, dass der weiche Reifen für uns über die Renndistanz hält." In der WM-Wertung ist Binder weiterhin auf dem sechsten Platz.

Oliveiras schwarze Serie setzt sich fort

Bei seinem Teamkollegen Miguel Oliveira setzte sich die schlechte Phase fort. Der Portugiese kam abgeschlagen als 20. ins Ziel. Seit der Sommerpause war Rang 14 in Aragon sein bestes Ergebnis. Auch diesmal hatte Oliveira Pech.

"Ein sehr enttäuschender Tag", seufzt der Sieger von Barcelona. "Im Warm-up habe ich ein gutes Gefühl gefunden und war optimistisch. Aber gleich nach einem guten Start kam es in Kurve 3 zu einer Berührung mit Lecuona. Dabei sind die Flügel auf der linken Seite abgebrochen."

Miguel Oliveira

Auf der linken Seite der Verkleidung war der Flügel beschädigt Zoom

"Von da an ging es nur noch darum, das Rennen zu Ende zu fahren. Das Verhalten des Motorrads ließ sich nicht mehr vorhersagen. Es gab viele Wheelies, weil ich viel Abtrieb verloren hatte. Das Motorrad hatte keine Balance mehr und lenkte nicht mehr schnell genug nach links."

"Die Flügel sind aus einem guten Grund dort. Wenn man sie nicht hat, ist das eine große Einschränkung. Ich konnte zwar nichts mehr gewinnen, aber ich wollte draußen bleiben, um Informationen zu sammeln. In einem Monat sind wir wieder hier."

Iker Lecuona konnte sich zunächst im Windschatten von Binder auf Platz 13 nach vor arbeiten. Dann schied der Spanier durch einen Sturz aus. Danilo Petrucci verpasste als 16. einen WM-Punkt um zwei Sekunden und sprach von einem seiner "schwierigsten" Rennen in diesem Jahr.

Insgesamt hatte KTM das gesamte Misano-Wochenende Mühe, konkurrenzfähig zu sein. Lecuona hat eine Vermutung für die Ursache: "Ich glaube, es liegt an der Charakteristik der Strecke. In Misano gibt es viel Grip. Die KTM funktioniert generell besser, wenn es weniger Grip gibt."

Am Dienstag und Mittwoch stehen in Misano zwei wichtige Testtage auf dem Programm. Binder und Oliveira werden sich um neue Entwicklungen kümmern. Petrucci und Lecuona sind nur am Dienstag im Einsatz. Am Mittwoch steigen erstmals Remy Gardner und Raul Fernandez auf ihre Tech-3-Motorräder für das nächste Jahr.

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