powered by Motorsport.com

Beide Honda in den Top 10: Bestes Ergebnis für Alex Marquez

Takaaki Nakagami setzt seine Top-10-Serie fort und Alex Marquez erzielt in Misano 2 sein bestes MotoGP-Ergebnis - Woher kam der deutliche Fortschritt von Marquez?

(Motorsport-Total.com) - Die beiden Honda-Fahrer Takaaki Nakagami und Alex Marquez fuhren beim zweiten MotoGP-Rennen auf dem Misano-World-Circuit als Sechster und Siebter ins Ziel. Für Moto2-Weltmeister Alex Marquez war dieser siebte Platz sein bisher bestes Ergebnis in der Königsklasse.

Takaaki Nakagami, Alex Marquez

Takaaki Nakagami überholte Alex Marquez in der Schlussphase Zoom

"Im Vergleich zum ersten Misano-Rennen bin ich um 17 Sekunden schneller gewesen", rechnet Marquez vor. "Das freut mich sehr. Natürlich müssen wir uns noch verbessern, aber das war schon ein guter Fortschritt. In Barcelona wollen wir diesen Schritt bestätigen."

"Platz sieben war wegen der vielen Stürze kein realistisches Ergebnis. Aber selbst ohne Stürze hätte ich es in die Top 10 schaffen können. Im Qualifying muss ich besser werden, denn von Platz 17 ist es nicht einfach. In den ersten Runden verliere ich zu viel Zeit."

Platz sechs & sieben: Maximum herausgeholt

Marquez war lange der bestplatzierte Honda-Fahrer im Rennen, denn Nakagami hing zunächst lange hinter Danilo Petrucci fest und anschließend hinter Andrea Dovizioso. Die beiden Ducati-Fahrer waren schwierig zu überholen.

"Der Druck im Vorderreifen war okay, aber die Performance war sehr schlecht. Auf der Bremse hatte ich kein Vertrauen", berichtet Nakagami seine Verfolgungsfahrt. "Die Performance des Vorderreifens wurde immer schlechter. Wenn ich alleine gefahren bin, war das Gefühl recht gut und konstant."

Andrea Dovizioso, Takaaki Nakagami

Takaaki Nakagami steckte lange hinter Ducati-Fahrern fest Zoom

"Mit Platz sechs bin ich recht zufrieden. Am Freitag dachte ich mir, dass ich vielleicht die Chance auf einen Podestplatz habe. Nach dem Qualifying konnte ich das nicht mehr sagen. Deswegen bin ich mit Platz sechs zufrieden."

In der Schlussphase konnte Nakagami noch Marquez überholen. Der Spanier hatte zu diesem Zeitpunkt mit einem speziellen Problem zu kämpfen. Bei einem Schlag vom Lenker löste der Airbag aus: "Das war nicht so einfach, mit aufgeblasenem Airbag die letzten Runden zu Ende zu fahren."

Deutlicher Fortschritt von Alex Marquez

In den Runden hinter Marquez ist Nakagami aufgefallen, dass Marquez einen deutlichen Fortschritt gemacht hat. "Von Rennen zu Rennen versteht er, wie er sich auf dieses Motorrad anpassen muss und wie die MotoGP funktioniert", lobt der Japaner. "Er hatte das gesamte Wochenende eine gute Performance."

Alex Marquez

Schon im Warm-up setzte sich Alex Marquez mit der Bestzeit in Szene Zoom

Marquez hatte schon im Warm-up die Trainingsbestzeit aufgestellt. Woher kam dieser Fortschritt am Renntag? "Ich habe ein besseres Gefühl für das Motorrad, wodurch ich schneller und konstanter fahren kann", sagt der Spanier.

"Das Qualifying müssen wir verbessern. Ich muss meine Strategie ändern und relaxter sein. Wenn ich die Klasse wechsle, bin ich am Anfang nicht so schnell. Das weiß man. Ich bin aber überzeugt von harter Arbeit. Viele meiner ehemaligen Moto2-Teamkollegen haben es schon auf das Podest geschafft. Das motiviert mich."

Während Marquez zum fünften Mal in sieben Rennen WM-Punkte sammelte, setzte Nakagami seine Serie von Top-10-Ergebnissen fort. Er ist der einzige Fahrer im Feld, der alle Rennen in den Top 10 beendet hat. In der WM ist der Japaner auf Platz sieben.

"Es ist verrückt, weil ich nur 21 Punkte Rückstand habe. Alberto [Puig] hat zu mir gesagt, dass ich Weltmeister werden kann", lacht Nakagami. "Das ist schön zu hören, weil ich nie daran gedacht habe. Es ist eine komplett verrückte Weltmeisterschaft."

An den WM-Titel denkt er derzeit aber nicht: "Mein Ziel ist, dass ich so bald wie möglich meinen ersten Podestplatz erobere. Ich glaube, wenn mir das gelingt, dann kann sich viel verändern." Nakagami hofft auf diesen psychologischen Durchbruch.

In der Auslaufrunde blieb Nakagami in der Curvone-Kurve stehen. An dieser Stelle war sein Freund Shoya Tomizawa vor zehn Jahren im Moto2-Rennen tödlich verunglückt.

Neueste Kommentare

Noch kein Kommentar vorhanden!
Erstellen Sie jetzt den ersten Kommentar